Vertragsverhandlungen: eine anwaltliche Schlüsselkompetenz – Interview mit Stefanie Jung und Peter Krebs

Guten Tag Frau Professor Jung, guten Tag Herr Professor Krebs! Wir freuen uns, dass Sie uns für ein Interview für unseren Blog Kanzleiforum zur Verfügung stehen. Kommen wir gleich zu unserer ersten Frage: Ihr gemeinsames Werk „Die Vertragsverhandlung – taktische, strategische und rechtliche Elemente“ widmet sich schwerpunktmäßig der Verhandlungsführung. Wird dieses Thema – insbesondere in der juristischen – Ausbildung vernachlässigt?

In den USA bietet praktisch jede Law School Schulungen in diesem Bereich an, da Verhandlungen für Anwälte zum täglichen Geschäft gehören und Kenntnisse in diesem Bereich damit zu den Schlüsselkompetenzen eines Anwalts zählen. In Deutschland ist ein solches Angebot dagegen wohl immer noch die Ausnahme. Selbst dort, wo es existiert, reichen die angebotenen Schulungsplätze meist nur für einen Bruchteil der Studierenden. Einzig die Mediatorenausbildung enthält auch in Deutschland eigentlich immer Elemente zur Verhandlungsführung. Aufgrund des Ausbildungsmankos der deutschen Anwälte sind wir von einer größeren Kanzlei beispielsweise gebeten worden, die jüngeren Anwälte in Verhandlungsführung zu schulen. Weiterlesen

Reflexionen über den Rechtsmarkt – Beitrag von Rechtsanwalt Markus Hartung, NJW 14/2017, S. 7

Ad astra

Per aspera ad astra, durch das Raue zu den Sternen, durch die Nacht zum Licht, ursprünglich bei Seneca. Beethovens 5. Symphonie ist die Vertonung dieses Prinzips, vom dramatischen c-moll con brio im ersten Satz zum strahlenden C-Dur im Finale. Damit sind jedenfalls frühere Generationen großgeworden.

Sterne sind immer noch wichtig, auch wenn Per aspera vielleicht nicht mehr so bekannt ist. Auch im Rechtsmarkt geht es offenbar nicht mehr ohne Sterne. Denn im Internet werden Angebote mit Sternen gekennzeichnet, um dem Surfer zu signalisieren, hier könne er Qualität erwarten und vertrauen. Diese Systeme nennt man R&R, Ratings and Reviews Systems. Erstmalig verwendet von ebay im Jahre 1998, heute absoluter Standard. Weiterlesen

Was Sie über die Erbschaftsteuerreform wissen sollten…

Liebe Kolleginnen und Kollegen

sollten Sie sich mit den Änderungen zur Erbschaftsteuerreform 2016 beschäftigen, finden Sie wichtige Informationen sowie ein Videointerview mit Dr. Stephan Viskorf von Pöllath + Partners hier.

Wir wünschen informative Lektüre!

Mit den besten Grüßen im Namen des Kanzleiforum-Teams

RA Katharina Nitsch

Business-Lunch – Gut essen und dabei auch noch abnehmen. Gastbeitrag von Dr. Frank Lang

Der geplagte Sitzarbeiter hat es nicht nur zuverlässig im Rücken, sondern auch auf den Hüften, meist als Folge der zahlreichen (Frust-) Snacks mit zu vielen Kalorien aus der Büroschublade („A moment on the lips, a lifetime on the hips“). Sollen aus unserem Winterspeck wirklich Frühlingsrollen werden? Nein! Was also tun?

Ein wenig Theorie vorweg

Neben Bewegung (für Rücken und Hüften gut) wird vor allem empfohlen, richtig zu essen, um dem Übergewicht zu trotzen. Was aber bedeutet „richtig“ in diesem Zusammenhang? Um Gewicht zu verlieren und das Wunschgewicht auch zu halten finden sich unzählige Methoden. Ein aktuelles Buch hat gerade mit den in diesem Zusammenhang üblichen Mythen, falschen Heilsversprechen und Anleitungen zum Selbstbetrug aufgeräumt. Abnehmen bedeutet danach: die Summe der täglich verzehrten Kalorien muss deutlich unter den im selben Zeitraum verbrauchten liegen. Ein Kilogramm Fett hat rund 7.000 bis 9.000 kcal; jeder kann also selbst ausrechnen, wie lange ungefähr die tägliche Kalorienbilanz um welchen Wert negativ sein muss, um diese „angesparte“ Menge zu verbrennen. So einfach in der Theorie.  Weiterlesen

Umfrage zum Thema Umgang mit Mandanten

Ein guter Rechtsanwalt hat nicht nur juristische Fachkenntnisse, sondern kennt auch die Wünsche, Fragen und Nöte seiner Mandanten. Während das juristische Handwerkszeug fester Bestandteil der anwaltlichen Ausbildung ist, muss der Umgang mit Mandanten in den ersten Berufsjahren selbst erlernt werden.

