STP Legal Innovation Award 2018: Die Gewinner

Am 21. Juni 2018 wurde im Rahmen der 9. STP-Fachtagung im Grandhotel Schloss Bensberg, Bergisch Gladbach, erstmalig die Auszeichnung zum STP Legal Innovation Award durch die STP Informationstechnologie AG verliehen. 

Der STP Legal Innovation Award wird in drei Kategorien vergeben: Produkt, Prozess und Special.

Wir gratulieren den Gewinnern des STP Legal Innovation Awards sehr herzlich!

In der Kategorie „Produkt“:

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Legal Tech Verzeichnis online

Seit Anfang des Jahres 2018 ist das neu gegründete Legal Tech Verzeichnis online.

In diesem Verzeichnis findet man eine große Anzahl von Legal Tech Firmen, die ihre Produkte auf dem deutschen Rechtsmarkt anbieten. Diese sind unterteilt in Legal Tech Firmen für Rechtsanwälte (z.B. Anbieter von Dokumentenanalyse Software, eDiscovery, Dokumentenautomatisierung, Legal Chatbots, Legal Process Outsourcing, Law Practice Management, Human Resources Software) und Legal Tech Firmen für Verbraucher (z.B. Rechtsmarktplätze und Legal Tech Lösungen im Verkehrsrecht, Arbeitsrecht und Mietrecht).

Geboten werden dazu viele Informationen, wie z.B. Angebotsinhalte, Zielgruppen, Preise, Firmenvideos, Presseartikel und Interviews mit den Inhabern der Unternehmen. Außerdem findet man einen Legal Tech Kalender und aktuelle Legal Tech Nachrichten.

Das Legal Tech Verzeichnis dient in erster Linie Rechtsanwälten, die sich über Legal Tech Software und die Angebote auf dem digitalen Rechtsmarkt informieren möchten. Zudem ist das Verzeichnis auch interessant für Jurastudenten sowie Pressevertreter zu Recherchezwecken und für alle diejenigen, die gerne die Entwicklung der Digitalisierung der Rechtsbranche verfolgen möchten.

Aktuelle Fachbücher zum Thema Legal Tech im Vergleich

Seit Februar 2018 ist nun innerhalb von wenigen Monaten nach „Legal Tech – die Digitalisierung des Rechtsmarkts“ das zweite deutsche Legal Tech Buch erschienen mit dem Titel „Rechtshandbuch Legal Tech“. Patrick Prior, Legal Tech Berater und Inhaber des Legal Tech Verzeichnisses hat nun beide Bücher verglichen.

Gemeinsamkeiten

Zunächst lässt sich feststellen, dass beide Bücher das Thema Legal Tech sehr breit behandeln. Im Buch „Digitalisierung des Rechtsmarkts“ (kurz: DdR genannt) gibt es auf über 300 Seiten in 8 Kapiteln 31 verschiedene Themen von insgesamt 38 Autoren. Auch das „Rechtshandbuch Legal Tech“ (kurz: RH genannt), welches über 270 Seiten umfasst, bearbeitet 24 unterschiedliche Legal Tech Themen in 10 Kapiteln von 25 Autoren. Dabei gibt es trotz der sehr überschaubaren Anzahl an Legal Tech Experten in Deutschland nur sehr wenige Autoren, die gleich in beiden Büchern vorkommen. Beide Exemplare liefern zunächst einen guten Überblick über das Legal Tech Angebot in Deutschland. Auch der konkrete Einsatz von Legal Tech für Kanzleien, inkl. Digitalisierung & Automatisierung von Abläufen, findet in beiden Büchern statt. Weiterlesen

JUVE Studie: Wie stehen die Kanzleien zu Legal Tech?

Legal Tech ist nicht mehr nur ein Schlagwort, um sich innovativ und modern zu geben. Die Digitalisierung der Arbeit ist in den deutschen Wirtschaftskanzleien angekommen. Und die Stimmungslage ist verhalten optimistisch. Das hat eine JUVE-Umfrage ergeben, an der im Januar 2018 über 200 Wirtschaftskanzleien teilnahmen.

Unter den Teilnehmern der JUVE-Umfrage ist der Anteil der Ahnungslosen mittlerweile verschwindend gering. Nur drei Prozent der Kanzleien haben sich in den vergangenen zwölf Monaten noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt. Die überwältigende Mehrheit sondiert mindestens den Markt, die meisten investieren auch schon ganz konkret: in Software, Hardware oder Personal.

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Teil II: Legal Tech – Wird der Anwalt zum Rechner?

Die Digitalisierung des Rechts durch „Legal Tech“ ist unaufhaltsam. Rechtsanwendung und Rechtsgestaltung werden nicht nur irgendwie schneller und effizienter stattfinden, sondern neuartig und teilweise von anderen als den Juristen erbracht werden. Was sind aktuelle Entwicklungen? Worauf müssen sich Kanzleien einstellen? Wo gibt es Gefahren, wo Potenziale? Fragen über Fragen. Grund genug für das Kanzleiforum-Team, ein Interview mit Prof. Dr. Breidenbach, Florian Glatz und Tom Braegelmann zu führen. Sie sind die Herausgeber des neu erschienenen „Rechtshandbuch Legal Tech“. Lesen Sie jetzt Teil II des Interviews. Teil I finden Sie hier. Weiterlesen

Legal Tech – Wird der Anwalt zum Rechner?

Die Digitalisierung des Rechts durch „Legal Tech“ ist unaufhaltsam. Rechtsanwendung und Rechtsgestaltung werden nicht nur irgendwie schneller und effizienter stattfinden, sondern neuartig und teilweise von anderen als den Juristen erbracht werden. Was sind aktuelle Entwicklungen? Worauf müssen sich Kanzleien einstellen? Wo gibt es Gefahren, wo Potenziale? Fragen über Fragen. Grund genug für das Kanzleiforum-Team, ein Interview mit Prof. Dr. Breidenbach, Florian Glatz und Tom Braegelmann zu führen. Lesen Sie jetzt den ersten Teil des Interviews.  Weiterlesen

Alles nur Hype? 7 Argumente gegen Legal Tech

Alle reden über Legal Tech. Zu Unrecht? Prof. Dr. Stephan Breidenbach, Mitherausgeber des Buches „Rechtshandbuch Legal Tech“, nennt sieben Argumente gegen Legal Tech – und schaut sie sich genauer an. Wie viel Skepsis ist angebracht und wo liegen Missverständnisse? Der folgende Text ist ein Auszug aus dem neuen Buch.

1) Legal Tech – auch dieser Hype geht vorbei.

Stimmt. Soweit es sich um die plötzliche Aufmerksamkeit für ein bestimmtes Thema handelt, geht jeder Hype vorbei.

Die Digitalisierung des Rechts hat jedoch fundamentale Auswirkungen. Sie verschwindet ebenso wenig wie das Internet.

Manche Konsequenzen werden kurzfristig sichtbar werden, zum Beispiel durch neue Geschäftsmodelle im Internet oder durch aggressive Preispolitik von Kanzleien und Prozessfinanzierern.

Andere werden sich eher unbemerkt entwickeln. So wie Programme, die durch Software-Updates jedes Jahr besser werden. Erst in der Retrospektive wird man die enormen Entwicklungssprünge wirklich sehen. Weiterlesen

Digitalisierung in Kanzleien – Experten-Interview mit Markus Hartung, Micha-Manu Bues und Gernot Halbleib

Wir freuen uns, dass Sie uns für ein Interview für unseren Blog  zur Verfügung stehen. Kommen wir gleich zu unserer ersten Frage: Im November erscheint das Handbuch „Legal Tech“, das sich mit der Digitalisierung des Rechtsmarkts befasst.  Meinen Sie, die Zeit ist jetzt reif für ein Handbuch zu diesem schillernden Begriff? Was genau versteht man eigentlich unter „Legal Tech“?

Hartung: Darunter verstehen wir Software, mit der juristische Arbeit unterstützt, ergänzt, oder auch ersetzt werden kann. Das ist ein sehr weiter Begriff, der auch Kanzleimanagement-Software umfassen würde. Tatsächlich meint man damit Software, mit der zum einen die klassische juristische Arbeit – Recherche und Dokumentenerstellung – unterstützt wird, und zum anderen solche Technologien, mit denen neue Geschäftsmodelle für Anwälte möglich werden. Insgesamt steht Legal Tech aber auch für eine Szene von Start-Up Unternehmen, die solche Anwendungen entwickeln. Weiterlesen

Legal Tech in Deutschland – neue Website!

Die neue Website Legal Tech in Deutschland bietet die erste umfassende Datenbank mit allen Unternehmen und Anwendungen, die Technologieeinsatz mit juristischem Bezug innerhalb Deutschlands anbieten. Der viel diskutierte Legal Tech Begriff wurde dabei weit gefasst: So finden sich neben dem Branchenverband ELTA auch Nachrichtenportale und Stellenmärkte in der Datenbank.

“Unser Ziel war eine umfassende Übersicht über den deutschen Legal Tech Markt” so Philipp Hausser, Betreiber der Website Legal Tech in Deutschland.

Über 150 juristische Technologieanbieter listet die Website, die auch zahlreiche Filteroptionen bietet. So können die Legal Tech Anbieter nicht nur nach Anwendungsgebiet und Standort, sondern auch nach Gründungsjahr, Zielgruppe und Kosten sortiert werden.

Ein Blick auf die Deutschlandkarte von Legal Tech in Deutschland verrät schnell, dass es eine unangefochtene Gründer-Hauptstadt gibt: Knapp 1/3 aller Legal Tech Anwendungen kommen aus Berlin oder haben ihren Hauptsitz nach Berlin verlegt. Auf den Plätzen 2 und 3 der aktivsten Städte in Deutschland folgen München und Frankfurt am Main.

 

Die Digitalisierung frisst die Gerichtshöfe – die Auswirkungen der Online-Streitbeilegung auf das traditionelle Rechtsanwaltsgeschäft

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Online-Streitbeilegung (Online Dispute Resolution – ODR) verbreitet sich immer mehr – propagiert u.a. von EU, OECD und UNO – und wird privat von immer mehr Online-Marktplätzen in mehr oder weniger milder Form durchgesetzt. Das verändert Justiz und Rechtsanwendung grundlegend.

Auslöser ist der „Digital Justice Gap“: Es lohnt sich einfach für viele Verbraucher und Unternehmen nicht, ihre – oft aus Online-Transaktionen- herrührenden Rechte mit meist kleinem Streitwert langwierig in der traditionellen, national begrenzten und bislang strukturell papierbasierten Gerichtsbarkeit durchzusetzen. Damit korrespondiert, dass in der staatlichen Zivilgerichtsbarkeit immer weniger prozessiert wird. Zivilgerichte werden immer mehr gemieden.

Online-Streitbeilegung hat gegenüber traditionellen Gerichten etliche Vorteile: Weltweite Verfügbarkeit per Internet, keine Beschränkung auf vereinzelte Nationalstaaten/Rechtsordnungen und die Erledigung von Online-Sachverhalten in multijurisdiktionalen Kontexten. Weiterlesen