Kanzlei-Expo öffnet ihre virtuellen Türen: beck-online.Die Datenbank ist mit dabei

Das neue Messeangebot bietet Anwält/innen und Steuerberater/innen sowie deren Angestellten vom 25. bis 29. Mai 2020 die Möglichkeit, auf einer virtuellen Ausstellung innovative Kanzleiangebote „live“ zu erleben. Mit dabei ist auch beck-online.Die Datenbank. Am Stand erhalten interessierte Besucher einen Überblick über das gesamte Angebot und erfahren, welche neuen Funktionen das Arbeiten mit beck-online noch zielgerichteter machen. Kommen Sie am Stand vorbei!

Das Datenbank-Team freut sich über ihren Besuch!

Neues Nachrichtenportal „Heute im Recht“

Entdecken Sie jetzt beck-aktuell.HEUTE IM RECHT, das neue Nachrichten-Portal für juristische Fachinformationen.

  • mit tagesaktuellen Nachrichten zu den relevanten Rechtsentwicklungen,
  • der wichtigsten Rechtsprechung und neuen Gesetzesvorhaben,
  • Expertenmeinungen zu den praktischen Konsequenzen sowie
  • spannenden Interviews und Kurzbeiträgen zu brandheißen Rechtsthemen.

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Ihr Kanzleiforum Team

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Webinar: Digitalisierung der Kanzlei – Strategie, Praxis und Pragmatismus

Das Webinar zur Umsetzung der Digitalisierung in der eigenen Kanzlei

Will man seine Kanzlei zukunftsfähig und krisensicher gestalten, führt kaum ein Weg an der Digitalisierung vorbei. Die derzeitige Krise sorgt für zusätzlichen Handlungsdruck. Weiterlesen

Corona und Recht: Die neue Zeitschrift COVuR

Anfang Mai neu erschienen ist die Zeitschrift COVuR, die zweimal monatlich Rechtsfragen zur Corona-Krise behandelt. Welche Inhalte die Leser erwarten dürfen, weiß unser heutiger Gesprächspartner Dr. Frank Lang, Programmbereichsleiter im Verlag C.H.BECK, der die Zeitschrift redaktionell betreut.

Herr Dr. Lang, tägliche Sondersendungen, Eilmeldungen oder Behördenschreiben informieren  bereits ausführlich über die Corona-Krise. Bedarf es da tatsächlich einer eigenen Zeitschrift zu dem Thema?

Schon an den vielen Reaktionen auf unser Corona-Blog in der beck-community konnten wir sehen, dass es offensichtlich einen enormen zusätzlichen Informationsbedarf jenseits der offiziellen Verlautbarungen sowie der Berichterstattung in der allgemeinen Presse gab und gibt. Der Deutsche Richterbund schätzt, dass bislang rund 1.000 Eilverfahren bei deutschen Gerichten anhängig waren und zwischenzeitlich entschieden sind. Und dies nicht immer kongruent. Selbst innerhalb eines Gerichtes gibt es divergierende Entscheidungen, wie etwa beim Verwaltungsgericht Minden, das über die angeordnete Schließung eines Hundefriseursalons zu entscheiden hatte und diese zuerst bestätigte, kurze Zeit später aber die Öffnung doch erlaubte. Zur allgemein bekannten 800 qm-Regel bei den Ladenöffnungen im Handel gab es beispielsweise bundesweit eine große Zahl unterschiedlicher Judikate. Die Eilmaßnahmen der Politik waren zu Beginn der Pandemie der Not der Eile gehorchend grob gestrickt und es wundert nicht, dass viele Gerichte die eine oder andere Regelung nicht gestützt haben. Weder die praktischen Folgen der Pandemie sind derzeit absehbar noch ist die rechtliche Aufbereitung klar. Deshalb werden wir uns noch eine ganze Weile damit beschäftigen müssen und insbesondere was die rechtlichen Fragen betrifft auch Neuland betreten. Das alles begleitet die COVuR.

Wie ist die Zeitschrift aufgebaut?

