Was lange währt…Das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) ist in Betrieb gegangen!

Das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) ist heute in Betrieb gegangen. Die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) hat damit das Kommunikationssystem gestartet, mit dem künftig alle zugelassenen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte am elektronischen Rechtsverkehr mit den Gerichten teilnehmen werden.  Eine Verpflichtung, das beA zu nutzen, sieht die Verordnung allerdings erst ab dem 1.1.18 vor.

Haben Sie Fragen zum beA? Anregungen, Ergänzungen….?

Lassen Sie es uns wissen!

Es grüßt Sie herzlich

RA Katharina Nitsch im Namen des Kanzleiforum-Teams

Jochen Brandhoff: Das Digitale im Juristen – Was das Rechtssystem mit Software gemein hat; FAZ vom 9. November 2016

Die FAZ hat einen Beitrag unseres Beiratsmitglieds Dr. Jochen Brandhoff über die digitale Transformation des Rechtswesens und die Automatisierung des Rechts veröffentlicht. Darin erklärt Jochen Brandhoff, dass digitale Technologien wie die Blockchain und artifizielle Intelligenz, vor allem künstliche neuronale Netze, unser Rechtssystem grundlegend verändern werden. Außerdem beschreibt er, wie eng die Arbeitstechnik des Juristen mit der Funktionsweise von Computerprogrammen und der Struktur von Algorithmen verwandt ist.
Hier geht es zum Artikel: https://bop.legal/…/FAZ-Online-Nr.-262-v.-9.11.2016-Das-Dig…

Über den richtigen Umgang mit akademischen Titeln und Adelstiteln

Regeln gelten nur für Sozialaufsteiger, formulierte eine FH-Professorin einmal in einem Interview. Wie jeder Provokation wohnt auch dieser sicher ein wahrer Kern inne. Aber nur, wer die Regeln gemeistert hat, erreicht das, was in Italien Bestandteil von sprezzatura ist: die Leichtigkeit im ungezwungenen Umgang mit anderen Menschen.

Für die Kanzlei ist die korrekte Anrede in Briefen, Emails und vor allem auch am Telefon ein Ausweis von Professionalität. Wenn schon die Ansprache von Mandanten und Geschäftspartnern nicht richtig sitzt, weckt dies Zweifel an der Perfektion der angebotenen juristischen Dienstleistung. Weiterlesen

5 Schritte zur Kanzleistrategie – Gastbeitrag von Christoph H. Vaagt

DIE ZEIT, Arbeitszufriedenheit, Christoph Vaagt, Hamburg, 21.10.13

Braucht jede Kanzlei eine Strategie? Wie kommt eine Kanzlei zu einer Strategie, die auch nachhaltig ist?  Strategie in einem wettbewerbsintensiven Markt ist nicht nur eine kurzfristige Frage von Gewinn und Verlust, sondern bedeutet vor allem auch die Fähigkeit, sich und seinen Mitarbeitern nachhaltig eine Perspektive zu bieten, also interessant zu sein für weitere Mitarbeiter und Partner. Letztlich geht es um die Sicherung der Zukunftsfähigkeit.

Im engeren Sinne ist Strategie für Kanzleien ein Lernprozess, bei dem es darauf ankommt, aus den Mandaten zu lernen, dieses Lernen in neue Angebote zu überführen, und dann neue Mandate zu gewinnen oder Bestehende besser als bisher zu bearbeiten. In gut organisierten Kanzleien mit ausreichender Teamorientierung und Kommunikation gelingt das recht gut. Herausfordernd ist es, wenn es keinen Austauschprozess gibt, oder an Bereichsgrenzen oder Dezernaten/Partnerbereiche/Fachbereiche etc. entlang keine Kommunikation möglich ist. Weiterlesen

„Legal Tech verändert Kanzleikulturen und den ganzen Anwaltsmarkt“

Johanna Busmann ist seit 1990 Anwaltstrainerin und Kanzleicoach (www.busmann-training.de). Schwerpunkte ihres Programms sind strategische und Vertriebsthemen.

