Wie Anwalt und Assistenz gut zusammenarbeiten – Gastbeitrag von Susanne Kleiner

Eine professionelle Assistenz unterstützt Rechtsanwälte spürbar. Versierte „Vorzimmer“ sind längst mehr als die Visitenkarte einer Kanzlei. Sie sind quasi die Schaltzentrale im Unternehmen. Impulse für eine gute Zusammenarbeit zwischen Anwälten und dem Sekretariat.

Ein starkes Team gewinnt

Wer in der Assistenz arbeitet, ist ein Teamplayer und hat Herz und Ohren am rechten Fleck. Aufmerksame Kolleginnen und Kollegen filtern auch Informelles aus Gesprächen und Telefonaten heraus. Das ist sehr häufig für die interne Kommunikation und die Mandantenbeziehungen von Vorteil. Deshalb fördern und würdigen stärkenbewusste Chefs diese Skills. Überhaupt legen versierte Führungskräfte Wert auf ein gutes Miteinander und kommunizieren respektvoll und wertschätzend. Sie begegnen ihrem Sekretariat auf Augenhöhe. Und sie sind wirklich dankbar, jemanden an ihrer Seite zu haben, der sie spürbar entlastet. Das sprechen sie aus. Und sie zeigen das auch.

Klare Kommunikation zählt

Es kommt vor, dass Assistenten und Anwälte das, was geschieht, mit anderen Augen sehen und mit anderen Ohren hören. Deshalb ist eine klare Kommunikation so richtungsweisend. Sonst schleichen sich Missverständnisse und Konflikte ein. Es empfiehlt sich, routinemäßig einen fixen Zeitpunkt zu nutzen, um elementare To-dos des Tages zu thematisieren und Wissenswertes drumherum zu erläutern. Wenn Anwälte oft dienstlich verreisen, kommen sie nicht umhin, trotzdem Transparenz zu schaffen. Die Technik macht es möglich. Stoßen neue Kollegen ins Team dazu, ist es gut, die Regeln der Zusammenarbeit explizit zu besprechen. Chefs und Mitarbeiter offenbaren, was sie voneinander erwarten und legen fest, wie die Abläufe am besten funktionieren. Das ist ein Startschuss mit Signalwirkung, der den Teamgedanken unterstreicht, der für ein vertrauliches und anspruchsvolles Miteinander entscheidend ist.

Ein Job mit Perspektive – auch für attraktive Arbeitgeber

Die „Tippse“ im klassischen Sinne hat längst ausgedient. Juristen brauchen Assistenzen, die mitdenken, vordenken und eine gute Stimmung halten. Nicht ohne Grund sind die Anforderungen an die Assistenz anspruchsvoller geworden. Dennoch kämpfen viele Kanzleien mit einem verstaubten Image und haben es mitunter schwer, gutes Personal zu rekrutieren. Deshalb gestalten attraktive Arbeitgeber diese Stellen kreativ und qualifizieren ihre Mitarbeiter auch persönlich weiter. So präsentieren sie sich am Markt als ein modernes und offenes Unternehmen, in dem vielfältige und interessante Aufgaben und Fälle ambitionierte Bewerberinnen und Bewerber begeistern.

Susanne Kleiner ist freie PR-Beraterin, Texterin, Journalistin und Mediatorin in München und kooperiert mit Rechtsanwälten als Expertin für Litigation-PR. Als Trainerin (dvct) und Coach (dvct) vermittelt sie persönliche und mediale Kommunikationskompetenz. Einen Schwerpunkt legt sie dabei auf interne und externe Kommunikation in Krisen und Konflikten. Außerdem berät sie in allen Fragen rund um die Kanzlei-PR und Markenstrategie und entwickelt Image- und Werbetexte für Online- und Printmedien.

www.susanne-kleiner.de

www.trainings-workshops-seminare.de

 

2 Antworten
  1. Sandra Heinrich
    Sandra Heinrich says:

    Gutes Personal würde leichter gefunden werden, wenn das Gehalt nicht nur knapp am Mindestlohn entlangschrappen würde. Das hätte auch zur Folge, dass das Personal auch eher gewillt wäre Fortbildungen zu absolvieren.

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  2. Michael Gottron
    Michael Gottron says:

    Eine andere Art der Unterstützung für einen Anwalt ist eine virtuelle Sekretärin, die man bei Bedarf als telefonische Unterstützung hinzuschalten kann. Somit können sich Anwalt und Assistenz auf das Wesentliche konzentrieren, da Anrufe gefiltert ankommen bzw. man einen Rückruf dann durchführen kann, wenn es zeitlich besser passt. Eine empfehlenswerte Alternative hierfür ist http://www.cloudsecretary.de

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