LEGAL REVOLUTION Expo & Congress 2020

Zwei Tage Innovation und Networking auf der internationalen Fachmesse für Recht und Compliance – das gibt es bei der LEGAL REVOLUTION Expo & Congress, die in diesem Jahr am 30.11 und 1.12. bereits zum vierten Mal stattfindet.

Tauchen Sie ein in eine Welt voller Lösungen und erleben Sie mit 90 Ausstellern die europaweit einmalige Dienstleistungs- und Produktvielfalt der LEGAL REVOLUTION. Zahlreiche Entscheider und Gestalter aus Rechts- und Compliance-Abteilungen, Kanzleien, Hochschulen und Justiz finden hier zusammen, um sich auf den aktuellen Stand der Entwicklungen im Rechts- und Compliance-Markt zu bringen. Workshops, Panels, Lectures und Coachings – Gestalten Sie Ihr persönliches Trainingsprogramm für die digitale Transformation des Rechts!

Corona Versprechen

Bei Corona-bedingtem Ausfall können Sie zwischen folgenden Optionen frei wählen:

  1. Sie erhalten eine vollständige Rückerstattung des gezahlten Ticketpreises
  2. Die gebuchten Leistungen werden auf den Folgetermin der LEGAL REVOLUTION übertragen
  3. Der gezahlte Ticketpreis wird auf die Tickets der LEGAL LIVE (die virtuelle LEGAL REVOLUTION) angerechnet und Sie bekommen die Preisdifferenz zurückerstattet

Sie können also unbesorgt bei den Frühbucherpreisen zugreifen.

Justiz

Stärkung des Justizstandorts Deutschland

Neuer Beitrag im Deutschen Anwaltsspiegel.

Im Blickpunkt: Startschuss für „Commercial Court“ in Baden-Württemberg 

Der „Brexit“ und seine Auswirkungen auf den Gerichtsstandort London haben den Wettbewerb der nationalen Justizstandorte in Europa intensiviert. Auch die deutsche Justiz versucht, mit Initiativen wie „Law – Made in Germany“ und Diskussionen um die Modernisierung des Zivilprozesses und die Einrichtung von Commercial Courts ihre Attraktivität für große internationale Wirtschaftsstreitigkeiten zu steigern. Innerhalb Deutschlands will Baden-Württemberg in diesem Wettbewerb zukünftig eine Spitzenposition belegen und hat angekündigt, dass an den Landgerichten Stuttgart und Mannheim ab dem 01.11.2020 der erste Commercial Court in Deutschland seine Arbeit aufnehmen soll. Die Hintergründe und Ziele dieser neuen Spruchkörper sowie die hiermit verbundenen Neuerungen für die zivilgerichtliche Streitbeilegung werden in diesem Beitrag zusammengefasst.

Hier können Sie den ganzen Beitrag des deutschen Anwaltspiegels kostenlos lesen!

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Wann Kündigung bei Kurzarbeit rechtens sein kann

Ausgabe 04/20 des MkG-Fachinfo-Magazin erschienen

Mittlerweile hat man sich an den Alltag mit Corona gewöhnt. Gleichzeitig müssen JuristInnen mit der täglichen Informationsflut an Gesetzesänderungen rund um die Pandemie fertig werden. Eine der wichtigsten Sachverhalte behandelt Petra Geißinger in der MkG-Ausgabe 04/20. Die Arbeitsrechtlerin klärt darüber auf, wann eine Kündigung bei Kurzarbeit rechtmäßig sein kann. Darüber hinaus rufen wir zur Teilnahme an der Umfrage zur MkG-Expo auf, die im November 2020 stattfinden wird. Um welche Themen soll es bei der ersten Online-Fachmesse des MkG-Infodienstes für JungjuristInnen gehen? Stimmen Sie jetzt ab!

In dieser Ausgabe lesen Sie:

Petra Geißinger: Kurzarbeit und Kündigung von Arbeitsverhältnissen – wie passt das zusammen?

Sabine Jungbauer: PDF-Dokumente per beA einreichen – BAG entscheidet streng!

David Schwab: Darum lohnt sich ein Jobwechsel nach den ersten Berufsjahren

Harald Minisini: Das Zwangsvollstreckungsmandat – kein Mandat zweiter Klasse!

Dorela Kress: Wie geht man mit Deckungsabsagen von Rechtsschutzversicherungen um?

MkG-Interaktiv: Gestalten Sie die MkG-Expo 2020 aktiv mit und nehmen Sie an unserer Umfrage teil

Interessante Lektüre wünscht Ihnen

Ihr Kanzleiforum Team

Teil 3: Positionierung – Wie positioniert sich die Kanzlei „Sturm, Stolz & Partner“ am Markt?

Alle Teile der Beitrags-Reihe zur Kanzleistrategie:

Teil 1: Anamnese – Die Kanzlei „Sturm, Stolz & Partner“ fürchtet Ziele

Teil 2: Unternehmensziel – Wo will die Kanzlei „Sturm, Stolz & Partner“ hin?

Teil 3: Positionierung – Wie positioniert sich die Kanzlei „Sturm, Stolz & Partner“ am Markt?

Teil 4: Kanzleikultur – Die Kanzlei „Sturm, Stolz & Partner“ richtet eine Kanzleikultur ein

Teil 5: Kanzleimarketing – Wie setzt die Kanzlei „Sturm, Stolz & Partner“ ein erfolgreiches Kanzleimarketing auf?

Teil 6: Die neue Webseite der Kanzlei „Sturm, Stolz und Partner


Oberstes Kanzleiziel

Das ober­ste Un­ter­neh­mens­zie­l bei „Sturm, Stolz & Partner“: heißt bislang „Wir wollen Umsatz machen.“ Dieses Lippenbekenntnis ist allgemein unter Anwälten anerkannt, wird aus Glaubensgründen mehrfach täglich rhetorisch verstärkt und löst – besonders beim Feierabendbier – in der Regel ein gutes Gefühl aus, und zwar beim Sprecher ebenso wie beim geneigten Zuhörer.

Deshalb kann das Ansinnen, folgenlose Wünsche durch ein reell definiertes Kanzlei-Ziel zu ersetzen, wie ein ganz böser Spielverderber daher kommen:

  • Mitarbeiter und Anwälte werden „bei der erstmaligen Formulierung von Kanzleizielen gezwungen, ihre persönlichen Zielsetzungen zu offenbaren.
  • Schwelende Konflikte zwischen der Kanzleiführung und einzelnen Mitgliedern („Kollege X war immer schon ein Bedenkenträger.“) drohen anlässlich der Zielbildung in offenen Konflikten zutage zu treten.
Erst die Antwort auf spezifizierende und quantifizierende Fragen führt zu Zieldefinitionen

„Denn nur durch die offene Diskussion und durch eine gemeinsame Zielbildung können Risikofaktoren … auf Dauer vermieden werden.“ (Rechtsanwalt Dr. Reinhold Mauer, Bonn und Dr. Andreas Krämer, Bonn/Cambridge, USA: „Braucht eine Kanzlei Ziele?- Ein Beitrag zu TQM in der Anwaltskanzlei“, in: Anwaltsblatt 1998, S. 113 – 119.)

Schulterzucken und Ratlosigkeit als Reaktion auf Zielfragen sind ein Indiz für ein fehlendes Ziel. Bitte ausprobieren bei der Behauptung: „Wir wollen Umsatz machen.“

Die Fragen lauten:

  • Wodurch genau wollen wir mehr Umsatz machen?
  • Wie viel Umsatz mehr soll es sein?
  • Bis wann?
  • Was wollen wir generell erreichen?
  • Wollen wir expandieren oder uns spezialisieren?
  • Welche Rechtsgebiete wollen wir dazu gewinnen?
  • Welche abgeben?
  • Wohin geben wir welche ab,
  • unter welchen Bedingungen,
  • an wen und
  • mit welchem Ziel?
  • Welche Wunschgröße wird angestrebt?
  • Wie weit soll Expansion geschehen?
  • In welchen Feldern soll Expansion geschehen
Die Marktpositionierung

Als wer wollen wir am Markt gemeinsam wahrgenommen werden? Welche Rolle wollen wir spielen? Der Überblick über den ersten Schritt sieht so aus:

Die Unternehmensstrategie: Was planen wir also?

Es gibt keine Strategie ohne Ziel! Un­ter­neh­mens­stra­te­gien sind nur sinn­reich un­ter dem Dach der Un­ter­neh­mens­zie­le.

(Das kennt jeder: Wer überdenkt schon die Aufstockung seiner Abendgarderobe, weil er den Garten frühlingsfit machen will?)