Zu Beginn widmen sich prominente Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis jeweils mehreren Themen, die in Aufsatz-Form aufbereitet sind. Im Anschluss folgt ein Rechtsprechungsteil, in dem aktuelle Urteile zu Corona-Themen im Volltext abgedruckt sind; wichtige Urteile sind mit einer Anmerkung versehen, die eine Bewertung des Richterspruchs ebenso wie einen Blick auf die praktischen Konsequenzen der Entscheidung enthalten. Darüber hinaus finden sich neben aktuellen Nachrichten vor allem auch (nach Rechtsgebieten geordnete) Hinweise auf zahlreiche andere Beiträge zu Corona-Themen aus Zeitschriften von C.H.BECK und Nomos.

Gibt es einen Zuschnitt auf einzelne Rechtsgebiete oder ist das Themenspektrum breit aufgestellt und berücksichtigt z.B. auch steuerliche Aspekte?

Natürlich decken wir in der COVuR alle Rechtsgebiete ab, auch das Steuerrecht. Am Anfang der Krise waren es bei der Rechtsprechung die Eilentscheidungen zu den allgemeinen Beschränkungen, welche die Themen vorgaben; zwischenzeitlich dominieren die Klagen gegen einzelne Beschwernisse wie etwa die Maskenpflicht. Und demnächst – ein erstes Urteil des LG Heilbronn in der Sache liegt schon vor und ist mit einer Anmerkung in Heft 3 abgedruckt – werden es die Entschädigungsfragen sein, welche die Diskussion beherrschen. Bei den Aufsätzen sind es zu Beginn vor allem die Auswirkungen der Pandemie auf Gerichtsprozesse gewesen, die Anlass zu einer genaueren Betrachtung gaben. Aber auch zum Beispiel die Diskussion um den Wegfall der Geschäftsgrundlage, insbesondere bei der Gewerberaummiete. Auch die insolvenzrechtliche Folgen der Pandemie sowie der Einfluss auf die Vergabe öffentlicher Aufträge waren Themen des ersten Heftes. So nehmen wir mit der COVuR die Themen aus der Praxis auf und bieten den Leserinnen und Lesern aufbereitete Informationen auf entsprechendem Niveau ebenso wie praktische Lösungen aus erster Hand.

Richtet sich die Zeitschrift nur an Berater oder nehmen auch Geschäftsführer z.B. mittelständischer Unternehmen sie mit Gewinn zur Hand?

Jeder, der Recht in der Praxis anwenden und umsetzen muss, liest die COVuR mit Gewinn.

Die Zeitschrift wird inklusive des Online-Moduls COVuRDirekt angeboten. Umfasst dieses lediglich die Inhalte der bereits erschienen Beiträge oder erhält es auch darüber hinausgehende Informationen?

Das Modul enthält die Zeitschrift in elektronischer Form mit Verlinkungen. Über die Links bekommen die Nutzer kostenfreien Zugriff auf die verlinkten Aufsätze der allermeisten in beck-online vorhandenen Zeitschriften sowie die verlinkte Rechtsprechung, insbesondere aus BeckRS.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit den Schriftleitern Dr. Marc Ruttloff und Dr. Eric Wagner?

Gemeinsam haben wir in atemberaubender Geschwindigkeit dieses neue – und in der mehr als zweihundertfünfzigjährigen Verlagsgeschichte wohl einmalige – Projekt auf die Beine gestellt. Und ich bin ebenso froh wie dankbar, in Herrn Dr. Ruttloff und Herrn Dr. Wagner zwei absolut professionelle Partner als Schriftleiter zu haben, die immer wieder ihre Ideen einbringen und zusammen mit dem Lektorat der COVuR ihren Zuschnitt gegeben haben, der sie jetzt prägt. Allesamt waren wir von Anfang an überzeugt von der Idee und haben sie konsequent umgesetzt. Hand in Hand arbeiten wir nicht nur in riesigem Tempo und ebensolcher Präzision daran, alle zwei Wochen die Hefte zu füllen, sondern auch die COVuR weiterzuentwickeln, sie den Bedürfnissen der Praxis anzupassen. So macht die Arbeit an der Zeitschrift in jeder Hinsicht großen Spaß!

Können Sie Beispiele für Themen nennen, welche in den nächsten Heften behandelt werden?

