Fair enough – was bringen Nachwuchsmessen dem Anwaltsmittelstand?

Eine Anwaltskammer veranstaltet sie in den Räumen eines großen Versicherungskonzerns, ein privater Anbieter mietet Messehallen, ein weiterer ein Universitätsfoyer. Vor Ort treffen die Studierenden auf die Namen von Sozietäten, nach denen an einer norddeutschen privaten Hochschule die Hörsäle benannt worden sind. Und lassen sich blenden von Smartphone-Brillen, Pflanzhölzern, Schneekugeln und anderen Give-Aways, die der traditionellen Kombination aus Kanzleikugelschreiber und Post-It-Block längst den Rang ablaufen. Oder etwa nicht?
„Wir stehen hier in diesem Jahr schon zum zweiten Mal“, erläutert die Partnerin einer siebenköpfigen Kanzlei, die sich am Standort Frankfurt neben den Juve-Top 20 vergleichsweise winzig ausnimmt. Irgendwelche wertvollen Kontakte ergäben sich immer. „Wir sind zwar klein, aber wir orientieren uns nach oben“, höre ich von anderer Seite. Der Partner einer dritten Kanzlei bleibt indes skeptisch: „Das ist hier doch alles nur ein Schaulaufen. Die großen Sozietäten können es sich nicht leisten zu fehlen. Aber wer im Mittelstand guten Nachwuchs an sich ziehen will, der sollte sich doch eher fachlich präsentieren!“
Was mich zur Gretchenfrage bringt: Nun sag, wie hast du’s mit der Präsentation? Am Stand oder nur „auf dem Podium“?
Auf Ihre Einstellung dazu freut sich auch heute wieder
Ihre

Rechtsanwältin Dr. Anette Hartung

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