Wie Legal Tech Anwälten unter die Arme greift: Informationen rund um das Thema im Fachportal legal-tech.de

Mit dem Stichwort „Digitalisierung“ oder „Legal Tech“ verbinden viele Juristen nach wie vor den Verlust ihrer Arbeitsplätze durch neue Technologien. Diese Vorstellung ist nicht nur pessimistisch, sondern auch zu kurz gegriffen.

Denn der Legal Tech-Markt bietet Kanzleien auch zahlreiche Hilfestellungen, mit denen Anwälte Arbeitsprozesse optimieren und die Qualität ihrer Rechtsberatung verbessern können – kurz, durch zufriedene Mandanten langfristig erfolgreicher zu werden.

Das Fachportal legal-tech.de gibt in seinem Beitrag „Legal Tech für Kanzleien: Diese Anbieter helfen auf dem Weg zur Digitalisierung“ einen Überblick über die unterschiedlichen Möglichkeiten, neue Technologien sinnvoll in der Kanzlei einzusetzen. Leser finden hier eine Auswahl von Kanzleisoftware, Online-Rechtsmarktplätzen bis hin zu Technologien zur Dokumentenerstellung, aber auch Vermittlungsplattformen für Terminsvertretungen. Wie die Legal Tech-Technologie Arbeitsprozesse konkret verbessern kann, verrät Syndikusrechtsanwalt Dierk Schindler (RA) im Interview. Er schildert, wie Legal Tech in seinem Unternehmen eingesetzt wird.

Weitere Informationen zu Legal Tech

Traumjob Rechtsanwalt: So läuft die Bewerbung erfolgreich

Der Arbeitsmarkt für Rechtsanwälte ist eng: Waren 1950 gerade einmal 12.844 Anwälte zugelassen, ist die Zahl bis 2016 auf annähernd 164.000 gestiegen. Tendenz weiter steigend. Somit stellt sich insbesondere für junge Kolleginnen und Kollegen die Frage, wie sie den richtigen Job in der passenden Kanzlei bekommen können. Praxistaugliche Antworten darauf gibt das Buch „Die erfolgreiche Bewerbung als Rechtsanwalt“, so das Versprechen der Autorin Jana Mähl-Hupka. Im Interview gibt sie Tipps, wie sich der Traumjob auch ohne Traumnoten ergattern lässt.

Frau Mähl-Hupka, wann ist aus Ihrer Sicht der beste Zeitpunkt, sich zu bewerben? Bereits im Referendariat oder ist es sinnvoller zu warten, bis man seine Examensnote kennt?

Erfahrungsgemäß sind Bewerbungen im Referendariat immer sehr sinnvoll; gute Stationsreferendare haben oft schon am Ende des Referendariats eine Stellenzusage. Denn welcher Arbeitgeber lässt einen guten, erprobten und kanzleierfahrenen Referendar ziehen, um dann aufwendig ein kostenintensives Bewerbungsverfahren durchführen zu lassen und anschließend ggf. feststellen zu müssen, dass der Bewerber doch nicht in die Kanzlei passt?

Welches Vorgehen empfehlen Sie bei der Stellensuche? Lohnt es sich auch eigene Stellenanzeigen zu schalten? Wenn ja, welche Informationen sollten diese unbedingt enthalten?

Ich lege allen Suchenden dringend ans Herz passende Stellenangebote regelmäßig zu lesen, was dank Online-Stellenbörsen, wie z.B. dem beck-stellenmarkt oder dem Anwaltsblatt-Stellenmarkt, mittlerweile ja einfacher denn je ist.

Das Schalten von eigenen Stellenanzeigen ist dagegen oftmals kostenintensiv, jedoch nicht unbedingt erfolgsversprechender als andere Bewerbungsmaßnahmen und deshalb auch rückläufig. Kostengünstig und damit einen Versuch wert, sind aber gut gemachte Aushänge am „Schwarzen Brett“ im Gericht.