Generell ist die Entwicklung einer tragfähigen Kanzlei-Strategie gekoppelt an die Definition kurz-, mittel- und langfristiger Geschäfts-Ziele, an ein internes Stärken/Schwächen-Profil (Standortanalyse), an eine externe Marktanalyse und an eine alle Standorte betreffende, öffentlich wahrnehmbare Kern-Kompetenz, die eine ebenso wahrnehmbare Zielmandantschaft versorgt.

Analyse und Erarbeitung der Ist-Situation

Die Erarbeitung einer Stra­te­gie ist erst der zweite Schritt! Sie beginnt mit der Analyse der Ist-Situation und fehlt bei „Sturm, Stolz & Partner“ vollkommen: Wel­che Stär­ken und Schwä­chen ha­ben wir? Wie ist der Markt? Was braucht der Markt? Was ergibt die Analyse der Standorte? Was folgt aus dieser Bestandsaufnahme?

Der Mitbewerber darf den gewählten Fokus in dieser Konstellation noch nicht dominant besetzt haben! Sollte das der Fall sein, bleibt ihr nur der Sonderweg: Sie muss dann entweder durch ein Spezialfeld dieses Rechtsgebiets, durch eine besondere geographische Positionierung (auch: Internationalität), durch eine besondere Kombination mit anderen Gebieten (X-Recht IMMER in Kombination mit Y-Recht) oder durch besonders viele oder besonders prominente Veröffentlichungen (auch: Kolumnen) auftrumpfen.

Hier ist eine nach Sach- und Rechtsgebieten erstellte, hilfreiche Matrix. Erstellen Sie Ihre:

Aus dieser Matrix entwickelt die Kanzlei ihre Zielpositionierung durch folgende Fragen:

  • Wodurch wollen wir am Markt dominant auftreten?
  • Was fehlt?
  • Was kann im Hintergrund weiter laufen?
  • Was wird nicht weiter entwickelt?
  • Was wird durch Publikationen, Vorträge, Webseiten, Allianzen, Fachkenntnisse etc.  besonders hervorgehoben?
Was ist ein Positionierungsthema?

Zuvor machen sich die Entscheidungsträger bewusst, was bei der Einrichtung ihres zukünftigen Positionierungsthemas besonders zu be­achten ist. Das Positionierungsthema muss

  • hinreichend definiert sein,
  • durch einen oder mehrere Prota­gonisten gewährleistet sein,
  • seine Zielgruppe erreichen,
  • hinsichtlich der Konkurrenz besonders platziert sein,
  • ausgewogen sein zwischen Generalität und Spezialität,
  • nach Marktanalyse Ausbaumöglichkeiten bieten,
  • Gewinn und Verlust für andere Bereiche der Kanzlei berücksichtigen,
  • genügend Honorarpotential bieten,
  • ein Dauerthema sein, keine Eintagsfliege,
  • jederzeit eine Kontroll- und Korrekturmöglichkeit bieten und
  • eine integrative Wirkung auf die Kanzlei haben.

Welche Mandanten wollen wir? (zunächst Wünsche, brainstorming)

Dazu ermitteln die Anwälte im Partnerkreis zunächst durch ein Brainstorming (keine Nennung kommentieren, ausschließen oder diskutieren!), in Gruppen nach Rechtsgebieten unterteilt:

Welche Mandanten wollen sie? Hier sind die noch ungeordneten Ergebnisse:

Bauunternehmen (Vergabe; VOB/A), Wirtschaftsmandate (kontinuierliche Beratung), IT-Unternehmen, Unternehmen aus dem Bereich Heizung, Klima, Sanitär, Unternehmen aus dem Bereich Mess-, Steuer-, Regeltechnik, Leasing, Finanzdienstleister, Unternehmen aus dem Bereich des Pharma- und Medizinrechts, Versicherungen, gewerbliche Großvermieter, Banken, Verlage, Medienunternehmen, Kommunen, Internet-Firmen, der vermögende Privatmann/-frau, Energieunternehmen, Exploration, Bauträger, Hotels, Planungsgesellschaften, Autovermieter, Immobilienbesitzer, Handelsunternehmen, Dienstleistungsunternehmen.

Aus dem Wunsch wird ein Ziel

Um aus dem Wunsch ein Ziel zu machen, wird jede Nennung nun „geclustert“, also einem Oberthema zugeordnet.