In Heft 2 zum Beispiel haben wir Beiträge zum Haushaltsverfassungsrecht, zu „Systemrelevanz“ und „Kritische Infrastruktur“ sowie zu Verkehrsstraf- und Bußgeldverfahren. Die Rechtsprechung wird dominiert von zahlreichen Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, etwa zum Verbot von Gottesdiensten während des Lockdown. Daneben finden sich im Strafrecht einige Entscheidungen in Haftsachen und auch Rechtsprechung aus dem Sozialrecht, etwa zu Mehrbedarf oder auch der Frage, wer die Kosten eines anlasslosen COVID-19-Tests trägt. Und wie gesagt die viel beachtete Entscheidung des LG Heilbronn mit einer Anmerkung.

Neben der Zeitschrift gibt es ja noch weitere Titel mit wichtigen Informationen rund um die Corona-Krise. Können Sie unseren Lesern einen Tipp finden, wo sie diese auf einen Blick finden können?

Insbesondere bei C.H.BECK sind bereits viele Titel erschienen, aber auch bei anderen Verlagen bringen mehr und mehr Fachbücher zur Thematik heraus. Die Kolleginnen und Kollegen von beck-shop.de haben eine Themenseite erstellt, auf der „Fachliteratur zu Rechtsfragen in der Corona-Krise“ zu finden ist.

Herr Dr. Lang, wir danken Ihnen für das Gespräch.

 

COVuR: COVID-19 und alle Rechtsfragen zur Corona-Krise
Fachzeitschrift
1. Jahrgang 2020
Geheftet inkl. Online-Nutzung als kostenloses Probeabo € 0,00 für 3 Monate
C.H.BECK ISSN 2700-3051

Interviewpartner: Dr. Frank Lang

(Foto © Christian Moser)

Rhetorik für das Plädoyer – Interview mit Prof. Dr. Thomas Lübbig

Guten Tag Herr Professor Lübbig. Wir freuen uns, dass Sie uns für ein Interview für unseren Blog Kanzleiforum zur Verfügung stehen. Kommen wir gleich zu unserer ersten Frage: Ihr Werk „Rhetorik für Plädoyer und forensischen Streit“ widmet sich schwerpunktmäßig der Rhetorik. Wird dieses Thema in der Ausbildung vernachlässigt?

Der Gesetzgeber selbst erklärt Kenntnisse der Rhetorik zu einer Schlüsselqualifikation in der juristischen Ausbildung, ebenso „Verhandlungsmanagement, Gesprächsführung und Kommunikationsfähigkeit“ (§ 5a Abs.3 Deutsches Richtergesetz). Das haben viele Hochschulen aufgegriffen, nicht nur in Vorlesungs- oder Kursveranstaltungen, sondern auch in praktischen Übungen wie zum Beispiel bei Moot Courts. Trotzdem bleibt Rhetorik ein vergleichsweise neues Fach, das sich hierzulande noch nicht so fest etabliert hat wie z.B. in Frankreich.

Halten Sie Rhetorik für eine Schlüsselkompetenz eines Juristen?

Ich glaube schon, dass es sich lohnt, den Einsatz von Sprachbildern und Metaphern in der Sprache der Juristen, auch der Gerichte, zu studieren. Selbst wann man persönlich vom Sachlichkeitsanspruch geleitet wird und von Rhetorik nicht viel hält oder erwartet, erlaubt einem das Studium dieser Materie, die wertende Sprache von anderen besser zu deuten oder einzuordnen.

Wie kann man diese Kompetenz praktisch einüben? Haben Sie hier eine Idee für unsere Leser, wann man dies auch im Alltag ausprobieren kann?

Das Buch nennt sehr viele Quellen, auch auf Youtube, die man konsultieren kann, um anderen beim Argumentieren und Streiten zuzuhören und zuzusehen. Es gibt also ausreichend Anschauungsmaterial. Ansonsten ist es immer hilfreich, einen mündlichen Auftritt vorher zu proben und sich von anderen darin beraten zu lassen, wie der eigene Vortrag wirkt und ankommt.

Ist Ihr Buch schwerpunktmäßig für Strafverteidiger interessant oder hilft es allen Juristen?

Natürlich hat man auch aufgrund der vielen (amerikanischen) Justizfilme immer das Plädoyer des Strafverteidigers als Musterdomäne für die Beredsamkeit vor Augen.  Vor anderen Gerichtszweigen ist das nicht so verbreitet. Aber auch dort verfehlt es den Eindruck nicht, wenn man seinen Standpunkt spontan in zehn Minuten erläutert und sich damit auch voll hinter diese Rechtsmeinung stellt.  An dem Goethewort: „Gewöhnlich glaubt der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dabei doch auch was denken lassen“, ist schon etwas dran.