Das „sich finden lassen“ funktioniert heutzutage verstärkt eher über digitale und analoge Netzwerke. So ist das Sichten von Profilen potentieller Mitarbeiter schon lange nicht mehr nur professionellen Headhuntern vorbehalten, sondern wird immer mehr auch zur Aufgabe kanzleiinterner Personalabteilungen oder direkt „Chefsache“. Deshalb ist es meiner Ansicht nach wichtiger das XING- und ggf. LinkedIn-Profil zu pflegen und aussagekräftig zu gestalten. Dabei sollte darauf geachtet werden, Interessenschwerpunkte überzeugend zu vermitteln.

Raten Sie zu Initiativbewerbungen? Kann eine erste Kontaktaufnahme auch per E-Mail oder durch einen einfachen Telefonanruf erfolgen?

Absolut. Eine Initiativbewerbung hat gute Erfolgschancen, denn sie wird in jedem Fall individuell betrachtet und geprüft. Mitunter ist man der erste und einzige Bewerber auf eine freie oder frei werdende Stelle. Aber auch hier gilt: Massenhafte Blindbewerbungen funktionieren nicht. Vor der Kontaktaufnahme müssen grundlegende Informationen über den anvisierten Arbeitgeber eingeholt und eine überzeugende Antwort auf die sichere Frage: „Warum bewerben Sie sich gerade hier?“ formuliert werden.

Die Form der Kontaktaufnahme ist vom Adressaten abhängig. Während kleinere Kanzleien Telefonanrufen grundsätzlich aufgeschlossen gegenüberstehen und ältere Kollegen Bewerbungen lieber in Papierform erhalten, erfolgt die Kontaktaufnahme bei Großkanzleien meistens nur über Online-Formulare auf deren Websites. Wichtig ist auch hier, den richtigen Ansprechpartner herauszufinden. Denn eine Bewerbung, die an alle und keinen gerichtet ist, landet auch schnell einmal im Papierkorb oder Reißwolf. Hilfreich kann eine freundliche telefonische Anfrage in der anvisierten Kanzlei sein. Zum einen können Sie herausfinden, ob es sich überhaupt lohnt, eine Bewerbung zu schreiben. Zum anderen eignet sich ein derartiges Telefongespräch perfekt als Bezug für die anschließende Bewerbung.

Wie wichtig ist Networking Ihrer Erfahrung nach? Wie schätzen Sie Personalmessen ein?

Networking ist das A und O. Die meisten Stellen werden oft gar nicht öffentlich ausgeschrieben, sondern direkt über persönliche Kontakte vergeben. Beispielsweise gibt es immer mehr sogenannte „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“-Programme, bei denen Angestellte gegen eine Prämie neue Kollegen anwerben können.

Die Teilnahme an Personal- oder Karrieremessen kann ich aus eigener Erfahrung heraus nur wärmstens empfehlen. So habe ich mich bspw. erfolgreich bei meinem jetzigen Arbeitgeber MAZARS (damals noch Röver Brönner) auf der DAV-Stellenbörse des Deutschen Anwaltvereins beworben. Und auch andere Kollegen unserer Kanzlei wurden auf solchen Karrieremessen entdeckt.

Der Wert dieser Messen hängt dabei maßgeblich vom Bewerber selbst ab. Wichtig ist auch hier die gründliche und individuelle Vorbereitung – und zwar nicht nur in Bezug auf die Arbeitgeber (was selbstverständlich sein sollte) sondern auch auf die Messe selbst!

Ein Beispiel: Bei den meisten Messen gibt es die Möglichkeit sich vorab um Einzelgespräche mit Kanzleivertretern zu bewerben. Wenn man sich einen Tag vor der Messe zum ersten Mal auf die Veranstaltungswebsite verirrt, sind selbstverständlich alle diese begehrten Termine bereits vergeben. Es ist also Pflicht schon Wochen vor dem Messetermin erste Informationen zu sammeln. Darüber hinaus werden auf Karrieremessen oftmals kostenlos Bewerbungsunterlagenchecks oder sogar Bewerbungscoachings angeboten.

