Kanzleimarketing.de: Vierte Ausgabe des eMagazins erschienen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die vierte und für 2017 letzte Ausgabe des eMagazins kanzleimarketing.de ist erscheinen! Neben relevanten Bereichen wie Online- und Empfehlungsmarketing steht dieses Mal im Mittelpunkt ein ungewöhnliches und zugleich wichtiges Thema: den Kanzleinamen. Dr. Dominik Herzog erklärt, wie er zur Benennung seiner Sozietät kam. Darüber hinaus liefert Dr. Peter Reinke als Experte für Ureber- und Medienrecht handfeste Ratschläge zum Umgang mit Bildern und Texten im Internet, um Abmahnungen zu vermeiden.

Weitere Themen sind:

  • Pia Löffler: Was soll Ihre Kanzleiwebsite können?
  • Angela Hamatschek: Prädikat Empfehlenswert – DIE entscheidende Frage
  • Peter Reinke: Urheber- und Medienrecht: Die Kanzleiwebsite – Texte und Bilder korrekt nutzen
  • Jens Schleifenbaum: Was ist Adwords und wie funktioniert das?
  • Dominik Herzog: Kanzleinamen: Warum eigentlich keine Fantasienamen?

Wir wünschen eine interessante Lektüre!

Es grüßt Sie im Namen des gesamten Kanzleiforum-Teams

RA Katharina Nitsch

Kollegen aufgepasst: Rechtliches Know-how ist kein Alleinstellungsmerkmal!

Können sich die Älteren von Ihnen an eine Zeit erinnern, in der die Welt der Juristen stärker im Umbruch war als heute? Herr LegalTech treibt sein Unwesen, sagt man, und verändert alles. Das erzählen uns zumindest diverse (kommende) Bücher, Messen, Konferenzen, Vorträge und Zeitschriften. Aber ist der Umbruch wirklich so stark? Kommt die Veränderung wirklich durch LegalTechs?

Ehrlich gesagt: Nein. Die Veränderung ist die Digitalisierung und die hat bereits vor vielen Jahren bei Ihren Kunden angefangen. Ihr Kunde – pardon „der Mandant“ – ist im Internet. Er bucht seine Maledivenreise im Internet und kauft einen individuell-ausgestatteten Tesla direkt online ein. Er bewertet Ärzte und macht online Termine bei Schönheitschirurgen (mit oder ohne Übernachtung?; Vorher noch eine Beratung?).

Die These der Anwaltschaft: Für das intime Verhältnis zwischen Rechtsanwalt und Kunde – pardon „Mandant“, welches in Wahrheit ein Verhältnis voller Unverständnis und Misstrauen ist, kann über das Internet maximal ein Blogeintrag distribuiert werden. Eine richtige Rechtsberatung kann und wird über das Internet nicht stattfinden.

Diese These ist schlichtweg falsch. Rechtliches Know-how ist heute kein Alleinstellungsmerkmal mehr und der Mandant von heute wünscht sich Service, Komfort und Qualität – in einem und sofort.

Umdenken und sich die Digitalisierung zu Nutze machen – Pionier werden

Vorangetrieben wird die Marktveränderung von Rechtsanwälten und Unternehmern mit einem LegalTech-Mindset, welches viel mehr die Fähigkeit des Umdenkens bestehender Konventionen und nicht die des Entwickelns von Software meint.

Die Strategie des Umdenkens ist mit der Gründung einer neuen Kanzlei zu vergleichen:

  1. Was ist das Produkt? (Produkt)
  2. Wie ist das Geschäftsmodell? (Strategie)
  3. Wie begeistern Sie Kunden für Ihr Produkt? (Marketing/Vertrieb)
  4. Wie hoch ist aus Sicht des Kunden die Hürde mein Produkt zu nutzen? (Prozesse)
  5. Können Sie dieses Produkt skalieren? (Prozesse, Marke)
  6. Welches Know-how benötigen Sie? (Recht)

Im Grunde fangen Sie damit an, die eigene Dienstleistung als Produkt zu sehen. Denken Sie vom Kunden her und fragen Sie sich, ob dieses Produkt profitabel abzubilden und skalierbar einzukaufen (bzw. zu akquirieren) ist. Letzteres wissen viele Rechtsanwälte über ihre eigenen Mandate nicht.

Das rechtliche Know-how als letzte Position bei einer Strategie des Umdenkens für eine Kanzlei hat einen guten Grund: Der Markt für Recht für Verbraucher interessiert sich in erster Linie für Service und Komfort. Je einfacher das Produkt zu greifen ist (z. B. vom Handy direkt nutzbar), desto eher wird ein Service erfolgreich – Beispiele flightright.de, hartz4widerspruch.de, abfindungsheld.de, geblitzt.de.