Die zukünftig prominent in die Öffentlichkeit getragenen Gebiete werden festgelegt und erscheinen hier in dunkel unterlegt:

Die Entscheidung für die Positionierung durch diese drei Gebiete wird schließlich vorangetrieben durch die in der Kanzlei bereits angelegten Möglichkeiten, alle drei Gebiete auch untereinander zu vernetzen (vgl. die Pfeile im Bild).

Vorsicht! Kampfabstimmungen – wie bislang bei „Sturm, Stolz & Partner“ – zeigen, dass eine Schwerpunktbildung noch nicht gelungen ist!

Wenn relevante Entscheidungsträger der Sozietät in wichtigen Unternehmensentscheidungen „überstimmt“ werden, holt sich die Kanzlei dauerhaft Torpedos ins Haus!

TIPP: In dieser Situation sind Abstimmungen undemokratisch!

Die Alternative ist: Einwände anhören, Kompromisse eingehen, Ziel verkleinern oder drehen, Fragen stellen, Probezeiten einrichten, den Kritikern neue Rollen ermöglichen, Alternativen zu direkten Akquiseaufgaben einrichten … Geduld und Durchhaltevermögen sind in dieser Situation allseits gefragt!

Unsere Autorin

Johanna Busmann, Hamburg trainiert, coacht und berät seit 30 Jahren Anwaltskanzleien und ihre Mitarbeiter.

Dies ist der dritte Teil ihres sechsteiligen Coachingberichts über den steinigen Weg einer mittelständischen Kanzlei zu einer realistischen und nachhaltigen Marktpositionierung.

www.anwalts-akquise.de

Verfassungsstaat und Corona-Krise

Zahlreiche Klagen von Bürgerinnen und Bürgern sowie erste Gerichtsentscheidungen zeigen:

Bei den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist die Politik häufiger über das Ziel hinaus geschossen.
Die Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Jens Kersten von der Ludwig-Maximilians-Universität in München und Prof. Dr. Stephan Rixen von der Universität Bayreuth analysieren in ihrem Buch »Der Verfassungsstaat in der Corona-Krise«, ganz aktuell die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Grundgesetz. Beckextra Das Magazin sprach mit den beiden.

Den Beitrag können Sie hier lesen.

Kersten / Rixen
Der Verfassungsstaat in der Corona-Krise
2020, 182 Seiten
Gebunden € 24,90
C.H.BECK ISBN 978-3-406-76012-9

28. Auflage des Duden erschienen

Sicher schreiben, auch in Zweifelsfällen. Dafür steht seit der ersten Ausgabe im Jahr 1880 der Duden. Für die neue Auflage hat die Duden-Redaktion das Nachschlagewerk um 3.000 auf nun insgesamt 148.000 Stichwörter erweitert. Die neuen Wörter stammen vor allem aus den Bereichen Medizin und Technik, Politik und Mobilität, Umwelt und Gleichstellung der Geschlechter. Deutliche Spuren hat auch hier das Coronavirus hinterlassen mit Ansteckungskette, Lockdown, Social Distancing, Herdenimmunität, Reproduktionszahl. In dieser Ausgabe erstmals enthalten sind Tipps zum geschlechtergerechten Sprachgebrauch. Rund 300 Wörter hat die Redaktion gestrichen, darunter Müllerbursch, Dorfschöne oder Eheweib. Verständlich aufbereitet bietet der Duden darüber hinaus auch Informationen zu Zeichensetzung, Grammatik, Aussprache und Bedeutung, gibt Empfehlungen bei Schreibvarianten und bietet Hilfe beim Lösen von Zweifelsfällen. Eine unverzichtbare Hilfe für alle, die Wert auf eine fehlerfreie geschäftliche Korrespondenz legen.

Duden – Die Deutsche Rechtschreibung
2020, 1.296 Seiten
Hardcover € 28,00
Dudenverlag. ISBN 978-3-411-04018-6

Teil 2: Unternehmensziel – Wo will die Kanzlei „Sturm, Stolz & Partner“ hin?

Alle Teile der Beitrags-Reihe zur Kanzleistrategie:

Teil 1: Anamnese – Die Kanzlei „Sturm, Stolz & Partner“ fürchtet Ziele

Teil 2: Unternehmensziel – Wo will die Kanzlei „Sturm, Stolz & Partner“ hin?

Teil 3: Positionierung – Wie positioniert sich die Kanzlei „Sturm, Stolz & Partner“ am Markt?

