Businesskleidung richtig tragen von Dr. Frank Lang

Über Auswahl und Kauf von Herrenmode ist schon viel geschrieben und mindestens ebenso viel rezensiert (vergleiche etwa die Besprechung des Buches „Was Mann trägt“ von Florian S. Küblbeck) worden. Aber auch für die Zeit nach Kauf gibt es einige informelle Aspekte anzumerken:

Damit der Anzug richtig sitzt

sollte er nicht nur in der richtigen Größe gekauft, sondern auch (anschließend, wenn von der Stange erworben) individuell vom Schneider angepasst werden. Etwa in der Länge der Hosenbeine: Die – leider häufig zu beobachtende – sprichwörtliche „Ziehharmonika“ unter den Waden wirkt nicht sehr gekonnt. Die Breite der Schultern sollte ebenso passen wie die Länge der Ärmel. Weiterlesen

„Legal Tech bietet neue Marktchancen und zwingt zu Innovation“

Interview (Teil 2) mit Johanna Busmann (www.busmann-training.de) für Kanzleiforum

Guten Tag, Frau Busmann. Im Januar 2017 wird in 2. Auflage Ihr Buch „Chefsache Mandantenakquisition“ erscheinen, über das wir heute erneut reden wollen.  Bei unserem ersten Gespräch  erfuhren wir etwas über Veränderung von Kanzleikulturen durch Legal Tech. Heute fragen wir Sie nach neuen Marktchancen.

Wie reagieren Mandanten eigentlich auf „Legal Tech“?

Durchweg positiv von der Hausfrau bis zum Unternehmer im Gesellschaftsrecht. Mandanten sehen ihre jahrelangen Forderungen nach kostengünstiger Rechtsberatung erfüllt; Anwälte können durch Festpreisangebote im standardisierbaren Bereich ihrer Mandate in allen  Rechtsgebieten jetzt offensiv punkten: Sie erläutern dem Interessenten schon in der Webseite, wodurch Beratungspreise und Reaktionszeiten der Kanzlei gesunken sind. Weiterlesen

Interview mit Horst Hanisch zum Thema Umgangsformen

Guten Tag Herr Hanisch. In der vergangenen Woche haben Sie unseren Leserinnen und Lesern bereits Tipps für das richtige Verhalten auf Weihnachtsfeiern gegeben. Nun freuen wir uns, dass wir uns heute allgemein zum Thema Umgangsformen unterhalten können. Sie sind Autor zahlreicher Benimm-Bücher und leiten seit 1987 Seminare zum Thema Business-Knigge. Spielen höfliche Umgangsformen heutzutage überhaupt noch eine Rolle? Können diese nicht auch schnell aufgesetzt wirken?

Einen schönen guten Tag auch Ihnen, Frau Gans.

Auch wenn es aufgrund zu beobachtender Verhaltensmuster im politischen Umfeld einiger Ländern dieser Erde nicht mehr so scheint, spielen moderne Umgangsformen nach wie vor nicht nur im privaten Umfeld, sondern auch im Berufsalltag eine wichtige Rolle. Sie sind die Grundlage für eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit und helfen, dass sich Menschen im sozialen Umfeld authentisch und stressfrei bewegen können. Gespielte Umgangsformen wirken aufgesetzt – einfach deswegen, weil sie nicht authentisch sind. Weiterlesen

Buchvorstellung: Dr. Jochen Theurer „Zeitmanagement für Juristen“ – Rezension von Johanna Busmann

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Da isser! Endlich ein Zeitmanagement-Ratgeber speziell für Anwälte, der die Zeit Wert ist, ihn zu lesen – und die Investition, ihn umzusetzen!

Endlich also ein Ratgeber,

  • dessen Zeitmanagement bereits ansetzt, BEVOR das Mandat in die Kanzlei kommt.
  • der nicht das Blaue vom Himmel und das Ende aller Zeitsorgen verspricht, da sein Erfolg allein von konsequenter, täglicher Umsetzung des Einzelnen und seines Teams abhängt.
  • der Werte ordnet statt Minuten.
  • der das eigene Denken (und nicht das Event von Außen) als hauptsächlichen Zeitdieb enttarnt.

Angepasst auf Anwaltsalltag

Der Autor ist selbst Anwalt. Er kennt die Tücken des Anwaltsalltags und beschreibt Strategien, die vor allem durch individuelle Anpassung an diesen Alltag funktionieren werden.

Attraktiv strukturiert, nämlich nach Alltags-Themen, gibt er die Möglichkeit des modulhaften Lesens. Durch Überschriften wie „Machen Sie das mal schnell fertig“ und „Das Navi durch den Tag“ signalisiert er Alltagstauglichkeit bereits im Inhaltsverzeichnis. Weiterlesen

Keine Berichterstattung in der Tagesschau – oder „ein Mord wie jeder andere“?

Normalerweise beschäftigt sich dieser Blog mit Themen rund um Kanzleiführung und -management und umgeht die Politik sowie sonstige heikle Themen weiträumig. Da Sie als unsere Leser jedoch hauptsächlich Juristen sind, möchten wir Sie heute auf eine Kolumne des C.H.BECK Autors Thomas Fischer in „Der Zeit online“ aufmerksam machen. Unter  http://bit.ly/2hvUsvr finden Sie 11 Bemerkungen eines exzellenten Strafrechtlers zu dem Thema, das momentan Deutschland bewegt, nämlich das furchtbare Verbrechen in Freiburg und der Umgang der Medien damit.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen im Namen des gesamten Kanzleiforum-Teams

RA Katharina Nitsch

Irreführende Werbung durch Hinweis auf ein „virtuelles Büro“ – Urteil des AGH Nordrhein – Westfalen

Gibt ein Rechtsanwalt auf seiner Internetseite und auf seinen Briefköpfen an, Büros an zwei unterschiedlichen Orten zu unterhalten, betreibt er seine Kanzlei tatsächlich aber nur an einem Ort, während er an dem anderen Ort – ohne vertragliche Grundlage – Bürodienstleistungen lediglich tatsächlich in Anspruch nehmen kann, handelt es sich um berufsrechtswidrige irreführende Werbung. Dies hat der Anwaltsgerichtshof des Landes Nordrhein-Westfalen mit Urteil vom 30.09.2016 entschieden (Az.: 1 AGH 49/15).

