Neue Spielregeln für Bauvorhaben – Interview mit Professor Stefan Leupertz über das neue Bauvertragsrecht

Das private Baurecht steckt voller Tücken. Anstatt Parkett schnell noch Fliesen verlegen lassen oder gleich eine ganze Etage aufstocken? Dazu eine detaillierte Baubeschreibung und ein Recht auf Widerruf? Fest steht: Ab Januar 2018 gilt ein neues Bauvertragsrecht. Zahlreiche Vorschriften im BGB werden geändert beziehungsweise neu eingeführt. Auch einige Vertragstypen kommen hinzu. Einen Überblick über die wichtigsten Änderungen gibt der Präsident des Deutschen Baugerichtstags und ehemalige BGH-Richter Professor Stefan Leupertz im Interview.

Herr Leupertz, warum eigentlich ein neues Bauvertragsrecht?
Bauvertragsrecht war bisher Werkvertragsrecht, das seit 1896 mit nahezu unveränderten Regelungen in gleicher Weise für Schuhreparaturen wie für die Errichtung eines Flughafens galt. Es liegt auf der Hand, dass die sich rasant entwickelnde Komplexität des Baugeschehens Sonderregeln braucht, die zumindest Leitgedanken für die Gestaltung und Abwicklung von Bauvertragsverhältnissen enthalten. So gesehen war die Schaffung eines eigenständigen Bauvertragsrechts lange überfällig. Über die letzten Jahrzehnte hat sich die Branche mit der VOB/B über Wasser gehalten, die solche Spezialregelungen enthält. Die VOB/B ist allerdings nicht mehr als eine Allgemeine Geschäftsbedingung, die schon deshalb nicht geeignet ist, die virulente Lücke zu schließen, die das Gesetz für Bauverträge lässt.

Dem Bundesjustizministerium zufolge steht der Verbraucherschutz bei der Reform im Vordergrund. Stimmt das?
Die jetzige Regierungskoalition hat mit der Verabschiedung des neuen Bauvertragsrechts letztlich eine Initiative der Vorgängerregierung fortgeführt, die laut Koalitionsvertrag angetreten war, das Bauvertragsrecht aus dem Gesichtspunkt des Verbraucherschutzes zu renovieren. Dementsprechend steckt in dem neuen Gesetz einiges an Verbraucherschutz, angefangen von der Neueinführung eines Widerrufsrechts für private Besteller von Bauleistungen bis zu strengen Regeln für aussagekräftige Baubeschreibungen bei Verbraucherbauverträgen. Der Regelungsbereich der meisten neuen Verbraucherschutzregeln ist allerdings überschaubar, weil sie nur solche Verträge mit privaten Bestellern umfassen, welche die Errichtung eines komplett neuen Gebäudes aus einer Hand betreffen. Der gesamte Bereich handwerklicher Bauleistungen fällt nicht darunter. Deshalb ist es ein wenig Augenwischerei, wenn die Politik den Verbraucherschutz derart in den Mittelpunkt ihrer Bewertung des Gesetzes rückt. Die Kernpunkte der Reform sind eigentlich andere.

Welche?
Es ging dem Gesetzgeber von Anfang an ganz allgemein um die Schaffung austarierter Spielregeln für die Abwicklung von Bauvorhaben. Hierbei hat er sich von zwei Grundgedanken leiten lassen: Die gesetzlichen Bestimmungen für Bauverträge müssen so konzipiert sein, dass die Baustelle im Streit um die nachträgliche Anpassung des Vertrages nicht an Produktivität verliert oder gar völlig still fällt. Darüber hinaus muss die Liquidität des vorleistungspflichtigen Unternehmers gesichert sein. So hat sich ein Dreiklang ergeben, der ein einseitiges Anordnungsrecht des Bestellers und eine daran anknüpfende Anpassung der Vertragspreise vorsieht. Weil beides in der Praxis oft Quell für endlose Streitigkeiten mit desaströsen Auswirkungen auf den Fortgang der Baumaßnahme ist, hat der Gesetzgeber – drittens – vorgesehen, dass solche Streitigkeiten ganz rasch und vorläufig bindend durch eine gerichtliche Eilentscheidung in Form einer einstweiligen Verfügung erledigt werden. Weiterhin wurden ein eigenständiges Vertragsrecht für Architekten und Ingenieure sowie ein gesondertes Bauträgerrecht geschaffen.

Bleiben wir zunächst beim Anordnungsrecht des Bestellers. Was beinhaltet dieses?
Es geht um die Frage, ob und wenn ja, unter welchen Umständen der Besteller berechtigt sein soll, bereits getroffene vertragliche Absprachen zum geschuldeten Leistungsumfang einseitig zu verändern. Ein solches einseitiges Leistungsbestimmungsrecht, dessen vertragliche Vereinbarung das Gesetz in § 315 BGB auch jetzt schon gestattet und das über Klauseln in §§ 1 Abs. 3 und 1 Abs. 4 VOB/B fester Bestandteil unserer bauvertraglichen Praxis ist, wird nun gemäß § 650b BGB n. F. als gesetzliches Anordnungsrecht des Bestellers etwas anders als bisher ausgestaltet. Es gilt – stark verkürzt: Der Besteller darf ohne Einschränkung solche Leistungen anordnen, die für den vertraglich vereinbarten, funktionalen Bauerfolg von Anfang an erforderlich, aber nicht ausgeschrieben und verpreist waren. Demgegenüber steht ihm ein Recht zur einseitigen Veränderung jenes funktionalen Bauerfolgs, etwa weil das vom Unternehmer zu bauende Bürogebäude ein Stockwerk mehr haben soll als nach dem Ausgangsvertrag vorgesehen, nur zu, wenn dieser Eingriff dem Unternehmer zumutbar ist. Über die Definition und Ausgestaltung des Anordnungsrechts sowie den unbestimmten Rechtsbegriff der Zumutbarkeit ist bereits im Vorfeld viel gestritten worden. Dementsprechend werden die Gerichte sicher einige Zeit brauchen, um einigermaßen belastbare Leitlinien für eine klare, kalkulierbare Anwendung dieses Anordnungsrechts zu entwickeln.

Das klingt nach viel Konfliktpotenzial…
In der Tat. Dennoch geht der Gesetzgeber davon aus, dass die Parteien einvernehmlich entscheiden werden, ob und zu welchen Konditionen der Auftragnehmer bisher nicht verpreisten Mehraufwand betreiben soll. Für diese Einigung haben sie 30 Tage Zeit, gerechnet ab dem Zugang des Änderungsverlangens des Bestellers beim Unternehmer. Erst dann darf der Besteller die Änderung einseitig anordnen. Darin liegt meines Erachtens ein Webfehler des Regelwerks, der leicht dazu führen kann, dass die Baustelle nur deshalb 30 Tage nicht oder nicht wie vorgesehen betrieben wird, weil die Parteien über die Ausführung zusätzlich erforderlicher oder geänderter Leistungen streiten und der Besteller grundsätzlich 30 Tage warten muss, bis er eine entsprechende Anordnung erteilen kann. Einigungswillige Parteien brauchen diesen gesetzlichen Einigungsanreiz nicht, der vielmehr leicht in sein Gegenteil verkehrt und mit dem Druckmittel Zeit für Bauverzögerungen genutzt werden kann.