Kein Wunder, dass es zu diesem Bereich viele Ansichten gibt. Mit einer Umfrage fängt der FFI-Verlag jetzt ein aktuelles Stimmungsbild zu diesem Thema ein. Worauf sollte man beim Umgang mit Mandanten achten? Was ist wichtiger: fachliche Beratung oder Engagement?

Helfen Sie mit, diese und weitere Fragen zu beantworten und unterstützen Sie den Verlag bei der Themenentwicklung zum Umgang mit Mandanten. Zur Umfrage geht es hier.

Der Rechtsfachwirt – Karrierechance für Rechtsanwaltsfachangestellte, Beitrag von Rechtsanwältin Dr. Sonja Fischer

Jahrelang gab es für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Anwalts- und Notarkanzleien, die sich nach ihrer Ausbildung zur/zum Rechtsanwalts- und/oder Notarfachangestellten noch weiterbildeten, kein einheitliches Berufsbild. Gleichzeitig wurde und wird von den Mitarbeitern in ihrer täglichen Arbeit in Rechtsanwaltskanzleien, Unternehmen, Verbänden und Behörden ein hohes Maß an rechtlichen Kenntnissen, eigenverantwortliche Organisation des Büros und Entlastung der jeweiligen Vorgesetzten erwartet. Doch ohne optimale Fortbildungsmöglichkeiten und der Möglichkeit, einen qualifizierten Abschluss zu erlangen, war dies nur schwer möglich. Diesem Missstand half der Bundesgesetzgeber mit der am 23.08.2001 erlassenen Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss „Geprüfte/r Rechtsfachwirt/in“ ab (BGBl. I, 2250). Zuständig für die Abnahme der Prüfung und für die Verleihung des staatlich geschützten Titels sind dabei die Rechtsanwaltskammern. Weiterlesen

Interview zum neuen Anti-Doping-Gesetz

Guten Tag Herr Rechtsanwalt Dr. Lehner, guten Tag Herr Professor Nolte, guten Tag Herr Professor Putzke. Wir freuen uns, dass Sie uns für ein Interview für unseren Blog Kanzleiforum zur Verfügung stehen. Kommen wir gleich zu unserer ersten Frage an Sie, Herr Dr. Lehner: Wie kam es dazu, dass Sie sich mit Sportrecht und dem Thema Anti-Doping beschäftigen?

Dr. Lehner:
Sportrecht als eigenständige Disziplin gab es während meiner Juristenausbildung in den 1970er Jahren nicht. Doping war zwar schon national und international verboten, aber – zumal in Zeiten des „Kalten Krieges“ – sowohl bei den Sportverbänden wie in der Politik auch in Deutschland eher als legitimes Erfolgsmittel begriffen.
Da gab es aber eine mutige Universitätsstadt im Süden der Republik, die sich dank eines weltweit anerkannten Wissenschaftlers des Deutschen Krebsforschungszentrums Prof. Dr. Werner Franke und seiner tapferen Ehefrau Brigitte Berendonk als erste Antidopinghochburg der Republik rüstete. Da gab es auch einen damals noch jungen Rechtsanwalt, der die allesamt zutreffenden Enthüllungen des ersten Buches von Brigitte Berendonk „Doping von der Forschung zum Betrug“ über Doping in Ost und West in, wenn ich richtig zähle, mehr als 20 Rechtsstreitigkeiten erfolgreich gegen Dopinglügner juristisch verteidigt hat. Weiterlesen

Legal-Tech als Chance? Gastbeitrag von Rechtsanwalt Peter Lotz

Wir Anwälte sehen dunkle Wolken aufziehen. Auf der einen Seite scheinen uns disruptive Plattformen in einen gnadenlosen Preiskampf zu treiben. Auf der anderen Seite übernehmen Plattformen wie geblitzt.de oder flightright.de am unteren Ende des Spektrums anwaltliche Tätigkeiten. Gleichzeitig scheinen die internationalen Großkanzleien durch Einsatz von Legal-Tech effizienter und noch wettbewerbsstärker zu werden. Sitzt der anwaltliche Mittelstand also in der Klemme? Weiterlesen

Infobrief für junge Juristen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die neue Ausgabe des Infobriefs ist da!

Erfahrene Praktiker geben neue und wichtige Tipps für junge Juristen. In dieser Ausgabe enthalten:

Sabine Jungbauer: beA-Serie Teil 2 – Die Einreichung von Schriftsätzen und deren Anlagen in elektronischer Form

Carmen Schön: Wie stelle ich fest, ob meine Kanzlei zu mir passt?
Volker Fritze: Zeugenvernehmen bei außergerichtlichen Strafverhandlungen – Darauf sollten Sie achten.
Katrin Volkmer-Jäger: Gel(i)ebte Leitbilder schaffen – Es lohnt sich von Anfang an!

Interview mit Pia Löffler: „Kanzleimarketing kostet Zeit. Aber die muss man sich nehmen.“
Interview mit Ilona Cosack: Zur MkG-Sonderausgabe „Die Wahl der ersten Anwaltssoftware“

Literaturtipps zum Download: Kurz, gut, gratis!
GratisFormular: Musterformular zur Insolvenz des Schuldners

Mit den besten Grüßen aus München

 

RA Katharina Nitsch