Wenn der erste Kontakt hergestellt ist, wie sollten die Bewerbungsunterlagen gestaltet sein? Und was ist unter dem „Muss-ich-kennenlernen-Faktor“ zu verstehen?

Wichtig ist, dass die Bewerbungsunterlagen individuell in Bezug auf den anvisierten Arbeitgeber mit einer „Spur“ von persönlichen und privaten Informationen erstellt sind. Massenbewerbungen mit einem Einheitsschreiben haben schlicht und einfach keinen Erfolg. Es gilt also gute Vorarbeit zu leisten und zu recherchieren was für den potenziellen Arbeitgeber von Interesse sein könnte. Neben der fachlichen Expertise kann dies beispielsweise auch ein bestimmtes Hobby sein, wie z.B. das Schachspiel, wenn der Sozius selbstbegeisterter Schachspieler ist, oder die Teilnahme an Triathlons, wenn die Kanzlei sich an Unternehmenswettkämpfen beteiligt. Interesse wecken kann natürlich auch ein professionelles Foto mit einem sympathischen, motiviert und offen wirkenden Bewerber.

Rechtsanwälte sind ja als eher dröge Gesprächspartner verschrien. Wie bricht man bei Vorstellungsgesprächen das Eis und überzeugt von den eigenen Qualifikationen?

(Lacht) Ich selbst empfinde die meisten meiner Kollegen nicht als dröge Gesprächspartner. Ganz im Gegenteil. Es ist erstaunlich, wie unerwartet offen und unterhaltsam oft Erlebnisse und Erfahrungen mitgeteilt werden.

Bewerber sollten selbstbewusst auftreten und versuchen, möglichst entspannt und natürlich zu bleiben. Neben den fachlichen Erfahrungen und Vorzügen empfiehlt es sich – dosiert – auch Persönliches preiszugeben. Das lockert die Atmosphäre auf und bringt einander etwas näher. Schließlich ist auch im späteren täglichen Miteinander nicht nur das Fachwissen wichtig, sondern auch der sympathische und kollegiale Umgang.

Sollte man bei dem ersten Vorstellungsgespräch bereits das Thema Gehalt ansprechen?

Wenn Bewerbern das Gehalt wichtig ist (und davon gehe ich aus) sollten sie das Gehalt ansprechen – aber erst zum Schluss, falls der Arbeitgeber es nicht bereits selbst getan hat. Es gibt Arbeitgeber die sich in diesem Punkt nur öffnen, wenn sie vom Bewerber angesprochen werden. Das kann dann zu einer großen Enttäuschung führen, wenn nach einem guten Gespräch und der Aussicht auf die Stelle das lang ersehnte Vertragsangebot kommt und das dort aufgezeigte Gehalt nicht im Mindesten den eigenen Vorstellungen entspricht.

Wie können sich Bewerber informieren, welches Gehalt angemessen ist?

Es gibt verschiedene Wege sich zu informieren, welches Gehalt üblicherweise gezahlt wird, so z.B. über den Bekanntenkreis, die örtliche Kammer oder auch die Rechtsprechung. Ob das so eruierte Gehalt für die in Aussicht gestellte Stelle dann aber auch für einen selbst als angemessen erscheint, muss natürlich jeder selbst entscheiden.

Mal ganz ehrlich: Mit welcher Punktzahl im Examen sind die Aussichten wirklich düster?

