Kanzleivision

Kanzleigründung II – das richtige Gründungskonzept

Ist eine Kanzleivision zufriedenstellend formuliert, geht es in einem zweiten Schritt darum, die Planungsarbeiten sorgfältig umzusetzen. Hier ist es zu Beginn wichtig, ein Gründungskonzept nebst Businesskonzept zu erstellen. Welche Elemente diese unbedingt enthalten sollten, weiß Dr. Geertje Tutschka, Autorin des Buches Kanzleigründung und Kanzleimanagement.

Frau Dr. Tutschka, was ist Ihrer Erfahrung nach unverzichtbarer Bestandteil eines Businessplans? Weiterlesen

beA-Neustart: Countdown zur Wiederinbetriebnahme beschlossen

Der beA-Neustart ist fix: Auf einer außerordentlichen Präsidentenkonferenz der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) am 27.06.2018 haben die Präsidentinnen und Präsidenten der 28 Rechtsanwaltskammern mehrheitlich entschieden, das beA in einem zweistufigen Prozess wieder in Betrieb zu nehmen.

Sie schlossen sich damit einer Empfehlung des BRAK-Präsidiums an, die gemeinsam mit dem Abschlussgutachten der Firma secunet an die Kammern übermittelt worden war. Weiterlesen

STP Legal Innovation Award 2018: Die Gewinner

Am 21. Juni 2018 wurde im Rahmen der 9. STP-Fachtagung im Grandhotel Schloss Bensberg, Bergisch Gladbach, erstmalig die Auszeichnung zum STP Legal Innovation Award durch die STP Informationstechnologie AG verliehen.

Der STP Legal Innovation Award wird in drei Kategorien vergeben: Produkt, Prozess und Special.

Wir gratulieren den Gewinnern des STP Legal Innovation Awards sehr herzlich!

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Neue Ausgabe MkG u.a. mit Tipps für das Kanzleimarketing mit Instagram

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die neueste Ausgabe des Fachinfodienstes MkG – mit kollegialen Grüßen – gibt dieses Mal wertvolle Tipps für die ersten Berufsjahre als Anwalt. In Ressorts wie News & aktuelle Rechtsprechung, RVG & Co. oder Legal Tech & Digitalisierung bereichern auch multimediale Inhalte wie Videos und Podcasts die Beiträge der Fachautoren.

In dieser Ausgabe lesen Sie:
Interview mit Philipp Wendt, neuer Hauptgeschäftsführer des DAV: „Deutsche Anwaltsauskunft soll moderner werden“
Katharina Miller: Von einem der schönsten Berufe für Frauen: Rechtsanwältin
Interview mit Dr. Christoph Kurzböck: So haben wir die DSGVO umgesetzt
Jana Narloch: So bereiten Sie Ihren Mandanten auf eine mündliche Verhandlung vor
Sabine Jungbauer: Vergleich über nicht rechts-anhängige Ansprüche
Tim Hendrik Walter: Instagram für Juristen
Videos: Zu Besuch in der Kanzlei Dreber und Faber: Was macht eine Anwaltspersönlichkeit aus?

 

 

 

Mit besten Grüßen aus München

RA Katharina Nitsch

 

 

Nach beA-Pannen: Ab 4. Juli soll der Neustart beginnen – was Sie jetzt wissen müssen

+++ Update 28.06. +++ Die Entscheidung für das beA-Comeback ist gefallen. Die Fristen wurden bestätigt.

Neustart beim besonderen elektronischen Anwaltspostfach (beA)! Ab dem 04. Juli 2018 soll der nächste – diesmal pannenfreie – Versuch beginnen. Das empfiehlt zumindest BRAK-Präsident Ekkehart Schäfer. Die Präsidentenkonferenz soll den Vorschlag auf einer außerordentlichen Präsidentenkonferenz am 27. Juni 2018. absegnen.

Die Etappenziele stehen bereits fest. Zunächst soll die Client Security zum Download und zur Installation bereitgestellt werden. Ab diesem Zeitpunkt soll auch die Erstregistrierung möglich sein. Für jene Anwälte, die sich noch nicht registriert haben. Das erklärt die BRAK in einer Pressemitteilung von Mittwochabend.

„Verschlüsselungskonzept bietet hinreichenden Schutz“

Die Postfächer sollen ab dem 03. September 2018 wieder freigegeben werden. Damit würde die passive Nutzungspflicht des beA beginnen. (Ausführliches zum beA-Fahrplan finden Sie hier.)

Grundlage für die Entscheidung der BRAK ist das Abschlussgutachten der Firma secunet Security Networks AG.

Im 90-seitigen Dokument heißt es unter anderem:

„Grundsätzlich ist das beA ein geeignetes System zur vertraulichen Kommunikation im elektronischen Rechtsverkehr. Das Verschlüsselungskonzept bietet technisch gesehen einen hinreichenden Schutz für die Vertraulichkeit der vom beA übermittelten Nachrichten. Nicht tragbare Risiken, die noch bestehen, können beseitigt werden und sind teilweise auch schon beseitigt worden. Die erneute Inbetriebnahme ist bei Beachtung der folgenden Empfehlungen aus sicherheitstechnischer Sicht möglich.“

Die Gutachter listen über 50 Schwachstellen auf. Sie bewerten sogar über ein Dutzend dieser Punkte als „betriebsbehindernd“. Allerdings: Diese Schwachstellen sollen bis zur Wiederinbetriebnahme beseitigt werden, verspricht BRAK-Präsident Schäfer.

