Infobrief für junge Juristen – neue Ausgabe

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die neue Ausgabe des MkG-Infobriefs ist da. Erfahrene Praktiker geben neue und wichtige Tipps für junge Juristen.

In dieser Ausgabe lesen Sie:

► Sabine Jungbauer: beA-Serie Teil 3 – Haftungsfallen

Raik Brete: Beratung in der Krise
Dr. Astrid Auer-Reinsdorff: Datenschutzgrundverordnung – Countdown zum 25. Mai 2018
Norbert Schneider: Fiktive Terminsgebühr im einstweiligen Verfügungs- und Anordnungsverfahren

Petra Geißinger: Serie „Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben“ Teil1: SGB IX in der anwaltlichen Beratungspraxis“
Markus Hegelein: Erfahrungsbericht – Wie ist es, heute als Migrationsanwalt zu arbeiten?
Dr. Dominik Herzog: Kolumne – „Aus dem Leben eines Jungjuristen“: Möbel, Müsli und Mandate – alles online oder was?
GratisFormular: Musterformular Kündigung und Räumungsklage (Vermieter)

Umfrage: Sehen Sie Legal Tech als eine Chance oder eine Bedrohung?

Eine interessante Lektüre wünscht mit besten Grüßen aus München

RA Katharina Nitsch

Neues zur ReNo-Ausbildung – Interview mit Ronja Tietje und Sabine Jungbauer

Guten Tag Frau Tietje, guten Tag Frau Jungbauer, wir freuen uns, dass Sie uns als Herausgeberinnen für ein Interview für den Blog Kanzleiforum zur Verfügung stehen. Kommen wir gleich zu unserer ersten Frage: In den Büchern der neuen Reihe „RENO-Ausbildung: Fallakten“ widmen Sie sich der praktischen Ausbildung der ReNo anhand von realen Fällen. Erzählen Sie uns doch bitte, warum Sie diesen Ansatz gewählt haben. Gab es so etwas noch nicht auf dem Markt?

Durch die neue ReNoPat-Ausbildungsverordnung, die seit dem 01.08.2015 zur Anwendung kommt, ist die handlungsorientierte Wissensvermittlung sehr stark in den Fokus der Ausbildung gerückt. Dabei ist aber auch gleichzeitig zu beobachten, dass aufgrund zunehmender Spezialisierungen in den Anwaltskanzleien die Auszubildenden oft mit „normalen Zivilrechtsfällen“ kaum noch in Kontakt kommen. Wir halten gerade diese Fälle allerdings für eine gute Grundlage zur Erlangung des Basiswissens und wollten daher mit den Fallakten den Auszubildenden helfen, Zusammenhänge besser erkennen und beurteilen zu können. Weiterlesen

Ich schaffe das! Wann Leistung in der Kanzlei befriedigt und Wachstum bringt und wann sie unglücklich und krank macht. Gastbeitrag von Rechtsanwältin und Anwalts-Coach Friederike Matheis

„Ich schaffe das!“ So klingt ein optimistischer, motivierender Satz, der positive Leistungsenergie bewirkt. Da ist eine neue Herausforderung, eine spannende Aufgabe, ein attraktives Ziel. Ein Ziel, bei dessen Erreichung die Belohnung der Anerkennung winkt.

Ein inneres Lächeln, Noradrenalin und Dopamin, die leistungsfördernden Hormone im Gehirn, treiben uns an unser Bestes zu geben. Zum Beispiel das Ziel einen überzeugenden Schriftsatz zu fertigen, der – wie beantragt – eine einstweilige Verfügung oder einen Prozessgewinn zur Folge hat. Ein zufriedener Mandant, eine umgehend bezahlte Honorarnote, eine  erfreuliche Weiterempfehlung an andere, neue Mandanten. Ein gutes Ansehen. Wertschätzung von Klienten und den Kollegen in der Kanzlei. Und nach diesen Erfolgen mit Lust weitermachen. So die Idealvorstellung.

Die Realität sieht oft anders aus. Von meinen Klienten und Coachées höre ich immer wieder diesen Dreiklang: „Ich muss es schaffen!“ – „Ich bin geschafft!“ – Ich schaffe es nicht mehr!“

Der Dauertiger hat wieder zugeschlagen Weiterlesen

Interview mit Iris Riffelt, Anwältin von Burnout-Patienten

Rechtsanwältin Iris Riffelt beschäftigt sich mit den rechtlichen Problemen, die auf Burnout-Patienten zukommen – von Schwierigkeiten mit der Krankenkasse bis hin zur Kündigung. In einem Interview mit dem SWR Fernsehen BW vom 16. Mai 2017 stellte sie die häufigsten Fragen ihrer Burnout-Klienten und ihre Antworten darauf vor. Das Interview mit Rechtsanwältin Iris Riffelt finden Sie hier.

Mit den besten Grüßen aus München

RA Katharina Nitsch für das gesamte Kanzleiforum-Team

Geschäftliche Korrespondenz – mehr als die Kompilation von Textbausteinen. Gastbeitrag von Dr. Frank Lang

Täglich werden wir eingedeckt mit geschäftlichen Briefen und E-Mails, deren Gestaltung und Stil leider oftmals eher für nacktes Grauen und betretenes Fremdschämen denn für wohlwollende Beachtung des Inhaltes sorgen. Manche pflegen angeblich einen Ordner „Bürobelustigung“, in welchem die schlimmsten Exemplare zur allgemeinen Erheiterung archiviert werden.

