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Neue Studie: Führende Wirtschaftskanzleien in Deutschland

Lünendonk & Hossenfelder hat in einer aktuellen Studie die Entwicklungen im Rechtsberatungsmarkt analysiert und hierbei sowohl führende Wirtschaftskanzleien als auch WP- Gesellschaften einbezogen.

„In unseren zurückliegenden Studien zur Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung wurde deutlich, dass WP-‐Gesellschaften gerade in der Rechtsberatung ein überdurchschnittlich großes Potenzial für organisches Wachstum sehen “, sagt Jörg Hossenfelder, geschäftsführender Gesellschafter von Lünendonk. „Dies war für unser Marktforschungs-‐ unternehmen der Anlass, die Hintergründe sowie die Wachstumsstrategien genauer zu analysieren.“

Auffallend ist, dass die WP-‐Gesellschaften vor allem abseits des Audit-‐Kerngeschäfts zulegen. Hossenfelder hierzu:

„Für die führenden WP-‐Gesellschaften ist das kein Widerspruch, denn sie sehen sich nicht nur als Abschlussprüfer, sondern als Professional-‐Services-‐Anbieter.“

Hier eine erste Zusammenfassung der Ergebnisse:

  • Die Wirtschaftsprüfer drängen stärker in die Rechtsberatung.
  • Führende Rechtsberatungs-Einheiten von WP-Gesellschaften wuchsen im Schnitt um 13,6 Prozent .
  • Das relevante Marktvolumen wird auf 6,5 Milliarden Euro taxiert
  • Digitalisierung wird als strategisch entscheidend erachtet, jedoch reichen die Investitionsbudgets nicht aus .

Interessant waren auch die Ergebnisse zu der Frage nach den größten grundsätzlichen Herausforderungen für Kanzleien.

Die detaillierte Lünendonk®-‐Studie 2017 „Führende Wirtschaftskanzleien in Deutschland“ auf Basis der Befragung über Strukturen, Strategien, Planungen und Restriktionen von 32 Wirtschaftskanzleien sowie Rechtsberatungs-‐Einheiten von WP-‐Gesellschaften wird im Februar 2018 bei Lünendonk vorliegen.

Die Zukunft ist da!

… so lautete das inoffizielle Motto des „Anwaltszukunftskongresses“, der am 2. und 3. September in Köln stattgefunden hat. Junge Start-ups versuchen kontinuierlich mit neuen Ideen den Rechtsberatungsmarkt auch in Deutschland zu erobern. Technologiebasierte Geschäftsmodelle finden sich allerorten, sie verändern den Rechtsberatungsmarkt und erleichtern gleichzeitig den Zugang zum Recht. Lösen wir in Zukunft unsere Rechtsprobleme über das Internet? Bekommen Anwaltskanzleien virtuelle Zuarbeiter? Vorbehalte dagegen schwinden. „Legal Tech“ heißt das Schlagwort. Natürlich ist alles in einem Anfangsstadium, aber bedenken Sie: Richard Susskind wurde ausgelacht, als er seinen Klienten 1996 prophezeite, dass in absehbarer Zeit die Hauptkommunikation einer Anwaltskanzlei über E-Mail laufen würde. Die heutige Realität ist bekannt.

Wo geht die Reise hin, wie werden Kanzleien auf die neuen Technologien reagieren? Das ist die spannende Frage. Ideen, Anregungen und Kommentare freuen uns wie immer – speziell zu diesem interessanten und sicherlich kontrovers zu diskutierenden Thema!

Es grüßt Sie herzlich aus München

RA Katharina Nitsch