Das ausführliche Gutachten können Sie hier herunterladen.

Abschlussgutachten downloaden

 

Mehr zur Zukunft des elektronischen Rechtsverkehrs lesen Sie übrigens in diesem Kanzleiforum-Beitrag.

Kanzleigründung I: Lohnt sich das überhaupt noch?

165.000 Anwälte sind aktuell in Deutschland zugelassen. Die Zahl der Anwaltszulassungen hat sich damit seit 1990 verdreifacht. Kamen 1950 noch circa fünftausend Einwohner auf einen Anwalt, sind es heute nur noch circa fünfhundert. Angesichts dieser Zahlen drängt sich die Frage auf, ob sich eine Kanzleigründung heute überhaupt noch lohnt.

Dr. Geertje Tutschka, Anwältin und Autorin des Buches Kanzleigründung und Kanzleimanagement hat sich intensiv mit dieser Frage beschäftigt und beantwortet sie nach wie vor mit einem beherzten „Ja“. Welche Gründe sie zu dieser Einschätzung bewogen haben, wollten wir von ihr selbst wissen und haben sie beim Deutschen Anwaltstag getroffen.

Geertje Tutschka im Interview

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Erbrecht 2.0: Diese Checkliste sollten Anwälte für die Beratung kennen

Die Digitalisierung der Gesellschaft nimmt rasant zu. Das hat natürlich nicht nur Auswirkungen für die Zukunft der Anwaltschaft – sondern auch für die einzelnen Rechtsgebiete. Konkret auch für das Erbrecht.

„Spätestens seit dem Urteil des Kammergerichts vom 31.5.2017,3 wonach den Erben grundsätzlich kein Anspruch auf Zugang zu einem Facebook-Account des Erblassers zustehe, sollte dem digitalen Nachlass im Rahmen der Nachfolgeplanung (…) erhöhte Aufmerksamkeit zukommen.“ Das schreibt Rechtsanwalt Biermann in der neuen Auflage vom Münchener Anwaltshandbuch Erbrecht (C.H.BECK).

Erbrecht 2.0: Regelungen für digitalen Nachlass treffen

Doch es geht hier längst nicht nur um soziale Netzwerke wie Facebook & Co. Biermann betont völlig zu Recht, dass in der heutigen Zeit Geschäftsbeziehungen teilweise ausschließlich elektronisch geführt werden. Manche Vertragsdokumente wie auch Rechnungen werden häufig nur noch per E-Mail versandt. Daher käme der „zeitnahen Konstituierung des digitalen Nachlasses eine erhebliche Bedeutung zu“, bilanziert Biermann.

Hier finden Sie eine kostenlose Checkliste zum Umgang mit dem Erbrecht in der Beratung:

Eine ausführliche Darstellung des zunehmend wichtigen Themas finden Sie im MAH Erbrecht (5. Auflage, 2018).

 

Münchener Anwaltshandbuch Erbrecht
2018, LIX, 2412 S., C.H.BECK, ISBN 978-3-406-70864-0,
Preis 199,00 € inkl. MwSt.

LateralCareer – die neue Matching-Plattform für erfahrene Wirtschaftsjuristen

LateralCareer ist eine neue, automatisierte Matching-Plattform, die spezialisiert ist auf die Vermittlung von Wirtschaftsanwälten/innen und Unternehmensjuristen/innen mit Berufserfahrung (sog. Laterals). Großer Wert wird dabei auf bestmögliche gegenseitige Transparenz hinsichtlich der Bedingungen der angebotenen Position einerseits und der Erfahrungen und Stärken der Kandidaten andererseits gelegt. Die Kandidaten bleiben zunächst vollständig anonym und können nach Erhalt aller entscheidungserheblichen Job-Daten entscheiden, ob der interessierte Arbeitgeber Ihre Identität sehen soll.

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Büro

Weshalb Anwälte verbindliche Ziele fürchten

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Anwälte agieren auch heute noch im Führungsbereich ständisch. Sinnreiche und vielfach erfolgreich erprobte Managementansätze treffen oft auf Vertreter eines Berufs, die in Kategorien von

  • individuellen Privilegien,
  • einer falsch verstandenen Selbstbestimmung („Wir sind alle Individualisten“) und einem
  • durch universitäre Ausbildung geförderten Primadonnentum

denken und handeln.

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Kanzleiforum auf dem Deutschen Anwaltstag

Der Deutsche Anwaltstag fand in der 69. Auflage dieses Jahr vom 6. bis 8. Juni in Mannheim statt. Auch wir waren vor Ort und haben uns über das Thema „Fehlerkultur in der Rechtspflege“ informiert.

Besonders eindrucksvoll war der Vortrag von Flugkapitän Robert Schröder zur Fehlerkultur in der Luftfahrt – insbesondere die Erkenntnis, dass nur die ausgeprägte Fehlerkultur in der Branche die Luftfahrt so sicher macht. Denn „bei jedem einzelnen Flug passiert ein Fehler“, so der Referent, und nur die genaue Aufarbeitung garantiert das hohe Sicherheitsniveau. Wir finden, auch Kanzleien könnten sich von dieser Idee inspirieren lassen. Weiterlesen