Dabei sind Brief und E-Mail nicht nur quasi verlängerte Visitenkarte einer Anwaltskanzlei, sondern vor allem auch Bühne der fachlichen Kommunikation. Umso mehr Wert sollte auf eine professionelle Korrespondenz gelegt werden. Hier ein paar grundlegende Tipps für eine erfolgreiche Geschäftskorrespondenz: Weiterlesen

Vertragsverhandlungen: eine anwaltliche Schlüsselkompetenz – Interview mit Stefanie Jung und Peter Krebs

Guten Tag Frau Professor Jung, guten Tag Herr Professor Krebs! Wir freuen uns, dass Sie uns für ein Interview für unseren Blog Kanzleiforum zur Verfügung stehen. Kommen wir gleich zu unserer ersten Frage: Ihr gemeinsames Werk „Die Vertragsverhandlung – taktische, strategische und rechtliche Elemente“ widmet sich schwerpunktmäßig der Verhandlungsführung. Wird dieses Thema – insbesondere in der juristischen – Ausbildung vernachlässigt?

In den USA bietet praktisch jede Law School Schulungen in diesem Bereich an, da Verhandlungen für Anwälte zum täglichen Geschäft gehören und Kenntnisse in diesem Bereich damit zu den Schlüsselkompetenzen eines Anwalts zählen. In Deutschland ist ein solches Angebot dagegen wohl immer noch die Ausnahme. Selbst dort, wo es existiert, reichen die angebotenen Schulungsplätze meist nur für einen Bruchteil der Studierenden. Einzig die Mediatorenausbildung enthält auch in Deutschland eigentlich immer Elemente zur Verhandlungsführung. Aufgrund des Ausbildungsmankos der deutschen Anwälte sind wir von einer größeren Kanzlei beispielsweise gebeten worden, die jüngeren Anwälte in Verhandlungsführung zu schulen. Weiterlesen

Reflexionen über den Rechtsmarkt – Beitrag von Rechtsanwalt Markus Hartung, NJW 14/2017, S. 7

Ad astra

Per aspera ad astra, durch das Raue zu den Sternen, durch die Nacht zum Licht, ursprünglich bei Seneca. Beethovens 5. Symphonie ist die Vertonung dieses Prinzips, vom dramatischen c-moll con brio im ersten Satz zum strahlenden C-Dur im Finale. Damit sind jedenfalls frühere Generationen großgeworden.

Sterne sind immer noch wichtig, auch wenn Per aspera vielleicht nicht mehr so bekannt ist. Auch im Rechtsmarkt geht es offenbar nicht mehr ohne Sterne. Denn im Internet werden Angebote mit Sternen gekennzeichnet, um dem Surfer zu signalisieren, hier könne er Qualität erwarten und vertrauen. Diese Systeme nennt man R&R, Ratings and Reviews Systems. Erstmalig verwendet von ebay im Jahre 1998, heute absoluter Standard. Weiterlesen

Was Sie über die Erbschaftsteuerreform wissen sollten…

Liebe Kolleginnen und Kollegen

sollten Sie sich mit den Änderungen zur Erbschaftsteuerreform 2016 beschäftigen, finden Sie wichtige Informationen sowie ein Videointerview mit Dr. Stephan Viskorf von Pöllath + Partners hier.

Wir wünschen informative Lektüre!

Mit den besten Grüßen im Namen des Kanzleiforum-Teams

RA Katharina Nitsch

Umfrage zum Thema Umgang mit Mandanten

Ein guter Rechtsanwalt hat nicht nur juristische Fachkenntnisse, sondern kennt auch die Wünsche, Fragen und Nöte seiner Mandanten. Während das juristische Handwerkszeug fester Bestandteil der anwaltlichen Ausbildung ist, muss der Umgang mit Mandanten in den ersten Berufsjahren selbst erlernt werden.

Kein Wunder, dass es zu diesem Bereich viele Ansichten gibt. Mit einer Umfrage fängt der FFI-Verlag jetzt ein aktuelles Stimmungsbild zu diesem Thema ein. Worauf sollte man beim Umgang mit Mandanten achten? Was ist wichtiger: fachliche Beratung oder Engagement?

Helfen Sie mit, diese und weitere Fragen zu beantworten und unterstützen Sie den Verlag bei der Themenentwicklung zum Umgang mit Mandanten. Zur Umfrage geht es hier.

Interview zum neuen Anti-Doping-Gesetz

Guten Tag Herr Rechtsanwalt Dr. Lehner, guten Tag Herr Professor Nolte, guten Tag Herr Professor Putzke. Wir freuen uns, dass Sie uns für ein Interview für unseren Blog Kanzleiforum zur Verfügung stehen. Kommen wir gleich zu unserer ersten Frage an Sie, Herr Dr. Lehner: Wie kam es dazu, dass Sie sich mit Sportrecht und dem Thema Anti-Doping beschäftigen?

Dr. Lehner:
Sportrecht als eigenständige Disziplin gab es während meiner Juristenausbildung in den 1970er Jahren nicht. Doping war zwar schon national und international verboten, aber – zumal in Zeiten des „Kalten Krieges“ – sowohl bei den Sportverbänden wie in der Politik auch in Deutschland eher als legitimes Erfolgsmittel begriffen.
Da gab es aber eine mutige Universitätsstadt im Süden der Republik, die sich dank eines weltweit anerkannten Wissenschaftlers des Deutschen Krebsforschungszentrums Prof. Dr. Werner Franke und seiner tapferen Ehefrau Brigitte Berendonk als erste Antidopinghochburg der Republik rüstete. Da gab es auch einen damals noch jungen Rechtsanwalt, der die allesamt zutreffenden Enthüllungen des ersten Buches von Brigitte Berendonk „Doping von der Forschung zum Betrug“ über Doping in Ost und West in, wenn ich richtig zähle, mehr als 20 Rechtsstreitigkeiten erfolgreich gegen Dopinglügner juristisch verteidigt hat. Weiterlesen