Steuerberatung 4.0 – Strategien zur Zukunftssicherung

Die Steuerberatungsbranche sieht sich einem tiefgreifenden Wandel gegenüber. Digitalisierung und Automatisierung, der drohende Wegfall der Steuerberatervergütungsverordnung, die Öffnung des deutschen Steuerberatungsmarktes für ausländische Berater und der mögliche Wegfall der Kapitalbindung werden zu sinkenden Umsätzen führen. Wer auch in Zukunft erfolgreich sein will, wird seine Kanzlei strategisch ausrichten, unternehmerischer denken und besser organisiert sein müssen.

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Die Zukunft der deutschen Kanzlei-EDV liegt in der Cloud

Die künftige digitale Anwaltskanzlei erfordert einen neuen Typ von Kanzlei-EDV. Die heute typische PC-Netzwerk-Kanzlei-EDV ist ausgelegt als additives Werkzeug zur Papier-Organisation. Soll die Elektronik anstelle des Papiers die zentrale, alleinige Grundlage der anwaltlichen Kanzlei-Existenz sein, sind weitergehende Überlegungen zur elektronischen Kanzleiorganisation anzustellen.

Vorteile der Papierakte: Sie ist jederzeit verfügbar, es sei denn eine Naturkatastrophe tritt ein!

Bei der digitalen Kanzlei fällt der existentiell entscheidende Vorteil der Papierakte weg: Die jederzeitige Verfügbarkeit. Auch wenn wir in der Praxis oft und ausgiebig, zuweilen ergebnislos, eine Akte suchen, ist doch der Aktenbestand als Gesamtheit eine beruhigende Existenzgrundlage, dem – außer dem seltenen Fall von Naturkatastrophen oder Feuer (unabwendbar, daher Wiedereinsetzung) – nichts etwas anhaben kann. Weiterlesen

beA-Neustart: Countdown zur Wiederinbetriebnahme beschlossen

Der beA-Neustart ist fix: Auf einer außerordentlichen Präsidentenkonferenz der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) am 27.06.2018 haben die Präsidentinnen und Präsidenten der 28 Rechtsanwaltskammern mehrheitlich entschieden, das beA in einem zweistufigen Prozess wieder in Betrieb zu nehmen.

Sie schlossen sich damit einer Empfehlung des BRAK-Präsidiums an, die gemeinsam mit dem Abschlussgutachten der Firma secunet an die Kammern übermittelt worden war. Weiterlesen

STP Legal Innovation Award 2018: Die Gewinner

Am 21. Juni 2018 wurde im Rahmen der 9. STP-Fachtagung im Grandhotel Schloss Bensberg, Bergisch Gladbach, erstmalig die Auszeichnung zum STP Legal Innovation Award durch die STP Informationstechnologie AG verliehen. 

Der STP Legal Innovation Award wird in drei Kategorien vergeben: Produkt, Prozess und Special.

Wir gratulieren den Gewinnern des STP Legal Innovation Awards sehr herzlich!

In der Kategorie „Produkt“:

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Nach beA-Pannen: Ab 4. Juli soll der Neustart beginnen – was Sie jetzt wissen müssen

+++ Update 28.06. +++ Die Entscheidung für das beA-Comeback ist gefallen. Die Fristen wurden bestätigt.

Neustart beim besonderen elektronischen Anwaltspostfach (beA)! Ab dem 04. Juli 2018 soll der nächste – diesmal pannenfreie – Versuch beginnen. Das empfiehlt zumindest BRAK-Präsident Ekkehart Schäfer. Die Präsidentenkonferenz soll den Vorschlag auf einer außerordentlichen Präsidentenkonferenz am 27. Juni 2018. absegnen.

Die Etappenziele stehen bereits fest. Zunächst soll die Client Security zum Download und zur Installation bereitgestellt werden. Ab diesem Zeitpunkt soll auch die Erstregistrierung möglich sein. Für jene Anwälte, die sich noch nicht registriert haben. Das erklärt die BRAK in einer Pressemitteilung von Mittwochabend. Weiterlesen

Erbrecht 2.0: Diese Checkliste sollten Anwälte für die Beratung kennen

Die Digitalisierung der Gesellschaft nimmt rasant zu. Das hat natürlich nicht nur Auswirkungen für die Zukunft der Anwaltschaft – sondern auch für die einzelnen Rechtsgebiete. Konkret auch für das Erbrecht.

„Spätestens seit dem Urteil des Kammergerichts vom 31.5.2017,3 wonach den Erben grundsätzlich kein Anspruch auf Zugang zu einem Facebook-Account des Erblassers zustehe, sollte dem digitalen Nachlass im Rahmen der Nachfolgeplanung (…) erhöhte Aufmerksamkeit zukommen.“ Das schreibt Rechtsanwalt Biermann in der neuen Auflage vom Münchener Anwaltshandbuch Erbrecht (C.H.BECK). Weiterlesen

Klagelos – Ist die Rechtspflege in der Krise?

Tobias Freudenberg ist Rechtsanwalt und Schriftleiter der NJW, Frankfurt a. M. und schreibt in der NJW regelmässig Kolumnen rund um „Rechtsgeschichten“. Diesen Beitrag finden Sie in der NJW , 1-2/2018, Seite 7

Steht der Zivilprozess vor dem Aus?

Schaut man auf die nackten Zahlen, drängen sich diese Fragen auf. Die Eingänge bei den Zivilgerichten gehen seit Jahren stark zurück. ­Genauer gesagt: Sie brechen regelrecht ein. Jedes Jahr erreichen sie neue Tiefststände.

Die Gründe für den massiven Schwund sind unklar. Richterbund und Anwaltverein fordern gemeinsam, den Abwärtstrend wissenschaftlich zu untersuchen. Andere sind in der Ursachenanalyse schonungsloser. Offensichtlich sind die rechtsuchenden Bürger mit dem Angebot, das der Staat ihnen macht, nicht zufrieden, sagen sie. Weiterlesen

Teilungsversteigerung während der Trennungszeit – Anmerkung zur Entscheidung des OLG Hamburg vom 28.07.2017

Für die Verhinderung der von einem Ehegatten nach Trennung angestrebten Teilungsversteigerung des im Miteigentum der Eheleute stehenden Familienheims gibt es verschiedene rechtliche Ansatzpunkte. Macht der Miteigentumsanteil des Versteigerungswilligen sein ganzes oder nahezu ganzes Vermögen aus und wird die Ehe im gesetzlichen Güterstand geführt, geht ohne Einwilligung des anderen ohnehin nichts (§ 1365 BGB). Greift diese Vorschrift nicht, können im Einzelfall § 749 II BGB (bei vereinbartem Ausschluss der Aufhebung der Gemeinschaft), § 1353 I S. 2 BGB (Pflicht zur Rücksichtnahme bei der Durchsetzung vermögensrechtlicher Interessen), bei ganz besonderen Fallgestaltungen § 242 BGB (Rechtsmissbrauch) helfen. Einen zeitlichen Aufschub der Teilungsversteigerung kann der ihr Widersprechende erreichen, wenn die Voraussetzungen des § 180 II bzw. III ZVG (überwiegende temporäre Interessen des Versteigerungsunwilligen, Stichwort: Versteigerung „zur Unzeit“, bzw. Gefährdung des Wohls gemeinsamer Kinder), in Extremfällen die des § 765a ZPO (sittenwidrige Härte, insbesondere Suizidgefahr) vorliegen. Weiterlesen