Kanzleiforum veröffentlicht ab jetzt in lockerer Folge Interviews mit Frau Busmann zu verschiedenen, für Kanzleien relevanten Themen. Wir hoffen, Sie gewinnen dadurch neue Einblicke und Erkenntnisse und freuen uns über Ihre Rückmeldung!

Mit den besten Grüßen im Namen des Kanzleiforum Teams

RA Katharina Nitsch Weiterlesen

Interview mit Rechtsanwalt Dr. Jochen Theurer zum Thema Zeitmanagement

Guten Tag Herr Dr. Theurer. Fast hätte ich es nicht rechtzeitig zu unserem Interviewtermin geschafft. Sicherlich haben Sie als Autor des Buches Zeitmanagement für Juristen, das in 2. Auflage gerade erschienen ist, einen Tipp für mich, was ich zukünftig besser machen kann, um nicht völlig abgehetzt bei einem Termin zu erscheinen.

Früher losfahren und/oder ein Navi benutzen.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Zeitfresser?

Eine angeschlagene Gesundheit, ständige Unterbrechungen bei anspruchsvollen Tätigkeiten und die Überzeugung, alles selbst am besten zu können.

Reicht es aus, sich einfach vorzunehmen zielgerichteter zu arbeiten oder ist eine tiefergehende Umstellung der Arbeits- und Lebensweise notwendig?

Fast alle Zeitprobleme entstehen, weil man sich nicht traut, die sinnvollen, notwendigen und realistischen Schritte umzusetzen. Dabei tauchen nämlich regelmäßig tiefsitzende Urängste auf: Weiterlesen

Rattenzüchten in Vietnam: Was bringen kanzleieigene Anreizsysteme?

Um etwas gegen die Rattenplage in Hanoi zu tun, lobten dereinst die französischen Kolonialherren eine Fangprämie aus. Das Ergebnis war – ein Aufblühen der einheimischen Rattenzucht. Anreizsysteme, so lehrt dieses Beispiel von Rolf Dobelli, sind eine ambivalente Sache. „Menschen tun, wofür man sie belohnt“, bringt es Rechtsanwalt und Kanzleiforum-Beirat Dr. Andreas Schnee-Gronauer auf den Punkt, aber das beinhaltet eben auch eine unerwünschte Reaktion auf Fehlanreize.

Damit nicht genug: In der Kanzleientwicklung gibt es immer wieder auch solche Sozietäten, die an zentraler Stelle ganz auf Leistungsanreize verzichten. Da bedeutet dann die Bereitschaft, Managing Partner zu werden, im Wesentlichen eines: nämlich eine Mandats- und Umsatzeinbuße. Wer die Handbuchsubmissionen der Sozietät übernimmt, dem schenken die Kollegen vor allem ein weiteres: Mitleid. Beide Beispiele habe ich erst in den letzten Tagen und Wochen erlebt – und die Aufzählung lässt sich für die anwaltliche Betreuung anderer Themen mühelos fortschreiben.

Eine Herausforderung ist das nun vor allem dort, wo die Belohnung von Leistungsbeiträgen nach Umsatz bzw. Ertrag erfolgt. Schnee-Gronauer empfiehlt für diese Fälle ein „multivariates Anreizsystem“, in dem neben fakturiertem Umsatz, Deckungsbeitrag u.a. auch ein Stück des Partnerkuchens – hier: – auf Publikationen entfällt.

Was aber wäre, wenn man stattdessen Solidarität und Cross-Selling von vorneherein stärker belohnte und alle Partner nach Köpfen gleich vergütete? Oder wenigstens ein so genanntes Lockstep-System einführte, bei dem sich die Höhe der Vergütung nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit richtete? Welche weiteren Effekte erzielte man dann? Auf Ihre Erfahrungen freut sich gemeinsam mit dem gesamten Kanzleiforum-Team

Ihre

Rechtsanwältin Dr. Anette Hartung