Teil 4: Kanzleikultur – Die Kanzlei „Sturm, Stolz & Partner“ richtet eine Kanzleikultur ein

Teil 5: Kanzleimarketing – Wie setzt die Kanzlei „Sturm, Stolz & Partner“ ein erfolgreiches Kanzleimarketing auf?

Teil 6: Die neue Webseite der Kanzlei „Sturm, Stolz und Partner


Das Unternehmensziel – Wo wollen wir hin?

Es gibt keinen Erfolg ohne innere Ausrichtung!

Ein wirksames Unternehmensziel setzt den Willen aller voraus, ein solches zu definieren und langfristig durch eindeutige, gemeinsame Aktionen zu beweisen!

Es besteht aus der Eingrenzung des Kanzleizwecks („Wozu sind wir da?“), der Etablierung einer Unternehmensphilosophie („Was ist uns wichtig?“) und der Definition des obersten Kanzleiziels („Als wer wollen wir am Markt bekannt sein?“).

Nach der ersten unstrukturierten Sammlung besteht das zukünftige Dach von „Sturm, Stolz & Partner“ aus folgenden Segmenten:

Jedes Segment wird nun spezifiziert (Was genau?) und quantifiziert (Wie viel davon?). Das dabei heraus kommende Schluss-Dach verringert noch einmal die Anzahl der Überschriften.

(In diesem Beispiel kommen die Punkte Akquise, Corporate Identity und auch „Qualität“ erst unter Strategie zum Zuge, denn sie sind typische Folgen des Daches „Marktpräsenz Bundesliga“).

Neues Dach der Kanzlei:

Die „wilden“ Nennungen werden Oberpunkten zugeordnet:

Das Fundament des Hauses

Dieses Fundament determiniert alle Vorgaben für die Konstruktion der Kanzleistrategie, und diese wiederum entwirft und entscheidet Anzahl und Ausstattung der Zimmer, also die Aktionen, die ganz am Schluss das Haus ausmachen werden.

Die Definition eines Unternehmensziels zwingt also zu einem innerlich hierarchischen und äußerlich chronologischen Aufbau von:

  • Ziel
  • Strategie
  • Aktion

Merksatz: Wer ohne langfristige Deckung durch ein gemeinsames Ziel agiert, wird sich nicht langfristig am Markt behaupten können!

Wer gleich losrennt oder „erst mal abwartet“, wie viele Zimmer zusammenkommen, deren Wände schon tapeziert, den Teppich verlegt und erst dann das Dach deckt, riskiert unangemessene Enge oder Weite, häufige Anbauten, damit verbunden eine „Dauerbaustelle“ mit inhomogener Statik, unnötig hohen Reparatur- und Konstruktionskosten – und langfristig den Verlust von Dauerbewohnern.

Der Kanzleizweck

Der Kanzleizweck wird bislang bei „Sturm, Stolz & Partner“ angegeben mit: „Wir möchten unsere Mandanten rechtlich sicher und langfristig sinnreich beraten.“

Verloren gegangen sind zwei weitere, entscheidende Erfolgskriterien: die gemeinsame Erhaltung aller Arbeitsplätze der Kanzlei und eine verbindlich angestrebte, genaue Begründungspolitik für jeden Akquiseschritt:

Zu welchem genauen Zweck gehen wir auf eine Bühne?

Wir tun das auf keinen Fall jemals nur, um die Zuhörer zu informieren oder nur, weil wir gern Vorträge halten: alle unsere Auftritte haben den Zweck, unsere Kanzlei abzusichern, unser Image zu erweitern und unsere Marktposition zu stärken!

Unsere Leitfrage lautet: „Tun wir wirklich alles, um Mandanten, Mitarbeiter und uns selbst langfristig zufrieden zu stellen?“

Die Un­ter­neh­mens­phi­lo­so­phie

Ei­ne Un­ter­neh­mens­phi­lo­so­phie fehlt bislang bei „Sturm, Stolz & Partner“. Die Partner antworten auf die Frage nach dem derzeitigen Stand einer gemeinsamen Kanzleikultur mit „Wir ziehen alle an einem Strang“ und „Unsere Sekretärinnen sind als wichtige Teammitglieder integriert.“

Das löst bei den juristischen und nicht-juristischen Angestellten einige Monate nach der Fusion großes Gelächter aus. Un­an­tast­ba­re kulturelle Grund­wer­te einer Kanz­lei sind wie Leit­li­nien, an denen sich jeder orientiert.

