Konferenznews: Legal Tech, die Zukunft der Rechtsbranche und eine drohende Regulierung?

Für den ersten Aufreger der Euroforum-Legal Tech Konferenz in Berlin sorgte die Neuigkeit, dass es in Zukunft eine Aufsichtsbehörde für die digitale Rechtsberatung geben solle. Das erklärte zumindest Berlins Justizsenator Dirk Behrendt, der ab Januar eine Arbeitsgruppe der Länderjustizminister zum Thema Legal Tech leiten wird, dem Handelsblatt (HB 28.11.2017, Seite 28). Markus Hartung, der die Key Note zu der Konferenz hielt, konnte über diese Aussichten nur den Kopf schütteln. In den folgenden zwei Tagen wurde deutlich, dass die technische Entwicklung Einzug gehalten hat in deutsche Anwaltskanzleien und die Skepsis, die noch am „Deutschen Anwaltstag 2017“ vorherrschte, sich ein wenig gelegt hat.

Hervorzuheben aus Kanzleisicht sind zwei Praxisbeispiele:

  • Ratisbot, der erste deutsche Anwaltschatbot. Ratis stellt interessierten Anwälten gerne eine technische Plattform und die Infrastruktur zur Verfügung!
  • Mandanten- und Personalakquise über youtube mit dem Beispiel der Kanzlei Wilde Beuger Solmecke, die sich nebenbei mit LegalVisio eine eigene Software zur Optimierung der Organsationsabläufe geschaffen hat.

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EGB – das Standardwerk zum Thema Recht und Gesetz in Entenhausen

Entenhausen – Ort der wunderlichsten Prozesse, schrägsten Gesetze und verrücktesten Verhandlungen! In keiner Anwaltskanzlei der Gumpenstadt darf daher das EGB fehlen, das die wichtigsten Präzedenzfälle präsentiert und das Entenhausener Justizsystem genau unter die Lupe nimmt. Es ist das Standardwerk zum Thema Recht und Gesetz in Entenhausen!

Die Gumpenstadt ist der Schauplatz von zahlreichen spektakulären Prozessen und Justizdramen, bei denen nicht selten die uns wohlbekannten Einwohner im Mittelpunkt stehen. Daher wartet auf den Leser auch keine Ansammlung staubiger Paragraphen, sondern handfestes Anschauungsmaterial: Donald Duck auf der Anklagebank, Goofy als Strafverteidiger und Onkel Dagoberts beste Steuertricks. Die furiosesten Fälle und irrsten Urteile, zusammengestellt und kommentiert von Justizrat Jokus von Juxenburg.

Eine Leseprobe finden Sie hier. Wir wünschen beste Unterhaltung!

Ihr KANZLEIFORUM Team

 

 

P.S.: Sie sind auf der Suche nach weiteren Geschenkideen zum Fest? Weitere Empfehlungen finden Sie hier.

Das muss man tun, wenn man als Anwalt wirtschaftlich überleben will

Müssen sich Anwälte über kurz oder lang dem Kundenwunsch fügen und den Ausgang eines Rechtsstreits konkret prognostizieren? Hier lesen Sie einen spannenden Auszug aus dem Buch „Prozessrisikoanalyse“ von den Autoren Prof. Dr. Jörg Risse und Dr. Matthias Morawietz. 

Juristen rechnen nicht. Juristen können gar nicht rechnen! Das haben schon die alten Römer erkannt und in das geflügelte Wort des „Iudex non calculat“ umgesetzt.

Längst hat dieses Bonmot seinen Anwendungsbereich über die ursprünglich adressierten Richter hinaus erweitert und erstreckt sich auch auf Anwälte und Unternehmensjuristen.

Viele Juristen leben ganz gerne mit dem Klischee, wonach die Anwendung mathematischer Grundregeln nicht zu ihrem Pflichtenkreis gehörte. Sie betonen zwar leidenschaftlich das „Wissenschaftliche“ an der Rechtswissenschaft, doch heben sie im gleichen Atemzug hervor, die Juristerei sei nun mal keine Naturwissenschaft, weshalb das Ergebnis eines Rechtsstreits nicht mit mathematischer Genauigkeit prognostiziert werden könne.

Schon im Studium lernt der angehende Jurist, dass er in seinen Klausuren bis hin zum Examen fast jedes Ergebnis vertreten kann, wenn er es nur gut begründet. Ein objektiv „richtiges“ Ergebnis gebe es also nicht.