Sie ziehen auch Parallelen zu modernen Methoden wie Framing oder Neurolinguistisches Programmieren (NLP). Können Sie uns hierüber etwas erzählen? Was sind das für neue Methoden? Was bewirken sie in der Praxis?  

Framing ist ein importierter Begriff für eine ganz einfache und lang bekannte Sache: Wenn man einer Sachdarstellung eine bestimmte Wertung oder Richtung verleihen will, hilft es, wenn der zentrale Begriff schon mit einer für einen selbst günstigen Wertung behaftet ist und dieser Begriff auch von den anderen Diskursteilnehmern akzeptiert wird. In der Juristensprache finden sich dafür erstaunlich abwertende und unsachliche Beispiele, also rechtliche Vokabeln, die ungeachtet ihres pejorativen Inhaltes jeder verwendet, z.B. räuberischer Aktionär, Markenpirat, Mietnomade, ausufernde Klageindustrie. NLP ist bisher in Deutschland im juristischen Bereich – glücklicherweise – noch wenig bekannt und wird eher im Vertrieb oder Medientraining eingesetzt. In den USA ist das anders, das habe ich in einem kurzen Kapitel einmal zusammengefasst.

Vom Strafprozess abgesehen bleiben vor Gericht häufig nur wenige Minuten Redezeit, um die Beteiligten für die eigene Argumentation zu gewinnen. Haben Sie einen praktischen Tipp für unsere Leser?

Wenn das Gericht deutlich signalisiert, genug gehört zu haben, dann wird man nicht viel Wohlwollen erreichen, wenn man ein längeres Plädoyer quasi erzwingt. Aber häufig ist die Choreographie vor Gericht nicht so eindeutig. Dann hängt es davon ab, was man zu sagen hat und wie man es präsentiert, ob man dafür auch Gehör findet. Gerade wenn das Ergebnis auch aus Sicht des Gerichts noch offen ist, lohnt es sich doch, den eigenen Standpunkt konzis, aber geschlossen darzustellen.

Herr Professor Lübbig, wir danken für das Gespräch! 

Lübbig
Rhetorik für Plädoyer und forensischen Streit
Einzeldarstellung
2020, XVI, 165 Seiten
Softcover ca. € 39,00
C.H.BECK ISBN 978-3-406-75065-6

Autor:

 
Rechtsanwalt Professor Dr. Thomas Lübbig ist Partner der Sozietät Freshfields Bruckhaus Deringer und arbeitet in den Bereichen EU-Beihilferecht, europäisches und deutsches Kartellrecht sowie zu anderen Fragen des Unionsrechts und tritt regelmäßig vor dem Gericht und dem Gerichtshof der Europäischen Union als Prozessvertreter auf.

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So macht Digitalisierung Kanzleien krisensicher: das neue Legal Tech-Magazin

Wer in der Vergangenheit schon auf digitales Arbeiten gesetzt hat, ist in Zeiten der Coronakrise klar im Vorteil. Für alle anderen wächst der Druck, sich mit neuen, digitalen Lösungen auseinanderzusetzen. Vor diesem Hintergrund kann die Krise als Chance begriffen werden, die eigene Kanzlei langfristig innovativer und digitaler zu gestalten. Hier leistet das Legal Tech-Magazin als Ergänzung zur Website legal-tech.de Unterstützung und liefert Ansatzpunkte, Ideen, Inspiration und Hilfestellung zur erfolgreichen Digitalisierung der Kanzleiarbeit.

In drei Schritten zur krisensicheren Kanzlei

Im ersten Beitrag des neuen Magazins schildert Autor Ludwig Wolter, mit welchen drei Schritten die Kanzlei auf ein neues Digitalisierungslevel gehoben werden kann, um für Krisen gerüstet zu sein und für langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sorgen.

Weitere Themen dieser Ausgabe:

► FFI-Verlag: So geht Deutschlands Anwaltschaft mit Legal Tech um – die Ergebnisse der großen Legal Tech-Umfrage

► Simon Reuvekamp: Digitales Diktat, oder lieber doch gleich Spracherkennung?

► Patrick Prior: Cloud-Lösungen in der Kanzlei – darum sind Sicherheitsbedenken unbegründet

► Sophie Reblin: Was macht eigentlich ein Legal Engineer?

