Nach beA-Pannen: Ab 4. Juli soll der Neustart beginnen – was Sie jetzt wissen müssen

+++ Update 28.06. +++ Die Entscheidung für das beA-Comeback ist gefallen. Die Fristen wurden bestätigt.

Neustart beim besonderen elektronischen Anwaltspostfach (beA)! Ab dem 04. Juli 2018 soll der nächste – diesmal pannenfreie – Versuch beginnen. Das empfiehlt zumindest BRAK-Präsident Ekkehart Schäfer. Die Präsidentenkonferenz soll den Vorschlag auf einer außerordentlichen Präsidentenkonferenz am 27. Juni 2018. absegnen.

Die Etappenziele stehen bereits fest. Zunächst soll die Client Security zum Download und zur Installation bereitgestellt werden. Ab diesem Zeitpunkt soll auch die Erstregistrierung möglich sein. Für jene Anwälte, die sich noch nicht registriert haben. Das erklärt die BRAK in einer Pressemitteilung von Mittwochabend.

„Verschlüsselungskonzept bietet hinreichenden Schutz“

Die Postfächer sollen ab dem 03. September 2018 wieder freigegeben werden. Damit würde die passive Nutzungspflicht des beA beginnen. (Ausführliches zum beA-Fahrplan finden Sie hier.)

Grundlage für die Entscheidung der BRAK ist das Abschlussgutachten der Firma secunet Security Networks AG.

Im 90-seitigen Dokument heißt es unter anderem:

„Grundsätzlich ist das beA ein geeignetes System zur vertraulichen Kommunikation im elektronischen Rechtsverkehr. Das Verschlüsselungskonzept bietet technisch gesehen einen hinreichenden Schutz für die Vertraulichkeit der vom beA übermittelten Nachrichten. Nicht tragbare Risiken, die noch bestehen, können beseitigt werden und sind teilweise auch schon beseitigt worden. Die erneute Inbetriebnahme ist bei Beachtung der folgenden Empfehlungen aus sicherheitstechnischer Sicht möglich.“

Die Gutachter listen über 50 Schwachstellen auf. Sie bewerten sogar über ein Dutzend dieser Punkte als „betriebsbehindernd“. Allerdings: Diese Schwachstellen sollen bis zur Wiederinbetriebnahme beseitigt werden, verspricht BRAK-Präsident Schäfer.

Das ausführliche Gutachten können Sie hier herunterladen.

Abschlussgutachten downloaden

 

Mehr zur Zukunft des elektronischen Rechtsverkehrs lesen Sie übrigens in diesem Kanzleiforum-Beitrag.