Wer ist TOM? Kurze Beschreibung eines Traumanwalts …

Unser Beiratsmitglied Anette Schunder-Hartung hat auf der Weihnachtsfeier ihrer aHa-Kanzleireihen statt Plätzchen den optimalen Anwalt gebacken.

„TOM sieht aus wie der Weihnachtsmann. Und dabei ist er nichts weniger als unser Traumanwalt. Wir haben viele Ideen in einen Topf geworfen. Gefragt war nach optimaler Mandantenorientierung, das Ergebnis haben wir auf eine lebensgroße Pappmaché-Figur mit Rauschebart und rotem Umhang gepinnt, das Foto ist Beweis.“

TOM=Traumanwalt (T) mit Optimaler (O) Mandantenorientierung (M)

Dabei waren einige Eigenschaften unseres Traumanwalts (T) mit Optimaler (O) Mandantenorientierung (M) nicht wirklich überraschend: aktiv, initiativ im Umgang mit dem Mandanten soll er sein, außerdem analysefähig und ansprechend gekleidet. Aber: Allürenfrei, soweit möglich? Arrogant, soweit nötig? Da bekamen die Klagen vieler Dienstleister, von Vertretern der Zunft herablassend behandelt zu werden, gleich eine ganz neue Dimension. Gemeint war aber wohl vor allem eines: nämlich Durchsetzungsstärke, die aber einer fundierten Dienstleistungsorientierung nicht entgegensteht. Die erstrecke sich dann bitte auch auf das juristische Personal.

Wichtig: Emotionale Intelligenz!

Mehrfach betont haben die Kolleginnen und Kollegen TOMs emotionale Intelligenz: Einfühlsam soll er sein, sehr empathisch, sehr geduldig, gleichzeitig kreativ, neugierig und pragmatisch. TOM als zugewandter Zuhörer ließ nicht nur die Herzen der weiblichen Gäste höher schlagen. Besonders interessant ist das mit Blick auf eine weitere Tugend: TOM ist „ausbalanciert: Man muss nicht alles machen, was technisch möglich ist. Aber (es gilt) schon: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. -> Sprich Königsweg finden, Balance rauskriegen“.  TOM, ausgeschlafen wie er ist, ist nämlich auch digital und technologisch souverän und besitzt ein gutes Gespür für künstliche Intelligenz. Dass er technikaffin ist, macht ihn allerdings nicht technikhörig.

Und hier noch weitere Eigenschaften in alphabetischer Reihenfolge

Weitere Eigenschaften, in alphabetischer Folge: ansprechend gekleidet, mit dem Blick für das Wesentliche ausgestattet, erreichbar, einfach und nachvollziehbar in der Vorgehensweise aufgestellt, entlastungskompetent: Er kann den Mandanten für dessen Kerngeschäft entlasten. Experimentierfreudig, flexibel, mit gutem Auftreten und Umgangsformen gesegnet, hat immer Zeit (leiser Protest aus den Reihen). Ideenreich, informiert stets den Mandanten (Transparenz im Mandat). Von integrer Reputation, kommuniziert mit der Mandantschaft auch außerhalb des Mandats (Mandantenschreiben, Blog, Social Media…). Besitzt Vereinfachungskompetenz.

Fazit: Der Anwalt ist Dienstleister in einem Dienstleistungszyklus

Hervorheben sollte man noch die Punkte Transparenz in der Kostennote und unternehmerisches Denken. Denn: Unser TOM ist ein Dienstleister in einem Dienstleistungszyklus, und das macht ihn zu einem Anwalt, von dem auch die eigene Zunft weit mehr verlangt als nur fachliche Kompetenz. Fachlich versiert: Das war in unserer Sammlung ein Punkt unter vielen. TOM ist eine runde Persönlichkeit und alles andere als ein Pappkamerad. Mit ihm erleben wir nicht nur fröhliche Weihnachten.“

 

 

57. Münchner Steuerfachtagung, 21.03. – 22.03.2018, München

Die 57. Münchner Steuerfachtagung findet am 21. und 22. März 2018 statt.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

 

Zum Umfang mandantengerechter Beratung – Gastbeitrag von Sabrina Kuske NJW 50/2017

Ein Rechtsanwalt muss über die Voraussetzungen und Folgen eines jeden in Betracht kommenden Gewährleistungsanspruchs beraten. Unterlässt er dies, haftet er, wenn ein anderer als der geltend gemachte Anspruch vorteilhafter für den Mandanten gewesen wäre.