Da passt mal wieder die typische Juristenantwort: Es kommt drauf an. Bei Topkanzleien sind befriedigende Examina grds. nicht ausreichend und in einigen größeren Kanzleien gilt, dass in beiden Examen zusammen mindestens 16 Punkte erreicht werden müssen. Andererseits gibt es sicherlich auch etliche Kanzleien, in denen sich selbst ein „Vier-Punkte-Kandidat“ mit einem souveränen und sympathischen Auftreten – und ggf. einer guten Begründung für die unterdurchschnittliche Examensnote – erfolgreich bewerben kann.

Letztlich haben Noten immer nur eine begrenzte Aussagekraft. Gute Noten weisen natürlich auf ein gewisses juristisches Verständnis und die Fähigkeit mit Gesetzen umzugehen hin. Ob der Junganwalt aber nicht nur abstrakte Probleme wissenschaftlich aufarbeiten, sondern auch praxisbezogen und wirtschaftlich lösen kann, die Fähigkeit besitzt auf Leute zuzugehen und für diese zu kämpfen, belegen diese Noten nicht. Dabei sind gerade das Engagement, der Praxisbezug und der Umgang mit Mandanten und Kollegen in der anwaltlichen Tätigkeit außerordentlich wichtig.

Noch ein Tipp zum Schluss: Welche drei Fehler sollte man in der Probezeit unbedingt vermeiden?

Nun – mir fallen vier Fehler ein, die es m.E. zu vermeiden gilt:

  1. Zu „nassforsch“ sein – insbesondere wenn man noch Anfänger ist und erfahrungsgemäß noch viel zu lernen hat.
  2. Unhöflich und unkollegial sein – dies gilt auch in Bezug auf Verwaltungskräfte.
  3. Vor sich „hinwursteln“ – besser ist es nachzufragen, wenn etwas nicht verstanden wurde, anstatt etwas Unbrauchbares zu fertigen.
  4. Kein Engagement zu zeigen und nur „Dienst nach Vorschrift“ zu machen.

Frau Mähl-Hupka, wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

Jana Mähl-Hupka ist Rechtsanwältin in der Mazars Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (vormals: Roever Broenner Susat Mazars), (kooptiertes) Vorstandsmitglied des Berliner Anwaltsvereins sowie Lehrbeauftragte an der Universität Potsdam.

 

 

 

 

 

 

Trimborn von Landenberg / Mähl-Hupka
Die erfolgreiche Bewerbung als Rechtsanwalt
2017, 192 S., Deutscher Anwaltverlag, ISBN 978-3-8240-1493-4,
Preis 39,00 € inkl. MwSt.

 

So punktet Ihre Kanzlei mit starken Medienstatements

Wer professionell mit der Presse umgeht und klare Botschaften platziert, positioniert sich als Experte für sein Rechtsgebiet und zahlt überdies in die Kanzleimarke ein. Ziehen juristische Auseinandersetzungen Kreise, helfen medienaffine Juristen dabei, die Reputation ihrer Mandanten zu schützen. Susanne Kleiner gibt Tipps und Tricks für die Praxis.

Weniger ist mehr

Versierte Anwälte bringen ihre Botschaft in ein bis drei Sätzen auf den Punkt. So vermeiden sie, dass Sequenzen aus der Originalaussage geschnitten werden. Sie sprechen klar, einfach und verständlich. Ein Gedanke, ein Satz. Juristendeutsch, Fremdwörter und Fachausdrücke gehen gar nicht. Mit Metaphern und Zahlen oder Fakten veranschaulichen sie Abstraktes.

Im Brustton der Überzeugung

Überzeugende Sprecher führen am Satzende ihre Stimme nach unten und schließen mit einer bewussten Pause ab. Sie aktivieren ihre Bruststimme und setzen ihre Körperspräche selbstsicher ein.

Starke Botschaften fallen nicht vom Himmel

Kluge Sprecher bereiten sich vor und sie denken in Schlagzeilen. Was soll in der Öffentlichkeit ankommen? Wie kann ich mein Anliegen verdichten und geschickt zuspitzen? Für welche Werte stehe ich? Und sie überzeugen, weil sie Komplexität reduzieren. Gute Statements sind positiv und nachhaltig.