Kommen wir zum zweiten Kernpunkt, der Möglichkeit zur Preisanpassung…
Auch das ist eigentlich nichts Neues. Es ist doch klar, dass der Unternehmer, der infolge einer Anordnung des Bestellers mehr Aufwand betreiben muss, eine zusätzliche Vergütung erhält. Wirklich neu an der gesetzlichen Regelung in § 650c BGB n. F. ist die Bemessung dieses Mehrvergütungsanspruchs, der nicht mehr – wie unter dem Regime der VOB/B bisher üblich – nach den im Ausgangsvertrag kalkulierten Preisen, sondern nach den tatsächlich erforderlichen Ist- Kosten berechnet wird. Das ist ein echter Paradigmenwechsel, der freilich durch eine widerlegbare Vermutung abgeschwächt wird, dass die vom Unternehmer kalkulierten Preise den tatsächlich erforderlichen Kosten entsprechen. Diese Regelung, die allerdings im Detail viele Tücken beinhaltet, bedeutet faktisch das Ende spekulativ kalkulierter Baupreise.

Trotzdem ist doch sicherlich auch an dieser Stelle Streit vorprogrammiert, oder?
Natürlich. Und hier liegt der eigentlich Knackpunkt des Gesetzes. Wenn die Parteien sich nicht über Anordnung und Preisanpassung einigen, muss es einen neutralen Dritten geben, der im Interesse eines ungestörten Bauablaufs und zur Sicherung der Liquidität des Unternehmers diese Entscheidungen rasch trifft. Nach viel Hin und Her hat der Gesetzgeber schließlich in § 650c BGB n. F. auf das andernorts bewährte Mittel einer einstweiligen Verfügung zurückgegriffen. Ich befürchte allerdings, dass die Gerichte damit überfordert sein werden. Aber warten wir erst einmal ab. Viel dramatischer ist eine andere Neureglung, die es dem Unternehmer aus dem Gesichtspunkt der Liquiditätssicherung gestattet, 80 % seines Nachtragsangebots als Abschlagsforderung anzusetzen. Das ist eine kaum nachvollziehbare Einladung zur Geltendmachung überhöhter Nachtragsforderungen, die mit der ursprünglichen Intention des Gesetzes nur schwer in Einklang zu bringen ist.

Vielleicht noch ein Wort zu dem von Ihnen erwähnten neuen Vertragsrecht für Architekten und Ingenieure sowie dem neuen Bauträgerrecht. Worum geht es dabei?
Beim Gesetzgeber hat sich nach langen Beratungen die Erkenntnis durchgesetzt, dass die vertraglichen Beziehungen zwischen Bauherren und Architekten/Ingenieuren Gesetzmäßigkeiten unterliegen, die nicht ohne weiteres dem allgemeinen Bauvertragsrecht zugeordnet werden können. Er hat deshalb einen eigenständigen Vertragstyp »Architekten- und Ingenieurvertrag« mit einer neuen Definition der vertragstypischen Leistungspflichten der Architekten und Ingenieure und einigen weiteren Sonderregelungen geschaffen, welche die zunehmend bedrohliche Haftungssituation für diese Berufsgruppe etwas entschärfen sollen. So gibt es künftig einen gesetzlichen Anspruch der Architekten und Ingenieure auf Teilabnahme ihrer Leistungen, sobald das letzte Ausführungsgewerk abgenommen ist; sie sollen erst dann auf Schadensersatz für Mängel des Bauwerks in Anspruch genommen werden können, wenn der Besteller zuvor erfolglos versucht hat, den ebenfalls für jenen Baumangel verantwortlichen Unternehmer zur Nacherfüllung zu veranlassen. Den Bauträgervertrag sieht der Gesetzgeber ebenfalls als eigenständigen Vertragstyp. Allerdings ist bisher kaum mehr als die Definition des Bauträgervertrags selbst vorhanden. Das Bundesjustizministerium arbeitet an substanziellen Sonderregelungen, die in der nächsten Legislaturperiode verabschiedet werden sollen.
Halten Sie die Reform für gelungen, oder sehen Sie heute schon Nachbesserungsbedarf?
Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich ein großer Befürworter der Gesetzesinitiative war und bin. Allein, dass es nun ein gesetzliches Bauvertragsrecht mit Sonderreglungen für die Architekten und Ingenieure sowie für den Bauträgervertrag gibt, ist ein riesiger Fortschritt. Aber auch inhaltlich kann ich trotz mancher Schwächen im Detail mit dem neuen Gesetz gut leben. Meines Erachtens wird der Gesetzgeber bei dem Thema Eilentscheidung nacharbeiten müssen; der Architektenvertrag und der Bauträgervertrag sind bisher nur rudimentär geregelt. Da ist für die nächste Legislatur nachsitzen eingeplant.
Vielen Dank für das Gespräch.

Professor Stefan Leupertz ist Schiedsrichter, Schlichter und Adjudikator in nationalen wie inter-nationalen Bau- und Anlagebausachen. Zugleich ist er Präsident des Deutschen Baugerichtstags und Honorarprofessor an der TU Dortmund. Zuvor arbeitete Leupertz vier Jahre als BGH-Richter in Karlsruhe. Zudem war er Mitglied der Arbeitsgruppe Bauvertragsrecht im Bundesjustizministerium. Bekannt ist Stefan Leupertz auch als Mitherausgeber und Autor zahlreicher Publikationen, darunter der Kommentar »Leupertz/Preussner/Sienz, Das neue Bauvertragsrecht«, der bei C.H.BECK erscheint.

Dieses Interview stammt aus „Beckextra Das Magazin“, S. 11 – 13

Innovative Kanzleigründungen – Gastbeitrag von Claudia Schieblon

Das Jurastudium ist ein langes und intensives Studium. Danach gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, wie man ins Berufsleben starten kann – eine davon ist selbst eine Kanzlei zu gründen. Doch erfüllt dieser Weg wirklich die großen Hoffnungen mancher Kanzleigründer von eigenverantwortlichem Arbeiten, echter Work-Life-Balance und gutem Einkommen? Und wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen um zu starten?

Laut einer Untersuchung des Soldan Instituts* wagen 28 Prozent der Berufseinsteiger direkt nach dem Studium den Weg in die Selbständigkeit. Viele gründen jedoch erst später und so liegt der Anteil der Anwälte bei Kanzleigründern mit bis zu acht Jahren Berufserfahrung schon bei 44,5 Prozent.

Auch Dr. Max Peiffer hat sich nach einigen Jahren Erfahrung in deutschen und internationalen Großkanzleien mit seinem Partner unter dem Namen „Assmann Peiffer“ in München selbständig gemacht. Sein Rat: „Es ist durchaus ein Startvorteil wenn man ein paar Jahre in einer etablierten Kanzlei gearbeitet hat und mit einigen guten Referenzen im Gepäck den Sprung in die Selbständigkeit wagt.“

Allgemeinkanzlei oder Spezialisierung?

