Qualität

SEHE ICH RECHT? – Rezension von Ilona Cosack

Philipp Heinisch ist Jurist. Im Nachwort erzählt er, dass er viel lieber, wie sein Vater, Maler geworden wäre. Er ordnete sich jedoch der Vernunft unter und wurde zunächst Anwalt. Zwanzig Jahre lang war er als Strafverteidiger tätig, bis im klar wurde, dass der Verfassungsschutz ihn ausspioniert. Das hat sein Leben verändert und er stellte sich das erste Mal die Frage: „Sehe ich R/recht?“.

Den Rechtsstaat und die gesellschaftlichen Tendenzen, die ihm schaden, hält Heinisch in seinen Karikaturen und Bildern fest. Auch der 70. Deutsche Anwaltstag in Leipzig widmete sich dem Rechtsstaat unter der Überschrift „Rechtsstaat leben“. Philipp Heinisch zeichnete dort live.

Mit seinem neuesten Buch „SEHE ICH RECHT?“ zeichnet Heinisch in schwarz-weiß und in Farbe in 22 Kapiteln und hebt in § 1 „Wie alles anfing“ die Wichtigkeit von § 1 BGB hervor: Was, wenn es nicht im Gesetz stünde, – wäre dann der kleine Mensch rechtlos?

Fazit: Spannend und faszinierend, gut auf den Punkt gebracht. Ein Buch, das jede Juristin und jeden Juristen erfreut, nachdenklich macht und sich lohnt, immer wieder in die Hand genommen zu werden. Man kann darin schmökern und wird schmunzeln. Ein wunderbares Geschenk zu jeder Gelegenheit. Nicht nur 3-Sterne sondern mindestens 5 Sterne wert!

 

 

Ilona Cosack führt seit 1998 ABC AnwaltsBeratung Cosack, ein unabhängiges Beratungsunternehmen für Rechtsanwälte und Notare

 

 

Heinisch
Sehe ich Recht?
Belletristik/Humor/Cartoons/Comics
2018, 208 Seiten
Hardcover € 29,90
Schaltzeit Verlag ISBN 978-3-946972-28-0

 

 

Philipp Heinisch, Maler, Zeichner, Karikaturist ist ursprünglich Jurist und war 20 Jahre hauptsächlich Strafverteidiger. Er  hat als grafisch künstlerischer Begleiter der Justiz in fast 40 Jahren in über 100 Ausstellungen bis hin zum EuGH das Bild von Juristen mitgeprägt. Mit Präsentationen bei Juristentagen oder Anwaltstagen vermittelt er, dass der Rechtsstaat nur gelingen kann, wenn Justiz mit Herz und Verstand praktiziert wird. Die Karikatur liefert dazu die Anschauung: Wie es ist, wenn es beim Juristen, aus welchen Gründen auch immer, schief läuft. Er regt damit konstruktiv das Nachdenken über den Juristenstand an, – sei er in der Ausbildung oder voll im Berufsleben. Mehr auf www.kunstundjustiz.de.

 

 

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren: