Immobilienkauf mit künstlicher Intelligenz. Gastbeitrag von Robert Geiger und Henning Sieber

Zunehmend werden auf künstlicher Intelligenz basierende Softwarelösungen angeboten, um die bei Immobilientransaktionen zu prüfenden Datenmengen automatisch zu sortieren und auszuwerten. Dies wirft die Frage auf, welche Auswirkung derartige „Legaltech-Software“ zur Unterstützung juristischer Prüfungen auf die Vorbereitung und den Ablauf von Immobilientransaktionen und das Verhältnis der beteiligten Parteien hat.

Immobilientransaktionen bedeuten für den Käufer traditionell einen sehr großen, zeit- und kostenintensiven Prüfungsaufwand. Neben der eigenen wirtschaftlichen Bewertung der Immobilie lassen professionelle Käufer meist Wertgutachten und Due-Diligence-Berichte durch externe Berater erstellen. Zudem führen finanzierende Banken häufig eigene Bewertungen und rechtliche Prüfungen durch, für die sie mehr oder weniger stark auf die Ergebnisse der vom Käufer beauftragten Gutachten zurückgreifen. Weiterlesen

Webinar-Video zum Thema „Mehr Reisekosten abrechnen als auswärtiger Anwalt“ mit Norbert Schneider

Das Webinar „Mehr Reisekosten abrechnen als auswärtiger Anwalt“ mit Norbert Schneider, auf das wir Sie unlängst hingewiesen hatten, hat mittlerweile stattgefunden und war ein großer Erfolg. Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren allesamt sehr positiv, u.a. sehr guter Vortrag, kompakte und verständliche Darstellung“, „sehr gut vorgetragen anhand einer nachvollziehbaren, informativen und auch anschließend für die Praxis hilfreichen Präsentation, die den Ausdruck der Reisekostentabelle noch ergänzt“ und „Das Webinar war informativ und kompakt. Sehr schön ist die Download-Datei, um die vielen Entscheidungen, die so schnell nicht alle mitgeschrieben werden konnte, ggf. immer parat zu haben. Vielen Dank!“

Falls Sie den Livetermin verpasst haben, können Sie sich über das Thema in aller Ruhe im Webinar-Video informieren. Dazu einfach hier klicken.

Aus Fehlern einen Nutzen ziehen – kompetentes Beschwerdemanagement, Gastbeitrag von Ronja Tietje

Menschen machen Fehler. Diese Feststellung trifft auch auf Anwaltskanzleien zu. Aber kann man aus Fehlern auch einen Nutzen ziehen? Oder sind sie einfach nur lästig und es ist ärgerlich, dass sie passiert sind? Nein, ganz und gar nicht und ja, man kann und sollte seinen Nutzen aus den Fehlern ziehen. Aufgetretene Fehler müssen zum einen auf jeden Fall im Sinne eines zufriedenen Mandanten – zeitnah – behoben werden. Zum anderen können derartige Fehler auch dazu dienen Schwachstellen in den Prozessabläufen der Kanzlei aufzuzeigen. Dazu gehört allerdings, dass Beschwerden im Kanzleialltag eben nicht nur als lästige Angelegenheit gesehen werden, sondern als Chance die Abläufe der Kanzlei zu verbessern und damit einhergehend die Mandantenzufriedenheit zu erhöhen. Und neben der Zufriedenheit des Mandanten gibt es noch einen großen – für die Kanzlei ganz kostenlosen – Nebeneffekt, nämlich positive Mundpropaganda, also das sogenannte Empfehlungsmarketing. Eigentlich das beste Marketing, das sich jede Kanzlei nur wünschen kann. Weiterlesen

Finanz-Einmaleins für die Kanzlei von Professor Dr. Claus Koss

Judex non calculat. Der Jurist rechnet nicht oder liest Zahlen nur, wenn ein § davorsteht. Besagt zumindest ein Bonmot über die Zunft der Richter, Staats- und anderen Anwälte. Dabei hat das Spiel mit Plus und Minus, mit Soll und Haben, mit Umsatz und Gewinn seinen eigenen Reiz: Abhängig von der Rechnung, die aufgemacht wird, kommt ein ganz anderes Ergebnis heraus. Mal zum Vorteil des eigenen Mandanten, mal zu dessen Nachteil.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Claus Koss haben wir einige Grundregeln zusammengestellt – anwendbar im Kanzleialltag und in Verfahren. Weiterlesen

Interview mit Rechtsanwalt Dr. Jochen Theurer zum Thema Zeitmanagement

Guten Tag Herr Dr. Theurer. Fast hätte ich es nicht rechtzeitig zu unserem Interviewtermin geschafft. Sicherlich haben Sie als Autor des Buches Zeitmanagement für Juristen, das in 2. Auflage gerade erschienen ist, einen Tipp für mich, was ich zukünftig besser machen kann, um nicht völlig abgehetzt bei einem Termin zu erscheinen.

Früher losfahren und/oder ein Navi benutzen.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Zeitfresser?

Eine angeschlagene Gesundheit, ständige Unterbrechungen bei anspruchsvollen Tätigkeiten und die Überzeugung, alles selbst am besten zu können.

Reicht es aus, sich einfach vorzunehmen zielgerichteter zu arbeiten oder ist eine tiefergehende Umstellung der Arbeits- und Lebensweise notwendig?

Fast alle Zeitprobleme entstehen, weil man sich nicht traut, die sinnvollen, notwendigen und realistischen Schritte umzusetzen. Dabei tauchen nämlich regelmäßig tiefsitzende Urängste auf: Weiterlesen

Wie sag ich’s meinem Kinde: Anwaltliche Honorar-Argumentation

Unlängst berichtete mir der Seniorpartner einer süddeutschen Strafverteidigerkanzlei von einem prestigeträchtigen, aber äußerst aufwändigen Mandant: Eine Pflichtverteidigung hatte ihn ein Dreivierteljahr lang zeitlich fast komplett blockiert, weitere Personal- und Sachressourcen der Sozietät in Anspruch genommen und einige Opportunitätskosten verursacht. Als er dafür schließlich einen Gesamtbetrag von 65.000 Euro abrechnen wollte, reagierte der mit der Sache befasste Richter empört: Das sei ja so viel, wie er selbst in einem ganzen Jahr verdiene! Honorar veranschlagen – ein schwieriges, zuweilen frustrierendes Thema.

Es beginnt bei der Prüfung, ob Sie es sich von Fall zu Fall überhaupt leisten können, den RVG-Bereich (wenn er denn nicht ausnahmsweise der lukrativere ist) zu verlassen. Anschließend stellt sich die Frage, wofür. Welchen Ansatz verfolgen Sie denn stattdessen? Und den kommunizieren Sie dann – wie? Weiterlesen