Doch wie stellen Kanzleigründer ihr Angebot auf? Laut der erwähnten Untersuchung des Soldan Instituts starten 43 Prozent als Allgemeinkanzlei, bei Gründern einer allein geführten Kanzlei sind dies sogar 49 Prozent.

Kann man hier von einem Start aufgrund einer tollen Geschäftsidee reden? In den meisten Fällen wohl nicht. Die Ausrichtung der Kanzlei auf bestimmte Rechtsthemen, Branchen, Mandantengruppen oder auch Regionen ist vielversprechender, wie nicht allein erfolgreiche Beispiele zeigen.

Rebecca Mohr hat sich nach sechs Jahren Berufstätigkeit und Spezialisierung als Fachanwältin für Medizinrecht in Berlin selbständig gemacht. Ihr Fokus liegt ausschließlich auf der rechtlichen Beratung von medizinischen Leistungserbringern, also Ärzten, Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Zuvor hat sie den Markt gründlich analysiert. Neben der fachlichen Spezialisierung ist ihr Plus die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit mit ihren Mandanten. „Meine Mandanten wollen in der Regel keine juristischen Romane – das Ergebnis zählt. Sie bekommen von mir fachliche Expertise ohne den üblichen Anwaltsduktus.“, so die Gründerin.

Eine genaue Analyse der eigenen Stärken, des Marktes und die Entwicklung eines Geschäftsplans sind unabdingbare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Existenzgründung. Ideal ist es, wenn man bereits Kontakte zu Wunschmandanten hat, mit denen man die eigene Gründungsidee diskutieren kann. Findet man dabei eine klar abgegrenzte und kaum besetzte Nische, die glaubhaft zu den Themen passt, mit denen man sich bereits beschäftigt hatte, heißt es Durchzustarten.

Mit Branding punkten

Um für den Start die nötige Aufmerksamkeit zu bekommen, braucht man ein klares Erscheinungsbild. Das ist die Sprache der Werber und meint, dass Name, Logo, Slogan, Web-Auftritt usw. zur Geschäftsidee und zu den Gründerpersönlichkeiten passen müssen.

„Führend im Energiemarkt“ – mit dieser Leitidee hat es Assmann Peiffer geschafft, sich in dem stark wandelnden Energiemarkt als Boutique-Kanzlei für deren Rechtsthemen zu positionieren. Die Gründungspartner haben eine mutige Vision und entsprechend dazu ein modernes Branding entwickelt, das auch zu ihrer Zielgruppe passt.

Für das Design sollte man sich unbedingt eine gute Agentur mit ins Boot holen, da auch jeder Laie die Unterschiede zu selbst gestricktem Design sofort sieht.

Doch neben der Ausrichtung auf bestimmte Zielgruppen gibt es weitere Möglichkeiten, sich von Wettbewerbern abzugrenzen. So haben die Gründer von Pier 11 in Hamburg einen ganz anderen Weg gewählt. Sie entwickelten ein Honorarmodell, das sich am Mehrwert ihrer Leistung für den Mandanten ausrichtet und als Alternative zur Stundenabrechnung bei der anwaltlichen Beratung angeboten wird. Bei diesem Modell legt die Kanzlei das Honorar zu Beginn fest und schafft Planungssicherheit für den Mandanten. Ohne Erfahrung klappt das allerdings nicht. „Wir haben vor unserem Start in Wirtschaftskanzleien bzw. Rechtsabteilungen gearbeitet und können abschätzen, welchen Umfang bestimmte Beratungsmandate haben. Ohne das ginge es nicht.“, so Dr. Oliver Rossbach, einer der drei Gründer von Pier 11.

Selbständig arbeiten = immer und ständig arbeiten?

Laut der Untersuchung des Soldan Instituts ist die hohe Arbeitsbelastung eines der größten Probleme von Kanzleigründern. Gerade Anwälte, die alleine arbeiten, haben oft niemanden, dem sie Arbeit abgeben können oder der sie vertreten kann, wenn sie mal im Urlaub oder aber krank sind. Ein „Plan B“ ist da wichtig, um Mandanten zu halten, wenn man mal nicht sofort antworten kann.

Rebecca Mohr arbeitet alleine, mit einem Of Counsel als Begleiter. Trotz Selbständigkeit hat sie Familienzuwachs bekommen; ihre Kinder sind erst ein und drei Jahre alt. Das klappt nur mit einer robusten Physis, Humor und einem modernen Ehemann, denn für eine längere Auszeit war bei beiden Geburten keine rechte Zeit. Trotz des hohen Leistungspensums ist sie zufrieden. „Ich verliere meine beiden kleinen Söhne aber auch mich und mein Unternehmen nicht aus den Augen. Ich lebe intensiv und manchmal ist es anstrengend. Aber es ist der Weg, den ich gewählt habe und der mich glücklich macht.“, so Rebecca Mohr.

Auszeichnungen für Kanzleigründer

Beispiele erfolgreicher Kanzleigründungen zeigen die Preisträger in der Kategorie „Newcomer“ bei den PMN Management Awards. Diese werden von einer hochkarätigen Jury vergeben und zeichnen innovative Geschäftsmodelle im Markt der wirtschaftsberatenden Kanzleien aus. Kanzleigründer, die maximal drei Jahre am Markt sind, können sich bewerben. Die Preisträger waren meist Kanzleien, die sich auf die juristische Beratung einer Rechtsthematik oder einer Branche spezialisiert haben. In diesem Jahr sind drei Kanzleien nominiert, die jeweils klare Positionierungen herausgearbeitet haben: Bluedex, Lupp + Partner sowie Novacos. Sie alle arbeiten in Teams. Wer den ersten Preis holt, wird bei der PMN Award Gala im September verkündet. Ein Benchmark für Kanzleigründer sind die drei Kanzleien allemal.

*Quelle: Kilian, Matthias (Soldan Institut für Anwaltsmanagement): „Die junge Anwaltschaft: Ausbildung, Berufseinstieg und Berufskarrieren“, Deutscher Anwaltverlag 2014

Claudia Schieblon, Leitung Professional Management Network (PMN), www.pm-network.net

Interview mit Rechtsanwalt Dr. Thomas Troidl

beck-shop.de: Guten Tag Herr Rechtsanwalt Dr. Troidl. Wir freuen uns, dass Sie uns zu einem Interview für unseren Blog Kanzleiforum zur Verfügung stehen. Kommen wir gleich zu unserer ersten Frage: Wen es nach Abschluss des Referendariats nicht in den Staatsdienst zieht, sondern sich als Anwalt/Anwältin zulässt, hat meistens die klassischen Rechtsgebiete wie Arbeits-, Familien- oder Wirtschaftsrecht im Blick. Sich auf Verwaltungsrecht zu spezialisieren, liegt nicht unbedingt auf der Hand. Warum entdeckten Sie diesen Bereich für sich?

Dr. Thomas Troidl: Vielen Dank zunächst für die Einladung zum Gespräch.

Sie haben recht: das Verwaltungsrecht ist in Studium und Referendariat eine eher unbeliebte Materie, vielleicht weil man immer in zwei Gesetzbücher hineinschauen muss: eins für das Bundes- und eins für das Landesrecht.