Klar in der Sache

Profis verzichten auf Ausflüchte wie Jein-Antworten oder Intros wie „Lassen Sie mich zuerst einmal erläutern …“. Denn damit outen sie sich entweder als unprofessionell oder unsicher. Ironie, Sarkasmus, fragwürdige Scherze und Sticheleien über Wettbewerber sind No-Gos. Gegenfragen können eine Strategie sein, um Zeit zu gewinnen. Doch Vorsicht: Konter gehen leicht nach hinten los, wenn sie aus Verzweiflung erfolgen.

„Kein Kommentar“ ist keine Lösung

Wer ausweicht, hat offenbar Dreck am Stecken. Erfahrene Kommunikatoren beziehen frühzeitig Position. Sie verteidigen sich nicht, provozieren nicht, sprechen keine Schuldzuweisungen aus. Und sie verwickeln sich nicht in Widersprüche. Sie greifen Verdachtsmomente auf, gehen jedoch nicht ausdrücklich darauf ein. Vokabular wie Staatsanwaltschaft, Klage, Ermittlungsverfahren, Vorwurf oder Gerichtsprozess ist tabu. So umgehen souveräne Sprecher mediale Minenfelder.

Pressevertreter verstehen und unterstützen

In den seltensten Fällen überraschen Presseanfragen. Entweder lancieren Kanzleien ihre PR-Arbeit aktiv und lenken gezielt Aufmerksamkeit auf sich. Oder sie betreuen Mandate, deren medialer Zündstoff absehbar ist; etwa bei „heißen“ Gerichtsverfahren. Sollten telefonische Anfragen doch einmal aus dem Nichts hereinflattern, ist es vollkommen in Ordnung zurückzurufen; am besten innerhalb einer Stunde. Wichtig dabei ist: Redakteure arbeiten unter Zeitdruck. Wer gehaltvoll und schnell liefert und respektvoll mit Journalisten kommuniziert, etabliert sich als beliebter Experte auch für zukünftige Themen.

Susanne Kleiner ist freie PR-Beraterin, Texterin, Journalistin und Mediatorin in München und kooperiert mit Rechtsanwälten als Expertin für Litigation-PR. Außerdem berät sie in allen Fragen rund um die Kanzlei-PR und Markenstrategie und entwickelt Image- und Werbetexte für Online- und Printmedien. Als Trainerin (dvct) und Coach (dvct) vermittelt sie mediale und persönliche Kommunikationskompetenz für Rechtsanwälte.

www.susanne-kleiner.de

 

Verträge rechtssicher gestalten: Leseprobe zur FormularBibliothek

Verträge zu gestalten oder bestehende anzupassen, erfordert ein hohes Maß an Voraussicht, sollen doch oftmals unterschiedliche Interessen Berücksichtigung finden.

Die FormularBibliothek | Vertragsgestaltung bietet – erstmals in einem Band – topaktuelle Muster in Kombination mit ausführlichen und besonders hochwertigen Erläuterungen für die Praxis der Vertragsgestaltung. Erfahrene Autorinnen und Autoren aus Anwaltschaft, Notariat und Justiz haben die Themen zusammengestellt, die in den wichtigsten anwaltlichen Tätigkeitsgebieten im Arbeitsalltag die entscheidende Rolle spielen. Die Bibliothek besticht durch folgende Vorteile:

  • mehr als 1.100 detaillierte Vertragsmuster aus den Kerngebieten anwaltlicher Tätigkeit – von Arbeitsrecht bis Wohnungseigentumsrecht
  • praxisnahe Einführungen helfen, juristische Probleme zu lokalisieren und sinnvolle vertragliche Formulierung zu finden
  • Checklisten verhindern das Übersehen wichtiger zu regelnder Fragen
  • Ein klarer Aufbau bietet optimalen Zugang zu den Mustern ohne langes Suchen
  • Internetanbindung mit vollständiger elektronischer Version einschließlich aller Muster und zitierter Rechtsprechung hilft bei der Vertiefung von Einzelfragen
  • Auf dem neuesten Stand – Reform des Bauvertragsrechts bereits berücksichtigt!