Sie kennzeichnen eine gemeinsame Kultur auch nach innen, heben die Kanzlei von Mitbewerbern ab und sorgen dafür, dass alle gern zur Arbeit kommen.

Verstöße gegen die Kanzleikultur vernichten das gegenseitige Vertrauen und werden geahndet: Einmal entschieden, sollten sich alle Berufsträger der Kanzleikultur in allen ihren Verhaltensweisen unterordnen, denn das „Führungskonzept geht davon aus, dass sich Kollegen ungeachtet der gesellschaftsrechtlichen Stellung den Funktionsträgern und den fachlichen Leitern freiwillig unterordnen.

Dort wo diese Unterordnung nicht funktioniert, sind sozialer Druck der Gruppe, institutionelle Gremien (…) und zuletzt die faktische Machtausübung Mittel der Durchsetzung.“

Die gemeinsame Leitkultur

Sie ziehen sich alle zusammen in ein Waldhotel zurück und ermitteln dort durch ein wildes brain-storming, hierarchisch zunächst in drei Gruppen getrennt voneinander, was Kanzleikultur in jeder Hierarchiestufe der Kanzlei zukünftig ausmachen soll.

Jede Gruppe darf ihre drei Hauptanliegen nach 30 Minuten wieder in den Raum bringen. Das Ergebnis visualisieren sie in einer Matrix:

Zuerst tragen sie die Ergebnisse des brain-storming in der Spalte Zukunft ein, dann ergänzen sie daneben schriftlich und gemeinsam (NICHT diskutieren! Jeder sagt seine Ansicht!) den gegenwärtigen „Ist-Zustand“ ein (gefühlte und faktische Ist-Zustände können beim nächsten Schritt ergänzt werden!).

Jede Kanzlei kann diesen Mini-Zielführungskurs zur Errichtung einer Kanzleikultur selbst durchführen!

Danach ermitteln sie bei jeder Inkongruenz (2. Reihe), wie sie die Zukunft hinkriegen und welche genauen Maßnahmen (3. Reihe) dorthin führen.

Je detaillierter sie das schaffen, desto besser die Erfolgsaussichten! Schließlich erarbeiten alle gemeinsam einen Leitspruch nach folgender Frage:

Welcher Leitspruch über uns könnte in allen unseren Fluren hängen, ohne dass ihn Mandanten, Angestellte und Partner der Sozietät übertrieben, lustig oder unglaubhaft fände?

Unsere Autorin

Johanna Busmann, Hamburg trainiert, coacht und berät seit 30 Jahren Anwaltskanzleien und ihre Mitarbeiter.

Der Beitrag ist Teil des sechsteiligen Coachingberichts über den steinigen Weg einer mittelständischen Kanzlei zu einer realistischen und nachhaltigen Marktpositionierung.

www.anwalts-akquise.de

www.anwalts-coach.de

Wie sieht Ihre perfekte Online-Fachmesse aus?

Gestalten Sie die MkG-Expo 2020 aktiv mit und nehmen Sie an unserer Umfrage teil.

Welche Themen beschäftigen junge Juristinnen und Juristen? Darum geht es in einer Online-Umfrage, die es ermöglicht, das Fachprogramm der MkG-Expo aktiv mitzugestalten. Die MkG-Expo ist eine virtuelle Fachmesse, die sich an Anwältinnen und Anwälte in ihren ersten Berufsjahren richtet. Erfahren Sie, warum sich eine Teilnahme an der Umfrage lohnt.

Schon seit etwa fünf Jahren versorgt das Fachinfo-Magazin MkG Jungjuristinnen und -juristen kompakt und verständlich mit nützlichen Tipps und Fachinformationen rund um Kanzleipraxis, Mandatsarbeit, Digitalisierung, Berufsrecht, RVG & Co. Jetzt wird die Marke MkG (Mit kollegialen Grüßen) um ein weiteres Format erweitert: Die MKG-Expo, eine virtuelle Fachmesse, vermittelt – wie das MkG-Fachinfo-Magazin – Themen und Tipps, die Anwältinnen und Anwälten die tägliche Kanzleipraxis erleichtern, sodass sie die bestmögliche Rechtsberatung erteilen können. Ergänzt werden die Fachvorträge von Anbietern, die Lösungen für die Kanzleipraxis präsentieren.