Ich bin mit dieser Materie aufgewachsen: Mein Vater war Amtsleiter in der Kämmerei von Regensburg, mein Onkel Verwaltungsrichter. Ich kam im Referendariat in die Kanzlei Schlachter und Kollegen, in der mein Vorgänger einen Nachfolger suchte. Also wählte ich auch mein Promotionsthema im Verwaltungsrecht, nämlich im kommunalen Unternehmensrecht, und suchte mir als Wahlfach das Wirtschaftsverwaltungsrecht aus.

beck-shop.de: Zu dem auch das Gewerberecht gehört.

Dr. Thomas Troidl: Das Gewerberecht ist sozusagen die Mutter des Wirtschaftsverwaltungsrechts und die Gewerbeordnung der Vater einer Fülle von Gewerbegesetzen, für deren Erlass nicht erst seit der sog. Föderalismusreform nicht mehr allein der Bund die Gesetzgebungskompetenz besitzt, sondern über weite Strecken die Länder zuständig sind (z.B. im Gaststättenrecht, Ladenschlussrecht, Glücksspielrecht). Rechtsakte der Europäischen Union und Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs bewirken zunehmend eine Globalisierung des Gewerberechts.

beck-shop.de: Wie sieht ein „typisches“ Mandat aus dem Gewerberecht aus?

Dr. Thomas Troidl: Gewerbetreibende gehen meist erst spät zum Rechtsanwalt, weil sie in der Regel Unternehmer sind und davon ausgehen, selbst mit den Behörden fertig zu werden. Wenn sie sich also zu anwaltlicher Beratung und Vertretung entschließen, geht es oft schon um Existenzen, zum Beispiel beim Entzug einer Fahrschulerlaubnis.

beck-shop.de: Macht Ihnen das Angst oder Spaß?

Dr. Thomas Troidl: Ich freue mich immer, wenn ich Menschen helfen kann. Beim Verwaltungsrecht im Allgemeinen und Gewerberecht im Besonderen sind natürlich sehr schnell Grundrechte tangiert, denken Sie nur an Stichworte wie Gewerbeuntersagung und Betriebsschließung. Das können komplexe Konfliktlagen sein, die behutsam aufgelöst werden müssen.

beck-shop.de: Welche Rolle spielt hierbei die Bürokratie?

Dr. Thomas Troidl: Bürokratie gibt es natürlich auch im Gewerberecht, und nicht zu knapp! Nehmen Sie als Beispiel eine Spielhalle: Bis Sie die betreiben dürfen, brauchen Sie eine Lizenz für die Automaten (damit das keine Betrugsmaschinen sind), eine Baugenehmigung (damit es genügend Stellplätze und Fluchtwege gibt), eine gewerberechtliche Erlaubnis (damit keine unzuverlässigen Betreiber am Markt sind) und eine glücksspielrechtliche Konzession (damit nicht Profit aus Spielsucht geschlagen wird). Das hat sicher alles seine Berechtigung, besonders übersichtlich ist es nicht.

Das Beispiel zeigt auch, dass das Gewerberecht zahlreiche Bezüge zu anderen Rechtsgebieten aus dem Öffentlichen Recht aufweist: Zum Baurecht und Umweltrecht, zum Immissionsschutzrecht und Gaststättenrecht, nicht zuletzt schließlich, wie gesagt, zum Verfassungsrecht.

beck-shop.de: Würden Sie neu zugelassenen Kolleginnen und Kollegen empfehlen, sich auf dieses Rechtsgebiet zu spezialisieren?

Dr. Thomas Troidl: Das kommt darauf an (lacht). Man muss wahrscheinlich schon eine Ader dafür haben, es braucht schon Beharrlichkeit und nicht minder viel Sinn für Humor. Andererseits kommt Bürokratie nicht so schnell aus der Mode. Das ist schon noch eine Nische. Als ich vor fast 20 Jahren mit diesem Thema angefangen habe, gab es in Regensburg und Umland eine Handvoll Kanzleien, die sich auf Verwaltungsrecht spezialisiert hatten. Recht viel mehr sind auch heute noch nicht auf dem Markt. Dabei steht in Regensburg das Verwaltungsgericht für zwei Regierungsbezirke, Oberpfalz und Niederbayern.

beck-shop.de: Ist es wichtig in einem interdisziplinären Team zu arbeiten oder beantworten Sie alle sich ergebenden Fragen, z.B. auch im Mietrecht oder Arbeitsrecht, selbst?

Dr. Thomas Troidl: Gegenfrage: Wissen Sie, wo das Arbeitszeugnis geregelt ist? In der Gewerbeordnung! § 109. Da sehen Sie schon wieder, welche Bedeutung dieses Gesetz für unsere Wirtschaftsordnung hat – immerhin ist es eines der ältesten Gesetze, das wir noch haben, erlassen wurde die Gewerbeordnung vor fast 150 Jahren, im Jahr 1869 vom Norddeutschen Bund.

Gleichwohl haben wir für solche Fragen natürlich einen Fachanwalt für Arbeitsrecht in der Kanzlei, Rechtsanwalt Dr. Matthias Ruckdäschel. Wenn es um die Anmietung von Gewerberäumen geht, kann Kollegin Hermelinde Fröhler-Schlachter als Fachanwältin für Miet- und Wohnungseigentumsrecht helfen; für das gewerbliche Immobilienrecht im Übrigen steht Rechtsanwalt Wolfgang Schlachter, der Sohn des Gründers unserer Kanzlei, als Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht zur Verfügung. Die Kanzlei Schlachter und Kollegen ist seit über 60 Jahren auf das Grundstücksrecht spezialisiert, das hatte immer auch einen starken Bezug zum Gewerberecht.

beck-shop: Im Fachverlag WALHALLA ist soeben der Kommentar zum „Aktuellen Gewerberecht“ erschienen, den Sie herausgeben. Können Sie kurz etwas zum Inhalt und Anliegen des Werkes sagen?

Dr. Thomas Troidl: Sozusagen zum 150. Geburtstag der Gewerbeordnung hat es sich der WALHALLA Fachverlag zur Aufgabe gemacht, eine moderne, aktuelle und praxistaugliche Kommentierung herauszugeben. Neben den einschlägigen Rechtsgrundlagen und Arbeitshilfen startet das Werk mit einer Kommentierung der wichtigsten Vorschriften der Gewerbeordnung.

beck-shop: Gibt es nicht schon genug Kommentare zur Gewerbeordnung? Was ist das Besondere an Ihrem Kommentar? Wer ist das Zielpublikum?

Dr. Thomas Troidl: Unser Kommentar wendet sich an Behörden und Rechtsanwälte sowie andere Rechtsanwender, die auf einfache und klare Strukturen angewiesen sind und deshalb konkreten Beispielen aus Rechtsprechung und Praxis den Vorzug geben gegenüber abstrakter Dogmatik. Folgerichtig rekrutiert sich auch das Autorenteam aus Verwaltung, Verwaltungsgerichtsbarkeit und Rechtsanwaltschaft. Von Anfang an steht der Kommentar neben der klassischen Loseblattsammlung in digitaler Fassung zur Verfügung und ist mit zahllosen benutzerfreundlichen Verlinkungen in die Welt WALHALLAs elektronischer Datenbanken eingebunden.

beck-shop.de: Auf das älteste Gewerbe der Welt gehen Sie auch ein?

