Ende der Wahrheitssuche?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Joachim Wagner, promovierter Jurist und Journalist, war fast zehn Jahre Leiter und Moderator des Fernsehmagazins PANORAMA und  hat ein neues Buch verfasst:

Wagner
Ende der Wahrheitssuche
2017, VII, 270 S., C.H.BECK, ISBN 978-3-406-70714-8,
Preis 29,80 € inkl. MwSt.

Eine Leseprobe finden Sie hier.
Viel Spaß bei der Lektüre wünscht im Namen des Kanzleiforum Teams
RA Katharina Nitsch

Keine Berichterstattung in der Tagesschau – oder „ein Mord wie jeder andere“?

Normalerweise beschäftigt sich dieser Blog mit Themen rund um Kanzleiführung und -management und umgeht die Politik sowie sonstige heikle Themen weiträumig. Da Sie als unsere Leser jedoch hauptsächlich Juristen sind, möchten wir Sie heute auf eine Kolumne des C.H.BECK Autors Thomas Fischer in „Der Zeit online“ aufmerksam machen. Unter  http://bit.ly/2hvUsvr finden Sie 11 Bemerkungen eines exzellenten Strafrechtlers zu dem Thema, das momentan Deutschland bewegt, nämlich das furchtbare Verbrechen in Freiburg und der Umgang der Medien damit.

Eine interessante Lektüre wünscht Ihnen im Namen des gesamten Kanzleiforum-Teams

RA Katharina Nitsch

Irreführende Werbung durch Hinweis auf ein „virtuelles Büro“ – Urteil des AGH Nordrhein – Westfalen

Gibt ein Rechtsanwalt auf seiner Internetseite und auf seinen Briefköpfen an, Büros an zwei unterschiedlichen Orten zu unterhalten, betreibt er seine Kanzlei tatsächlich aber nur an einem Ort, während er an dem anderen Ort – ohne vertragliche Grundlage – Bürodienstleistungen lediglich tatsächlich in Anspruch nehmen kann, handelt es sich um berufsrechtswidrige irreführende Werbung. Dies hat der Anwaltsgerichtshof des Landes Nordrhein-Westfalen mit Urteil vom 30.09.2016 entschieden (Az.: 1 AGH 49/15).

Nähere Ausführungen zu dem Urteil und den gesamten Sachverhalt finden Sie hier: http://rsw.beck.de/aktuell/meldung/agh-nordrhein-westfalen-verwendung-mehrerer-bueroanschriften-durch-rechtsanwalt-kann-irrefuehrende-werbung-sein

Was lange währt…Das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) ist in Betrieb gegangen!

Das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) ist heute in Betrieb gegangen. Die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) hat damit das Kommunikationssystem gestartet, mit dem künftig alle zugelassenen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte am elektronischen Rechtsverkehr mit den Gerichten teilnehmen werden.  Eine Verpflichtung, das beA zu nutzen, sieht die Verordnung allerdings erst ab dem 1.1.18 vor.

Haben Sie Fragen zum beA? Anregungen, Ergänzungen….?

Lassen Sie es uns wissen!

Es grüßt Sie herzlich

RA Katharina Nitsch im Namen des Kanzleiforum-Teams

Jochen Brandhoff: Das Digitale im Juristen – Was das Rechtssystem mit Software gemein hat; FAZ vom 9. November 2016

Die FAZ hat einen Beitrag unseres Beiratsmitglieds Dr. Jochen Brandhoff über die digitale Transformation des Rechtswesens und die Automatisierung des Rechts veröffentlicht. Darin erklärt Jochen Brandhoff, dass digitale Technologien wie die Blockchain und artifizielle Intelligenz, vor allem künstliche neuronale Netze, unser Rechtssystem grundlegend verändern werden. Außerdem beschreibt er, wie eng die Arbeitstechnik des Juristen mit der Funktionsweise von Computerprogrammen und der Struktur von Algorithmen verwandt ist.
Hier geht es zum Artikel: https://bop.legal/…/FAZ-Online-Nr.-262-v.-9.11.2016-Das-Dig…