Das Gebot des sichersten Wegs ist wohl jedem Anwalt bekannt. Aber was bedeutet das im konkreten Fall, wenn beispielsweise bei einem Kaufvertrag mehrere Gewährleistungsansprüche parallel in Betracht kommen? Ganz grundsätzlich steht nach ständiger Rechtsprechung des BGH fest, dass ein Anwalt seinem Mandanten nicht notwendig eine vollständige rechtliche Analyse schuldet. Er muss ihm allein die Hinweise liefern, die ihm im Hinblick auf die aktuelle Situation und sein konkretes Anliegen die notwendige Entscheidungsgrundlage vermitteln. Erscheint unter mehreren rechtlich möglichen Alternativen die eine deutlich ­vorteilhafter als die andere, hat der Anwalt darauf hinzuweisen und eine entsprechende Empfehlung zu erteilen. Um beurteilen zu können, welche Handlungsoption die größten Vorteile für den Mandanten bietet, müssen die jeweiligen Rechtsfolgen der einzelnen Alternativen miteinander verglichen und mit den Handlungszielen des Mandanten abgeglichen werden (vgl. ua BGH, NJW 2007, 2485).

Rücktritt, Minderung oder Schadensersatz?

Im Fall eines Grundstückskaufvertrags können sich dabei verschiedene Fallgestaltungen ergeben. Wenn ein erworbenes Einfamilienhaus beispielsweise im Nachhinein Mängel aufweist, wird der Anwalt in der Regel mit verschiedenen Anliegen des Mandanten konfrontiert: Gegebenenfalls will der Mandant aufgrund des Ausmaßes der Mängel oder zu befürchtender Gesundheitsgefahren nicht mehr in das Haus einziehen. Oder der Mandant fragt, ob er trotz der Mängel den bald ­fälligen Kaufpreis zahlen muss. Hinzu kommt, dass der Kaufvertrag eventuell einen Gewährleistungsausschluss enthält. Wenn darüber hinaus dann noch die finanzielle Lage des Mandanten angespannt ist und er deshalb einen langwierigen Prozess vermeiden möchte, stellt sich die Frage, welche Handlungsoption seinem Kernanliegen am ehesten entspricht.

Um einen Einstieg zu finden, muss sich der Anwalt bei einem Grundstückskauf den Kaufvertrag vorlegen lassen, auch um zu prüfen, ob ein Gewährleistungsausschluss vorliegt. Unterlässt der Anwalt eine Prüfung des Kaufvertrags, handelt er pflichtwidrig (OLG Hamm, NJW-­RR 2017, 1267). Im Anschluss muss sich der Anwalt nach den Zielsetzungen seines Mandanten erkundigen. Er muss sodann die Voraussetzungen und Folgen eines jeden in Betracht kommenden Gewährleistungsanspruchs so darstellen, dass der Mandant einen Überblick über alle entscheidungserheblichen Umstände erhält. Beispielsweise muss darauf hingewiesen werden, dass Gewährleistungsansprüche nur dann in Betracht kommen, wenn der Nachweis gelingt, dass der Verkäufer entsprechende Mängel arglistig verschwiegen hat. Sofern der Kaufpreis erst nach Erkennen der Mängel fällig wird, muss der Anwalt darauf hinweisen, dass eine Nichtzahlung des Kaufpreises dazu führen könnte, dass der Verkäufer nicht unerhebliche Verzugszinsen auf den Kaufpreis geltend machen kann. Zudem darf der Notar bei ­unvollständiger Kaufpreiszahlung keinen Umschreibungsantrag stellen.

Beweisrisiken des Mandanten

In dem Fall, über den das OLG Hamm (NJW-­RR 2017, 1267) zu entscheiden hatte, bejahte der Senat eine anwaltliche Pflichtverletzung, weil der Anwalt bei einem Feuchtigkeitsschaden mit Schimmelbefall im Keller des Hauses zum Rücktritt vom Kaufvertrag riet, ohne explizit darauf hinzuweisen, dass den Mandanten die Beweislast für das Vorliegen eines arglistigen Verschweigens der Mängel durch die Verkäufer traf. Zudem habe der Anwalt nicht explizit darauf hingewiesen, dass, falls der Beweis nicht gelingt, Verzugszinsen auf den fälligen Kaufpreis zu zahlen sind. Damit fehle eine Belehrung über wesentliche Risiken, so dass der Mandant keine eigenverantwortliche Entscheidung darüber treffen konnte, ob der von ihm gewünschte Rücktritt tatsächlich das Gewährleistungsrecht war, das seinem Anliegen am besten entsprach.