Nähere Ausführungen zu dem Urteil und den gesamten Sachverhalt finden Sie hier: http://rsw.beck.de/aktuell/meldung/agh-nordrhein-westfalen-verwendung-mehrerer-bueroanschriften-durch-rechtsanwalt-kann-irrefuehrende-werbung-sein

Marketing für Anwälte – Interview mit Frau Professor Marion Halfmann

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Liebe Frau Professor Halfmann, herzlichen Dank für Ihre Bereitschaft, sich den Fragen unserer Leser zu stellen. In Deutschland arbeiten mehr als 160.000 zugelassene Rechtsanwälte und jedes Jahr kommen viele Neuzulassungen hinzu. Aber die Nachfrage nach juristischen Dienstleistungen wächst nicht in gleichem Maße und die Konkurrenz durch fachfremde Berufsgruppen steigt. Daher ist effektives Marketing auch für Anwälte eine Notwendigkeit erfolgversprechender Kanzleiführung. Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Säulen einer schlüssigen Marketingstrategie?

Ausgangspunkt jeder funktionierenden Strategie sind zunächst klare Zielvorstellungen, die sowohl wirtschaftliche als auch nicht-wirtschaftliche Aspekte umfassen können. Soll vorrangig der Umsatz gesteigert werden, geht es darum, neue Mandantensegmente zu erreichen oder soll vielleicht die Außendarstellung verbessert werden – die Optionen sind vielfältig. Darauf aufbauend sind Informationen zusammen zu stellen, und zwar hinsichtlich der Marktposition der eigenen Kanzlei, in Bezug auf die Wettbewerber sowie die Mandantenanforderungen jeweils mit einem besonderen Blick auf das, was erreicht werden soll. Weiterlesen

Der Ruf nach einer „neuen Elite“

Vor einiger Zeit beklagte sich ein Kommentator einer großen Wochenzeitschrift über Leserzuschriften, die aus seiner Sicht neben inhaltlichen insbesondere Schwächen der Rechtschreibung und Grammatik – vor allem der Unkenntnis bei der Verwendung des Konjunktivs – aufwiesen. Als Konsequenz forderte er ein „gesundes Elitebewusstsein“ und hat nun noch einmal nachgelegt, indem er für politische Spitzenämter nicht nur Abitur, sondern auch einen Hochschulabschluss verlangt.

Wenn jenes tatsächlich die Merkmale einer gesellschaftlichen Elite sind, können wir Juristen umgehend den Finger heben: Abitur und Staatsexamina begründen die formale Qualifikation, der Umgang mit der Sprache – insbesondere dem Konjunktiv – ist uns seit Anbeginn des Studiums vertraut und damit tägliches Brot. Aber was haben einzelne Kommilitonen nicht alles angerichtet in der Vergangenheit und sind trotzdem auch nach dem Krieg noch in herausgehobener gesellschaftlicher Position tätig geblieben. Wenn dann noch publik wird, wie heute junge Juristen ticken, stellt sich ernsthaft die Frage, ob man das Etikett „Elite“ wirklich allein aufgrund einer formalen Qualifikation vergeben sollte. Weiterlesen

Der Weihnachtsfeier Knigge – von Horst Hanisch

In der Adventszeit steht in vielen Unternehmen die jährliche Weihnachtsfeier als Zeichen der Anerkennung für geleistete Arbeit an.
Viele Teilnehmer freuen sich auf die Feier und sehen darin einen Höhepunkt des Arbeitsjahres. Für andere ist diese Tradition eine Pflichtveranstaltung in der hektischen Vorweihnachtszeit. Da es so viele andere Dinge zu tun gäbe, möchten sie lieber darauf verzichten. Jeder muss selbst entscheiden wie wichtig es ihm ist, sich hier auszugrenzen und auf die Chancen zu verzichten, Kollegen und Mitarbeitern kennen zu lernen. Weiterlesen

Über die Kunst, Mandanten zu gewinnen – Interview mit Angela Hamatschek

Guten Tag Frau Hamatschek. Wir freuen uns, dass Sie uns für ein Interview für den Blog Kanzleiforum zur Verfügung stehen. Gerade in 2. Auflage erschienen ist Ihr Buch „Die Kunst, Mandanten zu gewinnen“, über das wir heute reden wollen. Früher wurde jungen Kolleginnen und Kollegen geraten, in den örtlichen Golf- und Tennisclub einzutreten. Das reiche aus, um genügend Mandanten zu gewinnen. Dem Umfang Ihres Buches mit rund 480 Seiten nach zu urteilen, kommt man mit diesem Tipp heute nicht mehr wirklich weit, oder?

Angela Hamatschek: Nein, da haben Sie recht. Die Zeiten, in denen man sich auf der grünen Wiese niederlassen konnte und einfach gewartet hat, dass die Mandanten hereinströmen, sind schon lange vorbei. Doch um die Leser zu beruhigen: Im Buch greife ich natürlich alle denkbaren Marketingmaßnahmen auf, die nicht in jeder Kanzlei in vollem Umfang umgesetzt werden. Vielmehr haben die Leser dadurch die Möglichkeit, die für ihre eigene Kanzlei passenden Bausteine zusammenzustellen. Weiterlesen