Der Einwand, all diese Rechtsdienstleister würden keine richtige Rechtsberatung erbringen, ist viel zu kurz gedacht. Alle haben zu Beginn einer software-basierten und datengetriebenen Rechtsberatung auf Produkte gesetzt, die von Kanzleien nicht profitabel abgebildet werden können. Für Mandate, die sowieso für Kanzleien profitabel sind, bleibt noch genügend Zeit.

(Stichwort Komplexität: Der größte Irrtum der Anwaltschaft ist die Tatsache, dass diese Rechtsdienstleister irgendwann an der Komplexität der Rechtsmaterie scheitern. Dieser Gedanke ist gefährlich: Jeder dieser LegalTech-Rechtsdienstleister ist in der Lage bei hochkomplexen Rechtsfällen in einen manuellen Modus zu schalten. Jeder einzelne ist so groß, dass rechtliche Expertise einfach über Legal-Outsourcing-Anbieter wie z. B. edicted.de eingekauft wird.)

Zweiter Schritt: Digital werden und den Komfort für die Kunden erhöhen!

Jede kleine und mittlere Kanzlei kann sich heute für wenig Geld eine Website aufsetzen, welche allein durch bestehende Software-as-a-Service-Anbieter so mächtig wird, dass ganze Vertriebsprozesse automatisiert werden können. Administrative Arbeit kann heute mit simpler Kenntnis über diese am Markt vorhandenen bestehenden Tools (keine Kanzleisoftware!) auf ein Mindestmaß eingeschränkt werden.

Beispiel: Die ersten 4.000 Mandate der Kanzlei rightmart wurde aus einer Google-Tabelle heraus gesteuert. Diese war über bestehende (größtenteils kostenlose) Software-Lösungen so automatisiert, dass 1.000 Dokumente und Prozesse automatisch auf Basis dieser Tabelle ausgeführt wurden. Diese Google-Tabelle war der Grundstein unseres zentralen Wissensmanagements.

Sich mit obigen Fragen zu befassen und gleichzeitig einen Überblick über bestehende Software-Lösungen und Marketingmöglichkeiten zu verschaffen, ist der Kern des Erfolgs – zumindest zukünftig. Dieses Thema aufzubrechen ist nicht einfach und erfordert viel Mut und Ehrgeiz.

Ein kleines How-to finden Sie im Kapitel über die Gründung von rightmart in Legal Tech – die Digitalisierung des Rechtsmarkts

Marco Klock ist CEO der rightmart Software GmbH in Bremen

 

Hartung / Bues / Halbleib
Legal Tech
2018, XXI, 308 S., C.H.BECK, ISBN 978-3-406-71349-1,
Preis 89,00 € inkl. MwSt.

 

 

 

Veranstaltung zu Legal Tech in Berlin: Die Zukunft der Rechtsberatung

Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Legal Tech – ein Begriff, der viele Fragen aufwirft, aber auch viele Möglichkeiten bietet. Diesem Thema kann man nicht entkommen. Informieren Sie sich jetzt, damit Sie nicht nur mitreden können, sondern die nötigen Weichen für die Zukunft in Ihrem Business stellen.

Die Euroforum Legal Tech Konferenz 2017 versorgt Sie mit dem nötigen Fachwissen, damit Sie in Zeiten der Digitalisierung zwischen Legal Tech, Blockchain, Smart Contracts und Business 4.0 den Überblick behalten.

Kommen Sie am 28. und 29. November nach Berlin, erhalten Sie wertvolle Praxisinformationen und nutzen Sie den direkten Austausch mit Experten und Kollegen.

Treffen Sie unter anderem: 
– Emilio Matthaei und Micha-Manuel Bues, Leverton
– Steffen Bunnenberg und Konstantin Bertram, LAWLIFT
– Florian Glatz, blockchain.lawyer
– Markus Hartung, Bucerius Law School
–  Kai Jacob, SAP

 

 

 

Nachdenken über den Staat – Interview mit Andreas Voßkuhle

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

„Herr Voßkuhle, welche Bedrohungen sehen Sie für unseren Staat?“  fragte Beckextra Das Magazin.

Hier finden Sie das gesamte, sehr interessante Interview.

Wir wünschen anregende Lektüre!

Mit den besten Grüßen aus München

 

 

beA-Start – Chancen für Kanzleimitarbeiter: Gastbeitrag von Viviane Schrader

Am 1. Januar 2018 geht es endlich los: Alle Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in Deutschland müssen spätestens zu diesem Zeitpunkt ihr besonderes elektronisches Anwaltspostfach („beA“) so eingerichtet haben, dass sie empfangsbereit sind (passive Nutzungspflicht). Das bedeutet, dass sie zumindest regelmäßig in das Postfach sehen müssen, um eingegangene Schriftstücke in Empfang zu nehmen. Bestenfalls wird das beA ab Januar auch zum Versenden der Gerichtspost genutzt.

beA = Schreckgespenst für viele Kanzleien
Viele Kanzleien fühlen sich von beA abgeschreckt und versuchen, die Nutzung zu vermeiden (was nicht möglich sein wird). Das beA ist jedoch kein Schreckgespenst, sondern bietet eine hervorragende Gelegenheit, die Mandatsbearbeitung modern und effizient zu gestalten und einhergehend bestehende Arbeitsabläufe in der Kanzlei zu verschlanken. Die Kommunikation mit den Mandanten wird in den meisten Kanzleien schon seit geraumer Zeit fast vollständig durch E-Mail getätigt. Warum also nicht auch die Korrespondenz mit den Gerichten in die Zukunft heben und beA schnellstmöglich einrichten?! beA muss als Chance gesehen und genutzt werden!