Überzeugen Sie sich selbst vom praktischen Nutzen anhand einer Leseprobe.

 

Kanzleimarketing.de: Vierte Ausgabe des eMagazins erschienen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die vierte und für 2017 letzte Ausgabe des eMagazins kanzleimarketing.de ist erscheinen! Neben relevanten Bereichen wie Online- und Empfehlungsmarketing steht dieses Mal im Mittelpunkt ein ungewöhnliches und zugleich wichtiges Thema: den Kanzleinamen. Dr. Dominik Herzog erklärt, wie er zur Benennung seiner Sozietät kam. Darüber hinaus liefert Dr. Peter Reinke als Experte für Ureber- und Medienrecht handfeste Ratschläge zum Umgang mit Bildern und Texten im Internet, um Abmahnungen zu vermeiden.

Weitere Themen sind:

  • Pia Löffler: Was soll Ihre Kanzleiwebsite können?
  • Angela Hamatschek: Prädikat Empfehlenswert – DIE entscheidende Frage
  • Peter Reinke: Urheber- und Medienrecht: Die Kanzleiwebsite – Texte und Bilder korrekt nutzen
  • Jens Schleifenbaum: Was ist Adwords und wie funktioniert das?
  • Dominik Herzog: Kanzleinamen: Warum eigentlich keine Fantasienamen?

Wir wünschen eine interessante Lektüre!

Es grüßt Sie im Namen des gesamten Kanzleiforum-Teams

RA Katharina Nitsch

Nachdenken über den Staat – Interview mit Andreas Voßkuhle

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

„Herr Voßkuhle, welche Bedrohungen sehen Sie für unseren Staat?“  fragte Beckextra Das Magazin.

Hier finden Sie das gesamte, sehr interessante Interview.

Wir wünschen anregende Lektüre!

Mit den besten Grüßen aus München

 

 

Infobrief „Hohe Schmerzensgeldbeträge“ – neue Ausgabe erschienen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

aktuell erschienen ist die dritte Ausgabe des Infobriefs Hohe Schmerzensgeldbeträge. Im Fokus dieser Ausgabe stellt RiBGH Wolfgang Wellner drei dramatische Autounfälle vor sowie einen Fall, bei dem eine junge Frau beide Nieren aufgrund eines Ärztefehlers verliert.

Eine interessante Lektüre wünscht mit besten Grüßen aus München

RA Katharina Nitsch

P.S.: Weitere Informationen rund um Anspruch, Bemessung und Durchsetzung von Schmerzensgeld finden Sie in diesen aktuellen Ausgaben

Slizyk
Beck'sche Schmerzensgeld-Tabelle 2018
2018, XXIV, 1168 S., C.H.BECK, ISBN 978-3-406-70558-8,
Preis 115,00 € inkl. MwSt.
Slizyk
Schmerzensgeld
2018, XXX, 300 S., C.H.BECK, ISBN 978-3-406-71621-8,
Preis 49,00 € inkl. MwSt.
Hacks / Wellner / Häcker
Schmerzensgeld - Beträge 2018
2018, 856 S., Deutscher Anwaltverlag, ISBN 978-3-8240-1487-3,
Preis 109,00 € inkl. MwSt.

Hey Lawyer, was geht? Gastbeitrag von Liane Allmann

Die Gründerszene boomt. Immer mehr Startups drängen auf den Markt und ändern auch Kommunikation und Kommunikations-Strukturen. Die Herausforderung für die Kommunikation zwischen Anwälten und Gründern besteht zunächst darin, dass Startups oft weniger erfahren sind, wenn es um Rechtsfragen geht. Startups sind mutiger und entscheidungsfreudiger und gerade wegen der Dynamik manchmal auch chaotischer. Die Kommunikation mit Startups bedarf einer besonderen Achtsamkeit der Anwälte. Eine Imitation jugendlich anmutender Sprache ist nicht notwendig.