Dr. Thomas Troidl: Natürlich. Das Prostituiertenschutzgesetz ist zum 1. Juli 2017 in Kraft getreten und stellt das jüngste Beispiel gewerberechtlicher Kodifikation dar, die nun in der Tat endlich auch das „älteste Gewerbe der Welt“ zu regeln versucht und die Rechtspraxis vor völlig neue Herausforderungen stellt.

beck-shop.de: Berührungsängste für den Juristen?

Dr. Thomas Troidl: Überhaupt nicht. Das ist ein spannendes Thema, das die Grundlagen unserer Gesellschaft berührt und wieder einmal die Frage aufwirft, welche Aufgabe unser Staat haben soll: Moralapostel, Sittenwächter oder doch lieber nur Gefahrenabwehr? Gerade für unsere Zeit, die das Gewicht von Freiheit und Sicherheit jeden Tag neu austariert, ist das eine wichtige Standortbestimmung.

beck-shop.de: Welche Zukunft hat das Gewerberecht? Glauben Sie nicht, dass es irgendwann der Deregulierung zum Opfer fällt?

Dr. Thomas Troidl: Leider nicht (lacht). Glauben Sie an die Deregulierung? Mich erinnert das eher an die Sage von Herakles und der Hydra, kennen Sie die? Wo ein Gesetz gestrichen wird, wachsen zwei Verordnungen nach. Uns Verwaltungsrechtlern geht die Arbeit auf absehbare Zeit nicht aus, möchte ich meinen. Möge unser Kommentar den Gewerberechtlern die Arbeit ein wenig leichter machen.

beck-shop.de: Herr Dr. Troidl, wir danken für das Gespräch.

Troidl / Assfalg / Gaa-Unterpaul
Aktuelles Gewerberecht
2017, Rund 1176 S., Walhalla Fachverlag, ISBN 978-3-8029-1805-6,
Preis ca. 98,00 € inkl. MwSt.

 

Zum Autor Dr. Thomas Troidl:

Rechtsanwalt Dr. Thomas Troidl ist Fachanwalt für Verwaltungsrecht sowie Bau- und Architektenrecht. Er ist Sozius in der 1953 gegründeten Kanzlei Schlachter und Kollegen, Regensburg.

Dr. Thomas Troidl studierte an der Universität Regensburg Jura mit dem Schwerpunkt Verwaltungsrecht und belegte im Referendariat das Wahlfach Wirtschaftsverwaltungsrecht. Ein Auslandspraktikum absolvierte er in Mailand bei einer renommierten Anwaltskanzlei.

Rechtsanwalt Dr. Thomas Troidl ist Lehrbeauftragter an der Bayerischen Verwaltungsschule und hat zahlreiche Fachbeiträge und mehrere Monografien zum Verwaltungsrecht veröffentlicht. Er ist Bearbeiter von Kommentaren zum Verwaltungsrecht und Verwaltungsvollstreckungsrecht.

Daneben engagiert er sich als Gründungsmitglied und Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für Verwaltungsrecht im Deutschen Anwaltverein (Landesgruppe Bayern) und Mitglied im Vorstand der Rechtsanwaltskammer Nürnberg.

E-Mail: thomas.troidl@rae-schlachter.de

Web: www.rae-schlachter.de

Adressen im Netz:

Schlachter und Kollegen auf Facebook

Dr. Thomas Troidl auf TwitterLinkedInGoogle+ und Xing

 

Wichtige Neuregelungen!

Liebe Kollegen,

in dieser Übersicht finden Sie wichtige Neuregelungen zum Juni und Juli 2017.

Wir wünschen informative Lektüre und einen guten Wochenstart!

Mit herzlichen Grüßen aus München

RA Katharina Nitsch und das Kanzleiforum-Team

 

Kostenloses eMagazin zum Thema Legal Tech

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die erste Sonderausgabe des eMagazins kanzleimarketing.de widmet sich dem Thema Legal Tech – einem Trend, der die Rechtsbranche nachhaltig verändert und noch weiter verändern wird. Aber was heißt das genau? Statt sich dem Phänomen allgemein zu widmen, hauchen die Fachautoren ihm Leben ein: Anhand von konkreten Praxisbeispielen aus dem Kanzleialltag zeigen sie, wie Juristen Arbeitsprozesse, Marketing oder Mandantenbetreuung verbessern können. Was kann eine Vertragssoftware leisten? Welche Rolle spielt das Kanzleipersonal bei der Umstellung auf Legal Tech? Was sind Chatbots? Diese und noch weitere Fragen beantworten unsere Fachautoren in unserer Sonderausgabe.

Aus dem Inhalt

  • Stefan Morschheuser: Legal Tech und die Demokratisierung des Rechts
  • Marco Klock: Produktbasierter Marketing-Ansatz
  • Pia Löffler: Suchmaschinenoptimierung: Der Mensch im Fokus
  • Sabine Ecker: Vertragssoftware: Ist ein Vertrag nicht mehr als die Summe seiner Klauseln?
  • Susanne Pannenbäcker: Fit für Legal Tech: Auf die richtigen Mitarbeiter kommt es an!
  • Patrick Prior: Legal Chatbots und die Kommunikation mit Rechtsanwälten

Das Magazin finden Sie hier.

Eine interessante Lektüre wünscht mit besten Grüßen

RA Katharina Nitsch

Zeitschrift JUVE Steuermarkt – Interview mit dem Co-Redaktionsleiter René Bender

Guten Tag Herr Bender, herzlichen Dank dafür, dass Sie uns für ein Interview zur Verfügung stehen. Seit Anfang 2017 gibt es die Zeitschrift JUVE Steuermarkt als Pendant zur Zeitschrift JUVE Rechtsmarkt. Was ist Ihre Zielsetzung?

Die Grundidee von JUVE Steuermarkt ist, mehr Transparenz in die Beratungsbranche zu bringen und Steuerexperten über die wesentlichen Entwicklungen in ihrem Arbeitsgebiet informieren. Und das in gewohnter JUVE-Qualität: analytisch, hintergründig, fair, investigativ. Der Zeitpunkt dafür ist in unseren Augen ideal, denn der Steuerberatungsmarkt verändert sich so stark wie nie zuvor: Dazu tragen die Herausforderungen der Digitalisierung und Automatisierung ebenso bei wie die globalisierte Wirtschaftswelt und ein verstärkter Fokus auf Steuerthemen aufseiten der Gesetzgeber und Verwaltungen auf nationaler, europäischer und globaler Ebene.

Welche Leserschaft spricht JUVE Steuermarkt an?

Wir richten uns an Steuerexperten in Beratungsgesellschaften, Anwaltskanzleien und Unternehmen sowie in der Verwaltung und den Gerichten. Entsprechend groß ist das Spektrum der Adressaten – von den Big Four bis hin zu kleinen Einheiten, die wirtschaftsberatend tätig sind oder die Entwicklungen auf diesem Feld verfolgen. Mit unseren Analysen, Interviews, Kennzahlen und Rankings erreichen wir schon kurz nach unserem Start etwa 6.000 Steuerexperten an allen wichtigen Schaltstellen der Branche, davon alleine mehr als 3.000 in Unternehmen.