Vorteile von beA
Ein Vorteil liegt sofort auf der Hand: Die durch Textverarbeitungsprogramme erstellten Schreiben und Schriftsätze müssen künftig nicht mehr ausgedruckt und unterschrieben werden. Sie können direkt in eine Nachricht im beA hochgeladen und vor Versand signiert werden. Man spart den Ausdruck und die Mehrfertigung von beglaubigten und einfachen Abschriften. Dasselbe gilt für Anlagen. Diese müssen lediglich eingescannt und dann zur Nachricht hochgeladen werden. Auch hier spart man die Vervielfältigung für den Gegner.

Ebenso verfährt man mit eingehender Gerichtspost. Diese kann elektronisch archiviert und dann mittels einem normalen Mailprogramm an den Mandanten weitergeleitet werden. Es entfällt hier der Zwischenschritt, Papierpost einzuscannen, um sie an den Mandanten per E-Mail zu versenden.

Durch das Erstellen und Hochladen von Nachrichten in das beA wird auch das Umhertragen von Unterschriftenmappen unnötig.

Sind die Schriftsätze erst signiert und an das Gericht verschickt, erhält man sofort eine Eingangsbestätigung des Servers. Diese dient dem Nachweis, dass ein Schriftsatz fristgerecht eingereicht wurde. Kein banges Warten mehr am Faxgerät und auch spätabendliche Botenwege zum Nachtbriefkasten erübrigen sich hierdurch.

Der Versand der Gerichtspost über beA wird außerdem auch die Portokosten der Kanzlei senken.

beA ermöglicht (fast) papierloses Arbeiten
Die Nutzung des elektronischen Rechtsverkehrs wird in den Kanzleialltag immer mehr Einzug halten, sodass ein (fast) papierloses Arbeiten möglich sein wird. Der Vorteil, wenn die Kanzlei mittelfristig auf die vollständige elektronische Aktenführung umstellt, ist, dass hierdurch mit einem Mausklick ein schneller Überblick über alle Schriftstücke in der Akte zu erhalten ist und z. B. Sachstandsanfragen von Mandanten per Telefon augenblicklich beantwortet werden können. Zudem entfallen die physischen Akten in den Schränken und Archiven und werden die Kanzleiräume nicht mehr unnötig belasten.

beA als Chance nutzen
beA wird eine große Arbeitserleichterung für alle Kanzleimitarbeiter und auch die Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte bedeuten! Allerdings nur, wenn die Zeit bis zum 1. Januar 2018 genutzt wird, um sich über die neuen Abläufe, die notwendig sein werden für eine fehlerfreie und zufriedenstellende Nutzung, Gedanken zu machen und Testläufe in der Kanzlei zu starten. Jetzt ist noch Zeit dafür – nutzen Sie sie!

Von Viviane Schrader, Rechtsfachwirtin, zert. Personalmanagerin (DAM), Gesellschafterin der Tietje & Schrader oHG, Kanzlei-Consulting, Achim, www.tietje-schrader.de

eBroschüre Spezial: Suchmaschinenoptimierung für Rechtsanwälte

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

will man neue Mandanten über das Internet gewinnen, ist die Suchmaschinenoptimierung (SEO) der Kanzleiwebsite wichtig. Mithilfe von SEO wird die Seite von Google weit oben gelistet und so leichter von Mandanten gefunden. Mit Anwaltssuchdiensten haben Kanzleien zusätzlich die Möglichkeit, auf sich und die eigene Arbeit aufmerksam zu machen und die „Sichtbarkeit“ der eigenen Kanzleiwebsite zu verbessern.

Die eBroschüre Suchmaschinenoptimierung für Rechtsanwälte gibt Anwaltskanzleien einen neutralen Einblick in die Kniffe der Suchmaschinenoptimierung. Sie erfahren, was SEO ist, wem es nützt, was es zu beachten gilt und wie Sie neue Mandanten gewinnen.

Aus dem Inhalt:

  • Suchmaschinenoptimierung: Was man wissen sollte
  • Wie gestalte ich den Inhalt meiner Website?
  • Welche Strategie hilft mir bei der Suchmaschinenoptimierung?
  • Welche technischen Aspekte muss ich beachten?
  • Was bringen mir Anwaltssuchdienste?
  • Content-Marketing mit Anwaltssuchdiensten
  • Übersicht geeigneter Suchdienste

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen mit besten Grüßen aus München

RA Katharina Nitsch