Die 5 wichtigsten Regeln zum Aufbau Ihrer Onlinepräsenz – ohne ein Vermögen für Werbung auszugeben! Beitrag von Dr. Petra Arends-Paltzer

Die Tage, in denen Mandanten durch Mundpropaganda und aus dem persönlichen Netzwerk akquiriert wurden, gehören schon heute der Vergangenheit an. Während 2005 gerade einmal 7 % einen Anwalt online gesucht haben waren es in 2015 schon 42 % – Tendenz steigend. Mit diesem geänderten Nutzerverhalten kommen neue Herausforderungen auf die Anwälte zu.

Regel Nr. 1: Sie haben nur kurze Zeit, um im Netz die Aufmerksamkeit Ihrer Mandanten zu erreichen. Versetzen Sie sich in die Situation Ihrer Wunschmandanten und erarbeiten Sie davon ausgehend eine Strategie, mit der Sie potentielle Klienten auf sich und Ihre Dienstleistung aufmerksam machen wollen. Authentizität ist dabei das A und O. Die Konsumenten haben die Initiative übernommen. Will man in Social Media überzeugen, müssen die Inhalte stimmen und authentisch sein.

Regeln Nr. 2: Nehmen Sie die neuen Medien ernst! Eine im Jahre 2016 von Thomson Reuters in den USA durchgeführte Umfrage ergab, dass 84 % der Menschen Soziale Medien nutzen. Und nicht etwa nur die Generation Millennium. 72 % der Baby-Boomer verwenden mindestens eine soziale Plattform, die am häufigsten genannte ist Facebook. Auch Ihre Mandanten informieren sich dort und auch beim Austausch von Informationen kommt den sozialen Medien eine stetig steigende Bedeutung zu. Menschen, die nach Dienstleistungen suchen, sind auf Google, Yahoo oder Anwalt.de unterwegs. Vertrauensvolle Empfehlungen holen sie sich oft von Kollegen, Investoren oder Freunden. Und noch häufiger geschieht dies in den sozialen Medien, also auf Twitter, Facebook, LinkedIn oder Instagram.

Regel Nr. 3: Recherchieren Sie im Netz Ihre Wunschmandanten. Auf welchen sozialen Netzwerken tauschen sie sich aus, welche Probleme werden dort diskutiert? Erarbeiten Sie Lösungen zu diesen Problemen. Zeigen Sie Expertise. Wenn Sie die Antwort zu Fragen haben, die Ihre Zielgruppe bewegt, werden Sie bereits als Experte wahrgenommen. Schauen Sie sich die verschiedenen Plattformen (Twitter, You Tube, Xing, LinkedIn, Facebook) an, recherchieren Sie, in welchen Gruppen, auf welchen Seiten Ihre Wunschmandanten unterwegs sind.

Regeln Nr. 4: Sie müssen dort sein, wo Ihre Mandanten sind – in den sozialen Medien. Die Transparenz der sozialen Medien stärkt Vertrauen und Loyalität. Bauen Sie Ihre Präsenz auf LinkedIn und Facebook aus. Erstellen Sie Ihre eigene Unternehmenspräsenz und kreieren einen Facebook Business Account. Potentielle Kunden schätzen Offenheit und Nähe, präsentieren Sie also auch die menschliche Seite Ihrer Kanzlei. Soziale Medien schaffen Vertrauen, hier werden Empfehlungen unter Freunden ausgesprochen und immer mehr Menschen informieren sich hier.

Regel Nr. 5: Etablieren sie ihre digitale Marke und ihre Einzigartigkeit in den sozialen Medien und betrachten sie diese als einen weiteren ‚Business Tool‘. Tauschen sie einfach das Wort ‚Social‘ mit ‚Business‘ aus und schon erscheint das digitale Netz als ein Platz, der es Ihnen ermöglicht, ihr ‚Business Network‘ aufzubauen. Richtig genutzt bauen sie in den sozialen Medien Vertrauen auf, bevor potentielle Klienten sie und ihre Kanzlei überhaupt kennengelernt haben. Eine weitere von Thomson Reuters 2016 erhobene Befragung ergab, dass 54 % aller Befragten eher einen Anwalt mit einer aktiven sozialen Präsenz aufsuchen würden. Bilden Sie Vertrauen mit Hilfe von digitalem Content Marketing, Kompetenz und ‚Story Telling‘.

Die Autorin Dr. Petra Arends-Paltzer studierte Jura in Bonn, Lausanne sowie Würzburg und hat als Beamtin, Anwältin, Syndicusanwältin, Bankerin und Projektmanagerin vornehmlich im Rechts-/Finanzumfeld gearbeitet. Seit einigen Jahren berät sie Anwälte beim Aufbau ihrer digitalen Onlinepräsenz und steuert deren Marketingkampagnen.

www.lawyer-marketing.net   p.arends-paltzer@bluewin.ch

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