Rechtskommunikationsgipfel in München

Vor einer großen Anzahl interessierter Zuhörer wurde heute Vormittag der Rechtskommunikationsgipfel in München eröffnet. Spannende Impulse sollen von der Veranstaltung ausgehen. Den gesamten Tag über halten verschiedene Referenten Vorträge rund um das Thema Rechtskommunikation.

Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden drängende Fragen, wie z.B. die Krisen-PR nach einer Cyber-Attacke in Zeiten der DS-GVO (Martin Wohlrabe) oder das Thema Compliance (Sebastian Rudolph, Bilfinger). Journalisten geben Einblicke in die Folgen investigativer Arbeit (Angela Maier, Manager Magazin bzw. Ingrid Schmitz, WDR) und Kanzeleivertreter informieren darüber, was sie von der Kommunikation internationaler Institutionen gelernt haben (Rolf Benders, Freshfields Bruckhaus Deringer) bzw. wie sie die Herausforderungen des medialen Wandels angenommen haben (Andrea Stahl, Gleiss Lutz ).

Mit herzlichen Grüßen

RA Katharina Nitsch

Ticketverlosung für die LEGAL ®EVOLUTION Expo & Congress 2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die LEGAL ®EVOLUTION ist Europas wegweisende Kongressmesse für die gesamte Wirtschaftskanzlei, Rechtsabteilung und Compliance-Abteilung – dieses Jahr mit ca. 1.100 Teilnehmern, 80 Ausstellern und Partnern, 40 Vorträgen und 8 Panels, 15 Workshops, 80 Coachings und dem neuen Legal World Café.   Weiterlesen

Justitia

Bucerius CLP Herbsttagung 2019: Managed Legal Services

In diesem Jahr wird sich die Herbsttagung des Bucerius CLP mit dem Thema „Managed Legal Services“ befassen. Wirtschaftsberatende Kanzleien erweitern ihre Geschäftsmodelle „rund um den rechtlichen Kern“ mit neuen Dienstleistungen und standardisierten Services, um die wachsende Nachfrage von Inhouse-Abteilungen nach Lösungen für immer komplexer werdende Problemstellungen zu bedienen. Aber: Die Big4 und nicht-anwaltliche Dienstleister machen ihnen dabei massiv Konkurrenz. Wie fällt die Antwort der Kanzleien aus?

Wir interviewen zu diesem Thema Prof. Dr. Klaus-Stefan Hohenstatt, Direktor des Bucerius Center on the Legal Profession.

Gibt es eine Perspektive für die „klassische“ Rechtsberatung oder wird sie immer weiter zurückgedrängt werden?

Es wird mit Sicherheit immer Segmente des Rechtsmarkts geben, in denen die „klassische“ Rechtsberatung weiter Bestand hat – vor allem dort, wo der Rechtsanwalt als „Feinmechaniker“ gefragt ist, um die individuell beste Lösung für einen mehr oder weniger komplexen Einzelfall zu erarbeiten. Das kann sowohl „Alltagsmandate“ als auch die Beratung in einer besonders innovativen Transaktionsstruktur betreffen. Rechtsberatung beinhaltet aber zu einem großen Anteil Vorgänge und Prozesse, die massenhaft vorkommen und ohne Weiteres standardisiert und effizienzgetrieben gemanaged werden können – auch wenn das viele Anwälte noch nicht wahrhaben möchten. In diesem Bereich wird immer weniger Platz sein für die „Anwaltsmanufaktur“. Legal-Tech-basierte managed legal services werden sich hier breit machen –als Bestandteil der Strategie von Anwaltskanzleien und als autonomes Angebot (relativ) neuer Markteilnehmer.

Wie verändert Managed Legal Services den Charakter und die Qualität rechtlicher Beratung?

Die Veränderungen werden einschneidend sein – vieles davon findet längst statt. Es ist schon seit Jahren Praxis, dass Unternehmen z.B. große Ausschnitte ihrer forensischen Mandate als Paket vergeben, insbesondere im Consumer-Bereich. Um diese Arbeit haben sich bisher zumeist klassische Anwaltskanzleien beworben. Jetzt konkurrieren sie mit neuen Wettbewerbern, die sich auf dieses Geschäft fokussieren und mit erheblichen Effizienzgewinnen werben können. Die Qualität der Beratung wird in dieser „neuen Welt“ vielleicht nicht dieselbe sein – in vielen Bereichen ist den Unternehmen aber letztlich Kosteneffizienz wichtiger als 110%ige Qualität. Auf den Feldern, auf die es den Mandanten strategisch wirklich ankommt, können sie ja weiterhin die anwaltlichen „Feinmechaniker“ beauftragen, von denen ich vorhin sprach.