Haftung bei Fehlberatung

Eine Haftung des Anwalts steht damit allerdings noch nicht fest. Der Mandant muss sich zum Nachweis eines kausalen Schadens auf ein alternatives Gewährleistungsrecht, das er statt des Rücktritts gewählt hätte, festlegen. Sofern der Kläger im Prozess vorträgt, dass er alternativ den Kaufpreis gemindert hätte, muss er beispielsweise darlegen, um welchen Betrag er konkret gemindert hätte. •

Sabrina Kuske ist Rechtsanwältin bei HDI Gerling in Köln

Mehr zum Thema Beraterhaftung finden Sie hier

18. NZA-Jahrestagung 2018, 18.-19.10.2018, Frankfurt

Die 18. NZA-Jahrestagung findet am 18. und 19. Oktober 2018 in Frankfurt statt.

Die 18. NZA-Jahrestagung wird Sie wieder über aktuellste Gesetzesänderungen und die Entwicklung im Individual- und kollektiven Arbeitsrecht informieren. Die fortschreitende Digitalisierung wird weiterhin ein großes Thema bleiben. Zudem erfahren Sie von ausgewiesenen Experten die für Ihre Praxis bedeutsame aktuelle Rechtsprechung vom EuGH bis zu den Landesarbeitsgerichten. Wir informieren Sie umfassend über Gestaltungsoptionen in verschiedenen Rechtsbereichen.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

 

„Legal Tech“ – Beschluss des LG Bielefeld zu „abfindungsheld.de“

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

da wir in unserem Blog häufig über „Legal Tech“ berichten, wollen wir Ihnen einen Hinweis auf einen Beschluss des LG Bielefeld nicht vorenthalten.

Der Vorstand des Anwaltvereins Bielefeld e.V. ist kurz nach Markteintritt des „abfindungsheld.de“ durch die massive Werbung auf das Angebot der Legal Hero GmbH aufmerksam geworden.

Es entstand der Verdacht, dass dort eine Reihe unrichtiger Aussagen bis hin zu fingierten Bewertungen enthalten sein könnten und dass zudem rechtliche Beratung beworben wurde.

Das Landgericht Bielefeld hat nun dem Legal Tech Unternehmen Legal Hero GmbH rechtswidrige Werbeaussagen bezüglich des „abfindungsheld.de“ untersagt.

Den ganzen Vorgang sowie den Beschluss des LG Bielefeld finden Sie hier im Blog der Kanzlei Dr. Stracke, Bubenzer & Partner, die den Anwaltsverein Bielefeld e.V. vertreten hat.

Mit den besten Grüßen aus München

RA Katharina Nitsch

 

ZIP-Jahrestagung zum Bank- und Kapitalmarktrecht 2018, 20.04.2018, Köln

Die ZIP-Jahrestagung zum Bank- und Kapitalmarktrecht findet am 20. April 2018 in Köln statt.

Tagungsleiter:

Prof. Dr. Tim Florstedt
RiBGH Dr. Christian Grüneberg

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

69. Deutscher Anwaltstag, 06.06. – 08.06.2018, Mannheim

Der 69. Deutsche Anwaltstag findet vom 6. bis 8. Juni 2018 inmitten der Metropolregion Rhein-Neckar in Mannheim statt. Das Motto des Deutschen Anwaltstags 2018 lautet: „Fehlerkultur in der Rechtspflege“.

Der Deutsche Anwaltstag ist die bundesweite Tagung der Anwaltschaft, die sich beruflichen und rechtspolitischen Themen widmet. Er führt jährlich Anwaltschaft, Justiz, Politik, Wissenschaft und Presse zu einem gesellschaftlichen und rechts- und berufspolitischen Austausch zusammen und ist darüber hinaus eine der größten anwaltlichen Fortbildungsveranstaltungen überhaupt.

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Deutscher Steuerberaterkongress 2018, 14.05. – 15.05.2018, Berlin

Der Deutsche Steuerberaterkongress 2018 findet am 14. und 15. Mai in Berlin statt.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

 

41. Deutscher Steuerberatertag, 7.10. – 9.10.2018, Bonn

Der 41. Deutsche Steuerberatertag findet vom 7. bis 9. Oktober 2018 in Bonn statt. Die Online Anmeldung zum Steuerberatertag öffnet im Mai 2018.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

 

2. Münchener Immobilienrechtstag, 15.06.2018, München

Der 2. Münchener Immobilienrechtstag findet am 15. Juni 2018 in München statt.

Mit dem Münchener Immobilienrechtstag bieten wir ein Forum zum ausführlichen Erfahrungsaustausch, kontroversen Diskussionen und erstklassiger Fortbildung im Bereich des Immobilienrechts. Neben Richtern des Bundesgerichtshofs referieren und diskutieren Praktiker und praxisnah vortragende Wissenschaftler aktuelle Fragen, Entwicklungen und Trends. Sie erhalten wertvolle Informationen aus erster Hand und können den fachlichen Austausch zudem nutzen, um Ihr Netzwerk zu erweitern.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.