Der Syndikus-Rechtsanwalt: Kennen Sie den?

Berichtet die Banking-Anwältin einer internationalen Kanzlei im Familienkreis, sie arbeite jetzt für eine Bank als Syndika. Fragt die Tante: „Fürs Syndikat? Ja, ist das denn jetzt auch schon legal?“
Dieser (echte) Fall legt den Finger bereits auf die Wunde: Die Zahl der Unternehmensjuristen steigt, von der hohen Nachfrage nach dem zu Jahresbeginn eingeführten neuen Status des Syndikusrechtsanwalts ganz zu schweigen. Aber Hand aufs Herz: Wissen Sie genau, womit sich die Syndikusjuristin und der Syndikusjurist Ihres Mandanten in der Praxis wirklich befassen? Wie sehr gehen Sie mit ihnen im Gespräch ins Detail?
Eine Diskussion zwischen Betroffenen am Rande einer kürzlich moderierten Anwaltsrunde hat mir gezeigt, dass hier nichts selbstverständlich ist – denn einerseits wünscht sich der moderne Syndikus natürlich nichts weniger als die a) preiswerte, b) punktgenaue, c) gleichwohl ausreichend breite Abdeckung durch den d) passenden anwaltlichen Auftraggeber. Er möchte zu einem vertretbaren Aufwand ein Back-Up haben, deswegen lagert er ja gerade ein bestimmtes Rechtsthema aus. Andererseits gelten in vielen Unternehmen Datenschutz-, Compliance- oder Legal-Abteilungen, die so genannten „Business Supports“, hinter vorgehaltener Hand schlicht als „Business-Verhinderungs-Tanker“. Und wenn dann noch die Einkaufsabteilung über die Vergabe des nächsten Beratungsauftrags (mit-)entscheidet, möchte man in deren Kielwasser als externer Anwalt lieber nicht geraten.
Geben deshalb auch Sie im Zweifel „keine langen Antworten“, wie es in der erwähnten Veranstaltung ein erfolgreicher Wirtschaftsanwalt empfahl? Oder halten Sie es für sinnvoller, sich vergleichsweise ausführlicher mit dem Zu- und Vortrag Ihrer juristischen Partner im Unternehmen auseinanderzusetzen?
Wir sind sehr gespannt darauf, wie Sie das handhaben! Namens des Kanzleiforum-Teams grüßt herzlich

Ihre
Rechtsanwältin Dr. Anette Hartung

 

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