Entspricht das Konzept von JUVE Steuermarkt 1:1 dem Konzept von JUVE Rechtsmarkt oder gibt es signifikante Unterschiede?

Das Konzept ist in weiten Teilen angelehnt an das seit Langem bewährte Erfolgsmodell von JUVE Rechtsmarkt, aber es gibt auch einige Unterschiede. Identisch sind die schon angesprochenen Ziele. Wir möchten Transparenz in die Beratungsbranche bringen und die Experten über die wesentlichen Entwicklungen informieren. Vom Grunde her sehr vergleichbar ist deshalb auch das Themenspektrum. Wir lenken unseren Blick auf Managementtrends und die Menschen in Beratungsfirmen und Kanzleien sowie in Steuerabteilungen, in der Verwaltung und Gerichten und berichten über wichtige Transaktionen und Verfahren. Ein entscheidender Unterschied: Im JUVE Steuermarkt beleuchten wir in einer festen Rubrik auch die Ausbildungs- und Karrierethemen, über die wir im Rechtsberatungsmarkt nicht im JUVE Rechtsmarkt, sondern in der Publikation azur berichten. Zudem werden Sie im JUVE Steuermarkt ab dem kommenden Jahr auch detaillierte Rankings in rund zehn verschiedenen steuerlichen Disziplinen finden, angelehnt an die bekannten Rankings im JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien.

Neben Personalien greifen Sie auch Themen auf, die für Steuerberater allgemein von Interesse sind, wie z.B. Mitarbeitersuche oder Existenzgründung. Wie findet die Redaktion die Themen?

Wir finden die Themen vor allem durch den täglichen Austausch mit der Szene. In hunderten von Gesprächen, die jeder Redakteur jährlich führt – auch im Rahmen der Recherche für das JUVE-Handbuch, azur- oder die täglichen Nachrichten auf juve.de – nehmen wir auf, was unsere Gesprächspartner bewegt, interessiert und verbindet. Die Verbindung aller Produkte durch eine Zentralredaktion ist auch der Grund für die qualitative Stärke von JUVE Steuermarkt.

Aus welchen Mitgliedern setzt sich die Redaktion zusammen?

Sieben Redakteure bilden das Kernteam von JUVE Steuermarkt. Dies sind der Chefredakteur Jörn Poppelbaum und ich, die wir die Publikation gemeinsam leiten, sowie die Fachredakteure Catrin Behlau, Eva Flick, Daniel Lehman, Till Mansmann und Stephan Mittelhäuser. Um die Koordination der Informationen und die Datenerhebung kümmert sich Stephanie Riemann, die Schlussredaktion liegt bei Ulrike Sollbach und Sirka Laass. Regelmäßig wird das Team außerdem durch weitere der insgesamt 30 Redakteure unterstützt.

Werden Sie auch ein Handbuch für den Steuerberatungsmarkt herausgeben? Und planen Sie dann gegebenenfalls vergleichbare Veranstaltungen für Steuerberater wie den „JUVE Award für Kanzleien“?

Wie angedeutet, wird es bereits im kommenden Jahr auch ein auf den Steuerberatungsmarkt zugeschnittenes handbuchähnliches Produkt geben. Es wird dem Leser Beraterrankings in den wesentlichen Spezialdisziplinen liefern. Diese reichen vom Konzernsteuerrecht über transaktionsbezogenes Steuerrecht, Umsatzsteuerrecht und Verrechnungspreisen bis hin zur Nachfolge- und Vermögensberatung. Weitere Beispiele sind die derzeit besonders gefragten Felder Steuerstreit und Steuerstrafrecht sowie Compliance-Prävention und Untersuchungen. Dies auf die Beine zu stellen ist erst einmal Herausforderung genug. Ob wir auch eigene JUVE Awards für Steuerberater ausrichten, werden wir zu gegebener Zeit entscheiden. Bereits jetzt verleihen wir ja JUVE Awards in den beiden Kategorien „Kanzlei des Jahres für Steuerrecht“ und „Inhouse-Team des Jahres für Steuerrecht“.

Herr Bender wir danken Ihnen für das Gespräch.

Weitere Informationen zur neuen Zeitschrift JUVE Steuermarkt finden Sie hier.

Infobrief für junge Juristen – neue Ausgabe

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die neue Ausgabe des MkG-Infobriefs ist da. Erfahrene Praktiker geben neue und wichtige Tipps für junge Juristen.

In dieser Ausgabe lesen Sie:

► Sabine Jungbauer: beA-Serie Teil 3 – Haftungsfallen

Raik Brete: Beratung in der Krise
Dr. Astrid Auer-Reinsdorff: Datenschutzgrundverordnung – Countdown zum 25. Mai 2018
Norbert Schneider: Fiktive Terminsgebühr im einstweiligen Verfügungs- und Anordnungsverfahren

Petra Geißinger: Serie „Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben“ Teil1: SGB IX in der anwaltlichen Beratungspraxis“
Markus Hegelein: Erfahrungsbericht – Wie ist es, heute als Migrationsanwalt zu arbeiten?
Dr. Dominik Herzog: Kolumne – „Aus dem Leben eines Jungjuristen“: Möbel, Müsli und Mandate – alles online oder was?
GratisFormular: Musterformular Kündigung und Räumungsklage (Vermieter)

Umfrage: Sehen Sie Legal Tech als eine Chance oder eine Bedrohung?

Eine interessante Lektüre wünscht mit besten Grüßen aus München

RA Katharina Nitsch

Neues zur ReNo-Ausbildung – Interview mit Ronja Tietje und Sabine Jungbauer

Guten Tag Frau Tietje, guten Tag Frau Jungbauer, wir freuen uns, dass Sie uns als Herausgeberinnen für ein Interview für den Blog Kanzleiforum zur Verfügung stehen. Kommen wir gleich zu unserer ersten Frage: In den Büchern der neuen Reihe „RENO-Ausbildung: Fallakten“ widmen Sie sich der praktischen Ausbildung der ReNo anhand von realen Fällen. Erzählen Sie uns doch bitte, warum Sie diesen Ansatz gewählt haben. Gab es so etwas noch nicht auf dem Markt?

Durch die neue ReNoPat-Ausbildungsverordnung, die seit dem 01.08.2015 zur Anwendung kommt, ist die handlungsorientierte Wissensvermittlung sehr stark in den Fokus der Ausbildung gerückt. Dabei ist aber auch gleichzeitig zu beobachten, dass aufgrund zunehmender Spezialisierungen in den Anwaltskanzleien die Auszubildenden oft mit „normalen Zivilrechtsfällen“ kaum noch in Kontakt kommen. Wir halten gerade diese Fälle allerdings für eine gute Grundlage zur Erlangung des Basiswissens und wollten daher mit den Fallakten den Auszubildenden helfen, Zusammenhänge besser erkennen und beurteilen zu können.

Ist das Ausbildungswerk ReNO 2015, das ebenfalls von Ihnen, Frau Jungbauer, herausgegeben wird eine sinnvolle Ergänzung?