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Erfolgreich argumentieren: Kleine Rhetorikschule für Juristen in Neuauflage erschienen

Bereits in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts ermittelte der amerikanische Psychologe Albert Mehrabian, dass die Wirkung einer mündlich vorgetragenen Botschaft lediglich zu 7 % von ihrem Inhalt abhängt, zu 55 % jedoch von der Körpersprache und zu 38 % von der Stimme des Vortragenden. Auch wenn diese Zahlen sehr hoch gegriffen scheinen: „Daran, dass die unmittelbar-persönliche Wirkung des Redners größte Beachtung verlangt, kommen auch die Juristen nicht vorbei“, so Professor Walter in der Neuauflage seines Buches Kleine Rheotrikschule für Juristen. Reden und Argumentieren sind Grundfertigkeiten des Juristen, zugleich auch Ausweis der Kompetenz und Basis des Erfolgs.

In seinem Buch vermittelt Professor Walter auf unterhaltsame Weise, wie man mit wenigen und einfachen Mitteln klare, wirkungsvolle und gute Reden, Plädoyers, Aktenvorträge und Ansprachen hält. Von den klassischen Regeln bis zu den weniger feinen Tricks wird gezeigt, wie große Redner agieren, was eine gute Rede ausmacht, wie man sie aufbaut und welcher Mittel man sich heute bedient. Mit Beispielen aus Geschichte, Literatur und der Welt des Rechts von der Antike bis heute wird ein reichhaltiges Panorama geboten.

Damit auch Sie mit Freude erfolgreich und sicher Auftreten, finden Sie hier eine Leseprobe zum Thema Lampenfieber und Gegenmittel.

Wir wünschen anregende Lektüre!

Ihr KANZLEIFORUM Team

 

 

P.S.: Weitere Geschenkempfehlungen zum Fest haben wir für Sie hier zusammengestellt.

Hätte Jeanne d’Arc gerettet werden können? Überlegungen zu Verteidigungsstrategien

Viele Mythen ranken sich um Jeanne d’Arc, eine der bedeutendsten Frauen des Mittelalters, die noch heute in Frankreich als Nationalheldin verehrt wird. Ihr kurzes und ereignisreiches Leben endete am 30. Mai 1431 in Rouen auf dem Scheiterhaufen. Im Prozess wurde sie der Ketzerei beschuldigt und schließlich nach einem zermürbenden Verhör schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt. 

Das Buch Die Akte Jeanne d’Arc von Annette Rieck und Michael Streck ist eine Analyse dieses Prozesses aus anwaltlicher Sicht. Die Autoren untersuchen das historische Verfahren vor allem auch vor der Fragestellung, wie man die Angeklagte hätte verteidigen können. Konnte man sie überhaupt verteidigen? Hätte man eine Chance gehabt? Vermutlich ja. Aber wollte sie eine Verteidigung? Vermutlich nein: Jeanne d’Arc war voller Zuversicht, „ihre“ Heiligen würden sie retten. Das Buch weist zudem verblüffend aktuelle Bezüge auf: Es bedarf keiner Gedankenakrobatik, um vom Sieg über die Engländer in Orléans bis zum Brexit eine Linie zu ziehen.

Eine Leseprobe finden Sie hier. Wir wünschen anregende Lektüre!

Ihr KANZLEIFORUM Team

 

P.S.: Für Sie zusammengestellt haben wir noch weitere Geschenkideen zum Fest. Diese finden Sie hier.

Wie Legal Tech Anwälten unter die Arme greift: Informationen rund um das Thema im Fachportal legal-tech.de

Mit dem Stichwort „Digitalisierung“ oder „Legal Tech“ verbinden viele Juristen nach wie vor den Verlust ihrer Arbeitsplätze durch neue Technologien. Diese Vorstellung ist nicht nur pessimistisch, sondern auch zu kurz gegriffen.

Denn der Legal Tech-Markt bietet Kanzleien auch zahlreiche Hilfestellungen, mit denen Anwälte Arbeitsprozesse optimieren und die Qualität ihrer Rechtsberatung verbessern können – kurz, durch zufriedene Mandanten langfristig erfolgreicher zu werden. Weiterlesen

Traumjob Rechtsanwalt: So läuft die Bewerbung erfolgreich

Der Arbeitsmarkt für Rechtsanwälte ist eng: Waren 1950 gerade einmal 12.844 Anwälte zugelassen, ist die Zahl bis 2016 auf annähernd 164.000 gestiegen. Tendenz weiter steigend. Somit stellt sich insbesondere für junge Kolleginnen und Kollegen die Frage, wie sie den richtigen Job in der passenden Kanzlei bekommen können. Praxistaugliche Antworten darauf gibt das Buch „Die erfolgreiche Bewerbung als Rechtsanwalt“, so das Versprechen der Autorin Jana Mähl-Hupka. Im Interview gibt sie Tipps, wie sich der Traumjob auch ohne Traumnoten ergattern lässt.

