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beA-Desaster: Was jetzt passieren muss

Das besondere elektronische Anwaltspostfach (beA) hat eine Pannen-Serie hinter sich. Der beA-Start wurde zur peinlichen Angelegenheit für die Bundesrechtsanwaltskammer (Brak) und den technischen Dienstleister.

„Man muss rückblickend kritisch fragen, ob es klug war, die Bundesrechtsanwaltskammer mit der Einführung des beA zu beauftragen. Als Selbstverwaltungskörperschaft hat sie weder die Erfahrung noch die nötige Kompetenz für ein so komplexes IT- Projekt“, kommentiert Matthias Bergt, Rechtsanwalt und Partner bei Boetticher Rechtsanwälte in der aktuellen NJW (3/2018).

Bergt weiter:

„Man muss auch kritisch fragen, ob mit der Firma Atos GmbH der richtige Dienstleister ausgewählt wurde. Immerhin hat er ein schon im Ansatz unsicheres System gebaut und in Betrieb genommen. Schlimmer noch: Auf das wegen Sicherheitsproblemen gesperrte offizielle Zertifikat hat er mit einer hochgefährlichen Bastel- Lösung reagiert, die mit keiner IT­ Policy vereinbar ist – wohl in der Erwartung, es werde schon niemand merken.

Bergt fordert nun von den Verantwortlichen „absolute Transparenz“. Das gesamte beA müsse „komplett offengelegt werden von der Client- Software über die Server- Implementierung und die Schnittstellen bis hin zur Hard- und Software von beA- Karte und Hardware- Sicherheits- Modul im Rechenzentrum“.

beA-Desaster: BSI als Problemlöser?

Sicherheitsprofis sollten die Technologie nun „auf Herz und Nieren“ testen. Und Bergt hat auch schon eine Idee, wer den Job übernehmen könnte: das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI. Dieses könne mit dem Sicherheitsaudit betraut werden und sollte anschließend die Audit-Berichte öffentlich zugänglich machen.

Was ist Ihre Meinung zum „beA-Gate“? 

beA oder vielleicht doch besser eine Brieftaube??? Gezwitscher zum beA …

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Humor ist laut Duden die Begabung eines Menschen, der Unzulänglichkeit der Welt und der Menschen, den alltäglichen Schwierigkeiten und Missgeschicken mit heiterer Gelassenheit zu begegnen.

In diesem Sinne wollen wir heute einen kurzen Einblick in den „beA Wahnsinn“ unter #beA geben.

 

Wie sehen Ihre Erfahrungen aus? Zwitschern Sie mit?

Wichtige (humorfreie) Infos zum beA finden Sie auch hier.

Mit herzlichen Grüßen aus München

RA Katharina Nitsch und das Kanzleiforum Team