Lexvisors – das nächste Legal Tech Start Up. Überlegungen zur Zunahme der Digitalisierung der freien Berufe

Seit Anfang Oktober ist Lexvisors online. Lexvisors bietet drei Services an: der Vergleich verschiedener anwaltlicher Angebote, die Möglichkeit einen Anwalt direkt zu befragen und eine Dokumentenerstellung. Damit reiht sich das Projekt ziemlich genau in die Mitte des Dreiecks aus den Frage- und Akquiseportalen wie 123recht (frag-einen-Anwalt.de), dem Duo Smartlaw/Janolaw sowie Vergleichsportalen wie Jurexpert oder Jurato. Anlass genug, sich Gedanken zu machen über die zunehmende Digitalisierung des Anwaltsberufes.

Anwälte verdienen ihr Geld überwiegend damit, dass sie am besten wissen, mit welchen Argumenten und Strategien man einen Prozess gewinnt, einen guten Deal abschließt oder aber auch welcher Richter welche Vorlieben hat. Sollte es tatsächlich in Zukunft möglich sein, diese doch sehr persönliche Arbeit über Softwareanalysen zu erledigen? Es gibt den einen oder anderen Ansatz, der diese Vermutung nahelegt, beispielsweise geblitzt.de oder advocado.de. Pauschalberatung gegen Pauschalhonorare? Wo bleibt das vielgerühmte Vertrauensverhältnis zwischen Anwalt und Mandant, das nach vorherrschender Auffassung unabdingbare Grundlage einer ordentlichen Vertretung ist? Lasterhaft gesagt scheint es so, als ob viele potentielle Mandanten genau dieses Vertrauen in die Anwaltschaft nicht (mehr) haben. Die Erfolge der Rechtsplattformen zeigen, dass Pauschalberatungen bei Pauschalthemen durchaus ihre Abnehmer finden. Was bedeutet das für die breite Anwaltschaft? Natürlich kann man keine Scheidung für 99,00 € kostendeckend durchführen, aber vielleicht wirkt bereits eine höhere Transparenz bei den Erstberatungskosten als vertrauensbildende Maßnahme?

Wie sehen Sie als Anwalt die Entwicklung? Mit Sorge?

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen!

Es grüßt Sie herzlich

RA Katharina Nitsch

für das kanzleiforum Team

Die Zukunft ist da!

… so lautete das inoffizielle Motto des „Anwaltszukunftskongresses“, der am 2. und 3. September in Köln stattgefunden hat. Junge Start-ups versuchen kontinuierlich mit neuen Ideen den Rechtsberatungsmarkt auch in Deutschland zu erobern. Technologiebasierte Geschäftsmodelle finden sich allerorten, sie verändern den Rechtsberatungsmarkt und erleichtern gleichzeitig den Zugang zum Recht. Lösen wir in Zukunft unsere Rechtsprobleme über das Internet? Bekommen Anwaltskanzleien virtuelle Zuarbeiter? Vorbehalte dagegen schwinden. „Legal Tech“ heißt das Schlagwort. Natürlich ist alles in einem Anfangsstadium, aber bedenken Sie: Richard Susskind wurde ausgelacht, als er seinen Klienten 1996 prophezeite, dass in absehbarer Zeit die Hauptkommunikation einer Anwaltskanzlei über E-Mail laufen würde. Die heutige Realität ist bekannt.

Wo geht die Reise hin, wie werden Kanzleien auf die neuen Technologien reagieren? Das ist die spannende Frage. Ideen, Anregungen und Kommentare freuen uns wie immer – speziell zu diesem interessanten und sicherlich kontrovers zu diskutierenden Thema!

Es grüßt Sie herzlich aus München

RA Katharina Nitsch