Mandant im Mittelpunkt
Nicht die Präsentation der anwaltlichen Expertise muss in der Kommunikation in Richtung Mandant im Vordergrund stehen, sondern der Bedarf des Mandanten. Was sich so leicht liest, wird von Anwälten regelmäßig verdrängt. Wenn sie erste Begegnungen mit Gründern haben, versuchen Anwälte nicht selten sofort ihre Beratungsfelder zu platzieren, die dem Startup klarmachen sollen: So trivial ist das nicht. Aus Sicht des Anwalts ein natürlicher Reflex – perspektivisch möglichst viel Leistung zu verkaufen. Gerade für Jungunternehmer allerdings in erster Linie eines: Frustrierend.

Startups sind schnell
Startups sind schnell – müssen in vieler Hinsicht flexibel sein. Das erwarten sie auch von ihrem Anwalt. Was sie noch erwarten, ist die Möglichkeit, Entscheidungen schnell treffen zu können. Dafür benötigen sie eine besonders schnörkellose Korrespondenz, die rasch auf den Punkt kommt, die sie schnell erfassen können und die auf die Beleuchtung jeder juristischen Eventualität verzichtet. Knackige Informationen, zügig formuliert. Das nicht nur im E-Mail-Verkehr, sondern auch bei Mandantengesprächen. Für das Gegenüber sollte direkt klar werden, was möglich ist und was nicht.

Goldene Regeln zur Kommunikation mit Startups
Ein Anwalt sollte sich jederzeit bewusst sein, dass er eine vertrauensbasierte Dienstleistung verkauft. Deshalb muss er sich auch mit Vertrauensbildung auseinandersetzen. Und Vertrauen bildet sich sehr schnell bei Startups oder eben sehr schnell nicht. Grundsätzlich sollte folgendes beachtet werden:

  1. Wählen Sie eine leichte Sprache und kurze Sätze.
  2. Schreiben Sie im Aktiv – Sie formulieren so verbindlicher.
  3. Erklären Sie juristische Fachbegriffe und vermeiden Sie typisch juristische Füllworte und Floskeln.
  4. Vermeiden Sie Adjektive und Substantivierungen.
  5. Zeigen Sie klar Richtungen auf und bieten Sie echte Entscheidungsgrundlagen.
  6. Lassen Sie menschliche Nähe zu. Versuchen Sie sich in die Situation Ihres Mandanten hineinzuversetzen und bringen Sie ein ehrliches Interesse und im besten Falle Begeisterung für seine Idee auf.

Startups sind Startups sind Startups
Wichtiger Punkt in der Kommunikation mit Startups ist das Gespräch über Geld. Nichts frustriert den Anwalt so sehr, als wenn seine Rechnung nicht gezahlt wird. Da Startups regelmäßig einen nicht ansatzweise ausreichenden Betrag für anwaltliche Beratung in ihrem Business-Plan vorgesehen haben, sind sie zunächst kein attraktiver Mandant im klassischen Sinne. Das muss der Anwalt wissen und sollte sich genau überlegen, ob er – um dieses Risiko wissend – das Mandat annimmt. Auch hier kann man Regelungen treffen, die auch die Anwaltsmotivation hochhalten können, aber man muss eben sehr offen darüber reden und sehr klare Vereinbarungen treffen.