Wie der Fachinfo-Dienst orientiert sich auch die MkG-Expo stark an den Bedürfnissen seiner Zielgruppe. Statt von Branchenkennern „erraten“ zu lassen, was Juristinnen und Juristen wirklich interessiert, fragen die Veranstalter potenzielle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einfach selbst. Ihr Anspruch ist es, Themen zu präsentieren, die für Anwältinnen und Anwälte wirklich relevant und nützlich  sind und Lösungswege aufzuzeigen, die sie sofort umsetzen können.

Link zur Umfrage: https://kanzlei-umfrage.de/umfrage-mkg-expo-2020/

Das Wichtigste in Kürze:

Was bekomme ich für die Teilnahme an der Umfrage?

Mit Ihrer Teilnahme an der Umfrage bestimmen Sie das Fachprogramm der MkG-Expo aktiv mit. Durch die Vorträge finden Sie Lösungen und Antworten auf Fragen, die Ihnen Ihre Arbeit erleichtern.

Worum geht es in der MKG-Expo-Umfrage?

Ziel der Umfrage ist es, ein passgenaues Fachprogramm für Sie zu entwickeln mit Themen und Fragen, die Sie wirklich interessieren.

Wann findet die MkG-Expo statt?
Im November 2020. Über organisatorische Details zur Online-Fachmesse berichten wir rechtzeitig.

Wie lange dauert die Umfrage und ist sie anonym?

Die Umfrage dauert nicht mehr als fünf Minuten und ist natürlich anonym!

Justitia

PMN Management Award 2020 – Die Nominierungen

In diesem durch die Pandemie gekennzeichneten Jahr gab es besonders viele Projekteinreichungen bei den PMN Management Awards. Diese Auszeichnungen werden seit 12 Jahren an herausragende Projektteams von Wirtschaftskanzleien verliehen. Sie konkurrieren in sieben Kategorien mit ihren innovativen und geschäftsfördernden Initiativen um die begehrten Preise.

Bei den Bewerbungen aller Kategorien gab es hochaktuelle Konzepte, die zeigen wie Kanzleien die aktuelle Pandemie-Situation nutzen um neue, erfolgsversprechende Wege einzuschlagen  und um ihre Sozietät sowohl wirtschaftlich wie personell gestärkt durch die Krise zu führen. Besonders starken Zulauf hatte die Kategorie „Legal Tech“ mit einer bunten Palette an Technologieentwicklungen für die schnelle und effiziente Bearbeitung von juristischen Dienstleistungen.

Welche Projekte die diesjährigen Preise gewinnen werden, entschied nun die 5-köpfige Jury der PMN Management Awards. Sie setzt sich zusammen aus erfahrenen und kundigen Experten der Branche und nominierte nun die besten Projekte. Bei der PMN Award Gala werden diese vorgestellt und die Finalisten und 1. Preisträger jeder Kategorie ausgezeichnet werden.

Die Finalisten der PMN Management Awards 2020:
(in alphabetischer Reihenfolge)

Kategorie  G e s c h ä f t s e n t w i c k l u n g   –   Sponsor: JLL

  • CMS Hasche Sigle
  • KPMG Law
  • Quinn Emanuel Dtld.

Kategorie  H u m a n  R e s o u r c e s –   Sponsor: Karrieremacher

  • Baker McKenzie
  • CMS Hasche Sigle
  • Wolf Theiss

Kategorie  K o m m u n i k a t i o n

  • CMS Hasche Sigle
  • Oppenhoff Rechtsanwälte
  • P+P Pöllath und Partners

Kategorie  L e g a l  T e c h

  • Clifford Chance
  • FPS Rechtsanwälte
  • Gleiss Lutz

Kategorie  N a c h h a l t i g k e i t

  • Baker Tilly
  • Graf von Westphalen
  • Luther Rechtsanwälte

Kategorie  N e w c o m e r

  • Baumann Resolving Disputes
  • Nolde Legal

Kategorie   M a n a g e m e n t  –  Sponsor: Keiper Kreth
In dieser Kategorie gibt es keine Nominierungen. Der Managing Partner (m/w/d) bzw. das Managementteam des Jahres wird bei der PMN Award Gala bekannt gegeben und ausgezeichnet werden.

Die Auszeichnungen finden im Rahmen der feierlichen PMN Award Gala am Abend des 24. September 2020 in Frankfurt statt.

Hier sehen Sie die Preisträger des letzten Jahres: