Soft Skills beleben und ReNo-Berufe attraktiver machen – Gastbeitrag von Susanne Kleiner

Mitarbeiterorientierte Rechtsanwaltskanzleien und Notariate positionieren sich mit persönlichkeitsbildenden Weiterbildungen als attraktive Arbeitgeber. Sie fördern Soft Skills und optimieren Mandantenkontakte im Team. Ansätze für Inhouse-Trainings und -Coachings stellt Susanne Kleiner vor.

Gute Kommunikation ist alles

Wer klare Botschaften formuliert und Körpersprache und Stimme bewusst einsetzt, vermittelt Klarheit und verwandelt Fragezeichen in Verständnis. Wortgewandte ReNo-Kräfte gewinnen Vertrauen, weil sie eindeutig und nachvollziehbar kommunizieren. Und sie hören aktiv zu. Respektvoll stärken sie Beziehungen und setzen sich durch, ohne andere abzuwerten. Denn sie beherrschen die Regeln der klaren Sprache und verstehen es, Wertschätzung zu bekunden. Weiterlesen

Personalauswahl und strukturierte Bewerbergespräche – Gastbeitrag von Viviane Schrader

In Zeiten des Fachkräftemangels finden viele Kanzleien kaum noch geeignete Bewerber, um ihre offenen Stellen für Rechtsanwalts- oder Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte adäquat und zügig zu besetzen. Umso wichtiger ist es, aus der teilweise geringen Anzahl von Bewerbungen diejenigen Personen herauszufiltern, die fachlich und persönlich geeignet sind, die freie Position in der Kanzlei dauerhaft zu besetzen. Denn nicht nur die Nichtbesetzung einer Stelle kostet die Kanzlei viel Geld, sondern auch die Fehlbesetzung!

Letztendlich kann man keinem Bewerber hinter die Stirn schauen, aber man kann durch ein wohldurchdachtes Bewerberauswahlverfahren und ein strukturiertes Bewerbergespräch dafür sorgen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Fehlbesetzung deutlich reduziert wird. Weiterlesen

Neues zur ReNo-Ausbildung – Interview mit Ronja Tietje und Sabine Jungbauer

Guten Tag Frau Tietje, guten Tag Frau Jungbauer, wir freuen uns, dass Sie uns als Herausgeberinnen für ein Interview für den Blog Kanzleiforum zur Verfügung stehen. Kommen wir gleich zu unserer ersten Frage: In den Büchern der neuen Reihe „RENO-Ausbildung: Fallakten“ widmen Sie sich der praktischen Ausbildung der ReNo anhand von realen Fällen. Erzählen Sie uns doch bitte, warum Sie diesen Ansatz gewählt haben. Gab es so etwas noch nicht auf dem Markt?

Durch die neue ReNoPat-Ausbildungsverordnung, die seit dem 01.08.2015 zur Anwendung kommt, ist die handlungsorientierte Wissensvermittlung sehr stark in den Fokus der Ausbildung gerückt. Dabei ist aber auch gleichzeitig zu beobachten, dass aufgrund zunehmender Spezialisierungen in den Anwaltskanzleien die Auszubildenden oft mit „normalen Zivilrechtsfällen“ kaum noch in Kontakt kommen. Wir halten gerade diese Fälle allerdings für eine gute Grundlage zur Erlangung des Basiswissens und wollten daher mit den Fallakten den Auszubildenden helfen, Zusammenhänge besser erkennen und beurteilen zu können. Weiterlesen

Der Rechtsfachwirt – Karrierechance für Rechtsanwaltsfachangestellte, Beitrag von Rechtsanwältin Dr. Sonja Fischer

Jahrelang gab es für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Anwalts- und Notarkanzleien, die sich nach ihrer Ausbildung zur/zum Rechtsanwalts- und/oder Notarfachangestellten noch weiterbildeten, kein einheitliches Berufsbild. Gleichzeitig wurde und wird von den Mitarbeitern in ihrer täglichen Arbeit in Rechtsanwaltskanzleien, Unternehmen, Verbänden und Behörden ein hohes Maß an rechtlichen Kenntnissen, eigenverantwortliche Organisation des Büros und Entlastung der jeweiligen Vorgesetzten erwartet. Doch ohne optimale Fortbildungsmöglichkeiten und der Möglichkeit, einen qualifizierten Abschluss zu erlangen, war dies nur schwer möglich. Diesem Missstand half der Bundesgesetzgeber mit der am 23.08.2001 erlassenen Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss „Geprüfte/r Rechtsfachwirt/in“ ab (BGBl. I, 2250). Zuständig für die Abnahme der Prüfung und für die Verleihung des staatlich geschützten Titels sind dabei die Rechtsanwaltskammern. Weiterlesen

Mitarbeiterbindung und -motivation – Was ist neben dem Gehalt noch wichtig? Anmerkungen aus Sicht einer Rechtsfachwirtin

Ja, Sie haben richtig gelesen: „neben“ dem Gehalt sind viele andere Faktoren notwendig, um Mitarbeiter dauerhaft an die Kanzlei zu binden und zu motivieren. Tatsächlich ist es so, dass eine angemessene Vergütung nur bis zu einem gewissen Grad als Motivator für gute Arbeitsleistungen wirkt. Danach verpufft der Effekt einer Gehaltserhöhung und die Mitarbeiter sind über diese „Stellschraube“ nicht mehr zu erreichen. Kommen zu einer Unzufriedenheit über die Bezahlung auch noch weitere Punkte hinzu, die einen Mitarbeiter in seinem Arbeitsverhältnis stören und ihn unzufrieden machen, wächst der Abwanderungsgedanke und im schlimmsten Fall verlässt der Mitarbeiter die Kanzlei. Soweit sollte es erst gar nicht kommen!

Viele Umfragen und Studien der letzten Jahre haben ergeben, dass die größten Motivatoren ein kollegiales, wertschätzendes Arbeitsumfeld, ausfüllende Tätigkeiten und authentische Führungskräfte sind. Dies lässt sich in einer Kanzlei am besten einbringen, wenn im Team (Kanzleiführung und Mitarbeiter) gemeinsam Kommunikations- und Feedbackregeln erarbeitet werden, an die sich dann auch alle halten müssen. Weiterlesen