Ergebnis
Ich empfehle jedem Anwalt, Startups als Mandanten ernst zu nehmen und ihnen auf Augenhöhe und wertschätzend zu begegnen. Alter, Kleidung, Coworking-Space oder unorthodoxer Lebensrhythmus dürfen nicht verwundern. Startups sind oft anders – na und? Eine Bewertung ist nicht notwendig. Wichtig ist, dass man ein Gefühl für das Bedürfnis der oft sehr jungen Mandanten entwickelt und darauf professionell, aber angepasst eingeht. Startups wollen im Anwalt einen Partner erkennen können, der an sie glaubt und ihnen hilft. Gerade deshalb ist es notwendig, Kommunikationsformen und den Stil achtsam anzupassen. Das kann auch bedeuten, Startups zu disziplinieren, wenn es um das Bedürfnis nach Erreichbarkeit und Reaktionszeiten geht. Und es kann auch bedeuten, die Beratung von Startups in der Kanzlei jungen Anwältinnen und Anwälten zu überlassen, weil sie näher dran sind – am Alter, am Lifestyle und an allgemeinen Wertewelten.

Infobrief für junge Juristen – neue Ausgabe

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die neue Ausgabe des MkG-Infobriefs ist da: Erfahrene Praktiker geben darin neue und wichtige Tipps für junge Juristen. In dieser Ausgabe lesen Sie:

Prof. Dr. Dieter Müller: Das autonome Fahren – der Schlüssel für alle Probleme des Verkehrsrechts?
Dr. Christoph Kurzböck (L.L.M.): Das Entgeldtransparenzgesetz: Harte Konsequenz oder zahnloser Tiger?
Detlef Burhoff: Der Vorschuss auf eine Pauschgebühr – Voraussetzungen und Verfahren
Benjamin Schauß: Verjährungshemmung durch das Mahnverfahren – was ist zu beachten?
Karla Schlaepfer: Legal Tech starten mit Design Thinking
Video mit Kabarettist Dr. Dominik Herzog (RA): Über Volljuristen, Gott und Staatsanwältinnen
GratisFormular: Vergleich im Kündigungsprozess (aus Arbeitnehmersicht)

Eine interessante Lektüre wünscht mit besten Grüßen aus München

RA Katharina Nitsch

Jetzt neu bei der BeckAkademie Seminare: Gratis-e-Learning „Mandantenakquise“!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Kennen Sie eigentlich den Bereich e-Learning der BeckAkademie Seminare? Wenn nicht, haben Sie jetzt die Gelegenheit, einen Einblick in dieses innovative Produkt zu erhalten.

Loggen Sie sich einfach unter https://elearning.beck-seminare.de/gratis mit folgenden Daten ein:

E-Mail-Adresse: elearning@beck.de
Passwort: beck

„Akquise kann man nicht lernen“ – das hört man häufig. Handelt es sich hierbei um die Wahrheit, oder stellt sich das Ganze als „hemmender Glaubenssatz“ heraus? Auf diese und viele weiteren Fragen gibt Ihnen Expertin Carmen Schön in diesem e-Learning Antworten. Sie erhalten wertvolles Praxiswissen, wie Sie eine solide Basis für Ihre Mandantenakquise schaffen und die Kundengewinnung strukturiert angehen.

Nutzen Sie dieses kostenlose e-Learning und lernen Sie die Vorteile der Online-Fortbildung kennen:

  • Bei unseren e-Learnings haben Sie keinen festen Termin. Absolvieren Sie Ihr e-Learning zu dem für Sie passenden Zeitpunkt.
  • Unterbrechen Sie das e-Learning jederzeit. Unsere webbasierte Lernplattform speichert Ihren Lernfortschritt. Machen Sie dort weiter, wo Sie aufgehört haben.
  • Selbstverständlich ist unser e-Learning nicht nur an Ihrem PC-Arbeitsplatz verfügbar, sondern auch auf Tablets und Smartphones abspielbar.

Sie sind überzeugt? Hier finden Sie das gesamte Programm der BeckAkademie Seminare e-Learning in den unterschiedlichsten Rechtsgebieten.

Mit den besten Grüßen aus München

RA Katharina Nitsch