Die Reihe ReNo 2015 orientiert sich ebenfalls an der neuen Ausbildungsverordnung. Hierbei handelt es sich um eine Buchreihe, die seit vielen Jahren am Markt etabliert ist. Der Fokus bei dieser Buchreihe liegt auf der Abschlussprüfung. Es handelt sich nicht um Lehrbücher oder ausbildungsbegleitende Arbeitshefte wie die Fallakten, sondern um Zusammenfassungen von Schwerpunktthemen mit entsprechenden Übungsaufgaben, die sich an der Abschlussprüfung orientieren. Diese Bücher, die sämtlichst auf den prüfungsrelevanten Themen basieren, sind hervorragend geeignet, sich auf die schriftliche Abschlussprüfung vorzubereiten.

Welche Ergänzungen oder Verbesserungen würden Sie in der ReNo-Ausbildung für sinnvoll halten?

Mit der neuen ReNoPat-Ausbildungsverordnung sind die Weichen für die Zukunft schon gestellt worden. Hier waren insbesondere auch zwei Vorstandsmitglieder des ReNo-Bundesverbandes im Verordnungsverfahren aktiv eingebunden. Verkrustete alte Strukturen wurden aufgebrochen, Themen wie der elektronische Rechtsverkehr oder auch Europarecht, die zunehmend an Bedeutung gewinnen, aber auch die Vermittlung von Sozialkompetenzen, wurden aufgenommen. Nun ist die nächste Herausforderung, diese Vorgaben im Berufsschul- und Kanzleialltag umzusetzen. Berufschulen und Kanzleien sind als gleichberechtigte Partner im dualen Ausbildungssystem hier gleichermaßen hoch gefordert. Zudem heißt es, die Augen weiterhin am Markt offen zu halten, um zeitnah auf künftige Entwicklungen zu reagieren.

Was halten Sie für Schlüsselkompetenzen einer/eines ReNo?

Nach wie vor stellt auch die neue Verordnung hohe Anforderungen an ein vertieftes Wissen in den Bereichen der Fristenverwaltung, des Kanzleimanagements aber auch des Vollstreckungs- und Kostenrechts sowie im notariellen Bereich z. B. des Liegenschaftsrechts. Hier können die Fachangestellten die Anwälte in ihrer Arbeit sehr gut unterstützen und selbständig ihnen zugeteilte Aufgaben erledigen. Von ReNos wird heute aber auch eine hohe Sozial- und Handlungskompetenz gefordert. Das fachliche Arbeiten – insbesondere im Team – aber auch der Umgang mit den verschiedenen Medien unter effizienter Einbeziehung der Soft- und Hardware sind wichtige Instrumente im täglichen Arbeitsalltag. Die dafür wichtigen Schlüsselkompetenzen wie z. B. Teamfähigkeit, ergebnisorientiertes Handeln und Organisationsfähigkeit, sind es, die ReNos heutzutage mitbringen müssen.

Wie kann man diese Kompetenzen praktisch einüben? Haben Sie hier eine Idee für unsere Leser, wann man dies auch im Alltag üben kann?

Nehmen wir das Beispiel elektronischer Rechtsverkehr. Gerade junge Menschen bewegen sich heute in der digitalen Welt in einer Selbstverständlichkeit, die bereits große Vorteile für das Erlernen des Berufs der ReNo mit sich bringt. Wenn man aufgeschlossen ist und/oder in der Lage ist, sich hierfür zu öffnen, bringt einen das auch im Berufsleben schon ein gutes Stück weiter. Alles rund um die „digitale Anwaltskanzlei“ lässt sich leichter erlernen, wenn man auch im Umgang mit MS Office-Produkten bereits im Alltag geübt ist. Die elektronische Archivierung von Fotos und Dokumenten betreibt fast jeder auch heutzutage im privaten Bereich. Mit den rechtlichen Hintergrundkenntnissen zu Aufbewahrungspflichten, rechtssicherem ersetzenden Scannen oder dem Einsatz von professionellen Dokumenten-Management-Systemen baut man auf diese Kenntnisse dann am Ende letztendlich noch auf.

Welche weiteren Fähigkeiten sollte eine ReNo auf jeden Fall mitbringen, um wirklich in dem Beruf erfolgreich zu sein?

Eine ReNo sollte wie jeder Mensch im Beruf zielstrebig sein. Das ist sicher eine Grundvoraussetzung, um im Berufsleben erfolgreich zu sein. Daneben ist es wichtig, dass eine Reno bei den sich ständig ändernden Gesetzesgrundlagen und Reformen gewillt ist, sich immer „up to date“ zu halten, also sich weiterbildet. Sei es durch Präsenzseminare oder Webinare zu bestimmten Fachgebieten, oder die komplexe Weiterbildungsmöglichkeit zum geprüften Rechtsfachwirt, und/oder zum Notarfachwirt. Denn eines ist im ReNo-Beruf sicher: Die Berufsinhalte stehen nie still.

Würden Sie Ihrer Tochter/Sohn empfehlen, eine Berufsausbildung zur ReNO anzustreben?

Ja, wir denken schon. Trotz vieler Punkte, die dagegen sprechen könnten. Wie z. B. die geringe Vergütung in der Ausbildung, oder später – je nach Region – im Beruf als Fachangestellte/r. Aber zum einen ändern sich die Zeiten. Auch im Gehaltsgefüge der Fachangestellte ist im Augenblick viel Bewegung. Und zum anderen ist der Beruf der ReNo ein hoch qualifizierter Beruf, in dem man oft sehr selbständig arbeiten und sein Rechtswissen einbringen kann. Und selbst wenn man sich nach der Ausbildung entscheidet, dass der Job in einer Anwaltskanzlei nichts für einen ist, dann stehen einem die Türen in der Wirtschaft und in der Justiz sehr weit offen, gerade weil man in der Ausbildung ein sehr breit angelegtes Officemanagementwissen gekoppelt mit einem großen Schwung an Rechtskenntnissen erhält und daher in der Justiz oder der Wirtschaft gut einsetzbar ist. Arbeitslosigkeit muss in diesem Beruf eigentlich kein/e Fachangestellte/r fürchten.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Jungbauer / Tietje (Hrsg.)
Das Aufforderungsschreiben
2017, 80 S., ZAP-Verlag für die Rechts- und Anwaltspraxis, ISBN 978-3-89655-858-9,
Preis 19,90 € inkl. MwSt.
Jungbauer / Tietje (Hrsg.)
Die Zivilklage
2017, 80 S., ZAP-Verlag für die Rechts- und Anwaltspraxis, ISBN 978-3-89655-860-2,
Preis 19,90 € inkl. MwSt.
Dives / Jungbauer (Hrsg.)
ReNo 2015
2015, 1200 S., C.F. Müller, ISBN 978-3-8114-4628-1,
Preis 94,99 € inkl. MwSt.

 

Ich schaffe das! Wann Leistung in der Kanzlei befriedigt und Wachstum bringt und wann sie unglücklich und krank macht. Gastbeitrag von Rechtsanwältin und Anwalts-Coach Friederike Matheis

„Ich schaffe das!“ So klingt ein optimistischer, motivierender Satz, der positive Leistungsenergie bewirkt. Da ist eine neue Herausforderung, eine spannende Aufgabe, ein attraktives Ziel. Ein Ziel, bei dessen Erreichung die Belohnung der Anerkennung winkt.