Frau Mähl-Hupka, wann ist aus Ihrer Sicht der beste Zeitpunkt, sich zu bewerben? Bereits im Referendariat oder ist es sinnvoller zu warten, bis man seine Examensnote kennt?

Erfahrungsgemäß sind Bewerbungen im Referendariat immer sehr sinnvoll; gute Stationsreferendare haben oft schon am Ende des Referendariats eine Stellenzusage. Denn welcher Arbeitgeber lässt einen guten, erprobten und kanzleierfahrenen Referendar ziehen, um dann aufwendig ein kostenintensives Bewerbungsverfahren durchführen zu lassen und anschließend ggf. feststellen zu müssen, dass der Bewerber doch nicht in die Kanzlei passt?

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Legal Tech ersetzt nur, wofür man ohnehin keinen Anwalt braucht(e)

Im Buch „Legal Tech“ beschäftigt sich Markus Hartung unter anderem mit Thesen zur Zukunft der Anwaltschaft. Eine seiner fünf Thesen lautet: „Legal Technology ersetzt nur, wofür man ohnehin keinen Anwalt braucht(e)“. 

Diese These ist nicht so leicht verdaulich und weckt Widerspruch. Ist sie nicht schon dadurch widerlegt, dass es heute schon Software gibt, die das erledigt, wofür man früher (oder auch heute noch) Anwälte einsetzt?

Dass man aber spontan hadert, liegt in einer verqueren, geradezu raumgreifenden Definition der anwaltlichen Arbeit. Anwaltliche Arbeit ist das, was Anwälte tun, und Anwälte unterscheiden sich von Nicht-Anwälten durch Examina und Zulassung zur Anwaltschaft.

Aber diese rein regulatorische und statusbezogene Betrachtung hilft uns nicht weiter. Denn nicht alles, was Anwälte tun, ist auch genuine anwaltliche Arbeit. Weiterlesen

So punktet Ihre Kanzlei mit starken Medienstatements

Wer professionell mit der Presse umgeht und klare Botschaften platziert, positioniert sich als Experte für sein Rechtsgebiet und zahlt überdies in die Kanzleimarke ein. Ziehen juristische Auseinandersetzungen Kreise, helfen medienaffine Juristen dabei, die Reputation ihrer Mandanten zu schützen. Susanne Kleiner gibt Tipps und Tricks für die Praxis.

Weniger ist mehr

Versierte Anwälte bringen ihre Botschaft in ein bis drei Sätzen auf den Punkt. So vermeiden sie, dass Sequenzen aus der Originalaussage geschnitten werden. Sie sprechen klar, einfach und verständlich. Ein Gedanke, ein Satz. Juristendeutsch, Fremdwörter und Fachausdrücke gehen gar nicht. Mit Metaphern und Zahlen oder Fakten veranschaulichen sie Abstraktes.

Im Brustton der Überzeugung

Überzeugende Sprecher führen am Satzende ihre Stimme nach unten und schließen mit einer bewussten Pause ab. Sie aktivieren ihre Bruststimme und setzen ihre Körperspräche selbstsicher ein.

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Verträge rechtssicher gestalten: Leseprobe zur FormularBibliothek

Verträge zu gestalten oder bestehende anzupassen, erfordert ein hohes Maß an Voraussicht, sollen doch oftmals unterschiedliche Interessen Berücksichtigung finden.

Die FormularBibliothek | Vertragsgestaltung bietet – erstmals in einem Band – topaktuelle Muster in Kombination mit ausführlichen und besonders hochwertigen Erläuterungen für die Praxis der Vertragsgestaltung. Erfahrene Autorinnen und Autoren aus Anwaltschaft, Notariat und Justiz haben die Themen zusammengestellt, die in den wichtigsten anwaltlichen Tätigkeitsgebieten im Arbeitsalltag die entscheidende Rolle spielen. Die Bibliothek besticht durch folgende Vorteile:

  • mehr als 1.100 detaillierte Vertragsmuster aus den Kerngebieten anwaltlicher Tätigkeit – von Arbeitsrecht bis Wohnungseigentumsrecht
  • praxisnahe Einführungen helfen, juristische Probleme zu lokalisieren und sinnvolle vertragliche Formulierung zu finden
  • Checklisten verhindern das Übersehen wichtiger zu regelnder Fragen
  • Ein klarer Aufbau bietet optimalen Zugang zu den Mustern ohne langes Suchen
  • Internetanbindung mit vollständiger elektronischer Version einschließlich aller Muster und zitierter Rechtsprechung hilft bei der Vertiefung von Einzelfragen
  • Auf dem neuesten Stand – Reform des Bauvertragsrechts bereits berücksichtigt!

Überzeugen Sie sich selbst vom praktischen Nutzen anhand einer Leseprobe.