Was bedeutet das für kleine und mittlere Kanzleien?

Die geschilderte Entwicklung betrifft alle Kanzleien – alle müssen ihre Strategie auf den Prüfstand stellen. Kleinere Einheiten können sich durch Spezialisierung und moderne Formen der Leistungserbringung ebenso fit machen für die „neue Welt“ wie große Sozietäten.

Haben Sie Empfehlungen für Kanzleien, wie Sie sich in Zukunft aufstellen sollen?

Alle Partner bzw. Kanzleimanager werden sich die Frage vorlegen, wie zukunftsfähig ihr Geschäftsmodell ist. In der Regel kennen Anwälte genau die Bereiche, in denen der klassische Beratungsansatz langfristig nicht tragen wird. Dort muss man sich fragen: Lässt sich das durch den Einsatz moderner Technologien lösen und/oder durch effizientere Arbeitsprozesse? Oder muss man sich demnächst von diesen Mandaten lösen? Und kann man neue Beratungsprodukte entwickeln, die nicht ohne Weiteres von „Effizienzanbietern“ übernommen werden können?

Und wie steuern die Rechtsabteilungen, die sich im „Legal Management“ derzeit selbst fit machen, diesen Prozess?

Die Rechtsabteilungen stehen vor genau denselben Herausforderungen. Sie spüren den Druck des Vorstands, die internen Strukturen effizienter und innovativer zu gestalten. Das gilt natürlich auch für die Mandatsvergabe. Die Rechtsabteilungen werden zunehmend darauf achten, dass ihre Rechtsberater Qualität und Effizienz optimal kombinieren. Das muss kein „Gegeneinander“ sein. Es gibt derzeit viele Ebenen, auf denen sich Mandanten und Kanzleien über Legal Tech und Legal Project Management austauschen und voneinander lernen. Lohnt sich aus Ihrer Sicht noch ein klassisches Jura Studium mit zwei Staatsexamen?

Absolut – jedenfalls so lange der Gesetzgeber am „Einheitsjuristen“ festhält. Legal Tech und Legal Process Management machen den Rechtsmarkt nicht weniger attraktiv – im Gegenteil. Die Dynamik der Entwicklung, die jetzt endlich auch den Rechtsmarkt erfasst hat, wirkt auf den juristischen Nachwuchs eher beflügelnd. Und an spannenden juristischen Herausforderungen wird es auch in Zukunft nicht mangeln – es kommen täglich neue hinzu!

 

 

 

Prof. Dr. Klaus-Stefan Hohenstatt, Direktor des Bucerius Center on the Legal Profession und Partner bei Freshfields Bruckhaus Deringer

 

 

 

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Was erwarten Studierende eigentlich von einem Arbeitgeber? Welches Gehalt finden sie angemessen? Durch welche Medien kann man Studierende als Berufseinsteiger_innen überhaupt ansprechen? Das und vieles mehr sind die Fragen, die der Trend-Report beantwortet.
„Es ist in diesem Jahr bemerkenswert, dass das Thema der Arbeitgeber in vielen Branchen präsenter denn je erscheint, so auch unter den Nachwuchsjuristen“, schreibt Robindro Ullah vom Trendence Institut.  Mit über 3.100 befragten Nachwuchsjuristen, darunter Studenten, Referendare und junge Volljuristen, bringt Trendence ihre bis dato größte Law-Studie heraus. In der langjährigen Historie der Studie wollten sich nie zuvor so viele zum Thema Arbeitgeberattraktivität äußern.

Hier gehts zum Trendence Absolventenbarometer.

Übrigens: sollten Sie auf der Suche nach exzellenten Nachwuchsjuristen sein, dann besuchen Sie den neuen BECK-BEWERBER-TAG 2020, der am 23.4.2020 im Literaturhaus in München stattfinden wird. Hier begegnen Sie den besten Juristinnen und Juristen von morgen und können Sie sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren!

 

 

 

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Warum ist das Thema Benchmarking für Steuerkanzleien so aktuell?

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