Ein inneres Lächeln, Noradrenalin und Dopamin, die leistungsfördernden Hormone im Gehirn, treiben uns an unser Bestes zu geben. Zum Beispiel das Ziel einen überzeugenden Schriftsatz zu fertigen, der – wie beantragt – eine einstweilige Verfügung oder einen Prozessgewinn zur Folge hat. Ein zufriedener Mandant, eine umgehend bezahlte Honorarnote, eine  erfreuliche Weiterempfehlung an andere, neue Mandanten. Ein gutes Ansehen. Wertschätzung von Klienten und den Kollegen in der Kanzlei. Und nach diesen Erfolgen mit Lust weitermachen. So die Idealvorstellung.

Die Realität sieht oft anders aus. Von meinen Klienten und Coachées höre ich immer wieder diesen Dreiklang: „Ich muss es schaffen!“ – „Ich bin geschafft!“ – Ich schaffe es nicht mehr!“

Der Dauertiger hat wieder zugeschlagen

Was ist geschehen?

Da hat der „Dauertiger“ seine Beute gepackt und der berüchtigte Burnout ist da.

In neurowissenschaftlichen Erläuterungen zum Thema Burnout wird gerne das „Tiger-im-Urwald“-Beispiel herangezogen, um das Phänomen von Stress bildlich zu erklären: Das Gehirn des Menschen ist evolutionsbedingt so ausgestattet, dass wir in akuten Gefahrensituationen blitzschnell lebenserhaltend reagieren können. Begnen wir zum Beispiel einem hungrigen Tiger in freier Wildbahn, dann ist Stress die lebenserhaltende, biologisch gesunde Reaktion unseres Gehirns auf die akute Gefahr.

In Millisekunden-Geschwindigkeit werden alle Energien von der Erfüllung längerfristiger Aktivitäten im Körper abgezogen und der Handhabung der gegenwärtigen Gefahr in Form des bedrohlichen Tigers zur Verfügung gestellt. Wenn dieses gefährliche Tier plötzlich vor dir steht, rettet dir dieser Stress das Überleben: Verteidigung oder Flucht sind angesagt! Und zwar ohne lange nachzudenken, was du jetzt wohl am besten tun könntest.

Alles geht rasend schnell. Das Herz-Kreislaufsystem wird beeinflusst, das Herz schlägt schneller und der Atem beschleunigt sich, um vermehrt Sauerstoff ins Blut und dieses anschließend in die Muskeln von Armen und Beinen zu transportieren. Um zu kämpfen oder wegzulaufen, und zwar so schnell wie möglich.

Im mittleren Gehirn werden dabei gleichzeitig die Hormone Adrenalin und das Angst erzeugende Cortisol wirksam.  Dieser Vorgang verringert unter anderem die Funktion des Immunsystems, sodass man anfälliger für Infekte wird.

Dieser zeitlich begrenzte „Tiger-Stress“ ist an sich nicht schlecht und nicht schädlich. Aber wenn der Stress noch zunimmt und sich verstetigt – wenn der Tiger zum „Dauertiger“ wird – dann wird der entstehende Disstress ungesund. Der Dauertiger packt zu und wir verlieren mehr und mehr Kraft. Unsere Reserven werden angegriffen und wenn wir sie nicht mehr auftanken können, bricht unser System zusammen. Die Leistungslust verschwindet, die sozialen Beziehungen – zuhause wie im Büro – leiden. Ehen und Familien werden überbelastet und scheitern. Das ist keine Neuigkeit mehr: Depressionen und körperliche Krankheiten nehmen zu.

Die Freiheit des Rechtsanwaltsberufes

Aber was genau ist es, dass Kollegen und Mitarbeiter in Anwaltskanzleien zur Beute des Dauertigers werden? Es ist nicht die Arbeit an sich. Auch nicht die viele Arbeit. Es ist etwas anderes, aber sehr Wesentliches.

Rechtsanwälte sind Freiberufler. Das Berufsbild ist geprägt von Selbstbestimmung. Auf diese Freiheit und – oft idealisierte – Selbstgestaltungsmöglichkeiten im Berufsleben sind Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen stolz.

Aber wie groß ist die Freiheit und Selbstbestimmung wirklich?

In Anwaltskanzleien herrscht, wie in anderen Wirtschaftsunternehmen auch, ein Klima von wachsender Beschleunigung und von Leistungsoptimierungsprozessen. Besonders die „freien MitarbeiterInnen“ und angestellte Anwälte und Anwältinnen, aber auch die Partner in Anwaltskanzleien erleben enormen Druck. Aber nur teilweise ist dieser Druck von Terminen und Fristen, also von außen bestimmt. Ein ganz überwiegender Teil dieses Drucks ist hausgemacht. Kämpferische Wettbewerbshaltung untereinander, überzogene Umsatz-Zielvereinbarungen und Akquisitions-Vorgaben, eine unauthentische, oft verletzende Kommunikation innerhalb der Kanzlei und mangelnde Anerkennung und Wertschätzung kreieren ein ungesundes Kanzleiklima, in dem sich der Dauertiger bequem einrichten kann.

In diesem Klima erwächst die Leistung  nicht mehr aus dem selbstbestimmten und motivierenden „Ich schaffe das!“, sondern aus dem reaktiven und defensiven „Ich muss es schaffen, sonst…“. Sie verstehen schon: andauernde Angst ist Futter für den Dauertiger.

Leistung aus Freude und Motivation heraus ist befriedigend. Am Ende steht dann das : „Ich habe es getan und geschafft, weil ich es wollte – nicht weil ich es musste.“ Das gibt neue Energie. Dieser Erfolg motiviert.

Dieses Phänomen der Freiheit und Selbstbestimmtheit wird in sehr vielen Kanzleien nicht verstanden und daher missachtet. Führungskräfte tragen so dazu bei, dass wertvolles Leistungspotenzial verbrannt wird. Ein neues Kanzleiklima, eine fruchtbare Kanzleikultur tut Not und ist machbar. Mit Achtsamkeit, echter Empathie und Wertschätzung schaffen Sie Leistung, die glücklich macht.

Friederike Matheis, Rechtsanwältin und Anwalts-Coach in Hamburg, www.rechtsanwalt-coaching.de und www.beyourselfcoaching.de

Interview mit Iris Riffelt, Anwältin von Burnout-Patienten

Rechtsanwältin Iris Riffelt beschäftigt sich mit den rechtlichen Problemen, die auf Burnout-Patienten zukommen – von Schwierigkeiten mit der Krankenkasse bis hin zur Kündigung. In einem Interview mit dem SWR Fernsehen BW vom 16. Mai 2017 stellte sie die häufigsten Fragen ihrer Burnout-Klienten und ihre Antworten darauf vor. Das Interview mit Rechtsanwältin Iris Riffelt finden Sie hier.

Mit den besten Grüßen aus München

RA Katharina Nitsch für das gesamte Kanzleiforum-Team