► Alisha Andert: Mandantenzufriedenheit mit Legal Tech erhöhen – wie geht das?

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Ihr Kanzleiforum Team

Eine weitere Ausgabe des Magazins finden Sie hier:

Interaktive Live-Webinare der BeckAkademie Seminare

FAO-/FBO-Fortbildungen: Präsenz-Veranstaltungen nun online als Live-Webinare verfügbar

Wegen der aktuellen Lage wird die berufliche Fortbildung in vielen Bereichen erschwert. Gerade Fachanwälte, die sich nach § 15 FAO weiterbilden möchten, stehen vor einer besonderen Herausforderung. Denn aus Gründen des Gesundheitsschutzes sind Präsenz-Veranstaltungen aktuell nicht möglich.

Um dennoch Fortbildung in gewohnter Qualität zu ermöglichen, wandelt die BeckAkademie Seminare viele ihrer Präsenz-Veranstaltungen in interaktive Live-Webinare um. So können sich Fachanwälte, Steuerberater und Unternehmensjuristen weiterhin in vielen Rechtsgebieten fortbilden – jedoch online zu Hause oder im Büro.

Dabei erfahren die Teilnehmer die gleichen Inhalte wie im Präsenz-Seminar, können Fragen stellen und sich mit Referenten und anderen Teilnehmern austauschen. Möglich macht dies der virtuelle Veranstaltungsraum über das Videokonferenz-Tool Microsoft Teams: Per Mikrofon, Webcam oder auch Text-Chat sind Teilnehmer immer aktiv im Live-Webinar mit dabei. Die Teilnahme am Live-Webinar erfolgt über die Microsoft Teams-App oder ganz einfach über den Browser.

Weitere Informationen und eine Übersicht über das täglich wachsende Live-Webinar-Angebot der BeckAkademie Seminare finden Sie hier: http://www.beck-seminare.de/live-webinare

Mediation, Moderation und Coaching: Rezension von Dr. Anette Schunder-Hartung

Konflikte nicht vernünftig zu bewältigen ist ein teurer Spaß. Im Unternehmen wirkt er sich im besten Fall motivationshemmend aus, in der Regel gehen die Folgekosten aber weit darüber hinaus: So sinkt nicht nur die Produktivität, sondern auch die Loyalität von Kolleg(innen), in die Sie womöglich teuer investiert haben und auf die sie nur unter erheblichen weiteren Mühen und Kosten verzichten wollen und können. Umso befremdlicher ist es, dass personenbezogene Konfliktlösungstechniken ausgerechnet in einer so hochpreisigen Branche wie der juristischen noch häufig ein Schattendasein führen. Die Autorin, nach einer Dissertation vor fast 30 Jahren (auch) über Mediationsformen heute in großem Umfang Moderatorin und Business Coach (IHK), kennt diesen Effekt aus eigener Anschauung.

Umso erfreulicher ist die Themenkombination eines neuen Buches aus der für ihre Wissenschaftswerke viel gerühmten Nomos-Gruppe: „Mediation, Moderation und Coaching: Erfolgreiche Methoden und Strategien aus der Praxis für die Praxis“, verspricht das von Ingo Recker und Petra von der Weien herausgegebene Werk – dessen Autor(inn)en bis auf das Einführungskapitel zum Mediationsgesetz bezeichnenderweise auch keine Juristen sind. Was die überwiegend in Norddeutschland tätigen Verfasser an gruppen- und einzelpersonennützigen Erkenntnissen und Hinweisen zusammengetragen haben, ist sehr unterschiedlich. Teilweise sind die Beiträge recht wissenschaftlich angelegt, teilweise sehr lebensnah verfasst, in einem Fall eher esoterisch angehaucht. In jedem Fall ist aber sowohl für Anfänger, die sich einlesen möchten, als auch für Konfliktlösungsprofis viel Anregendes dabei.

So ist beispielsweise der Hinweis von Thomas Reich (auf Seite 73) praktisch wertvoll, dass sich die Mediation auch dort als Methode einsetzen lässt, wo man nicht direkt als Mediator tätig wird: Sie ist ein allfälliges Werkzeug zur besseren Gestaltung der Zusammenarbeit. Und über die Herstellung von Win-Win-Situationen lässt sich indirekt vieles für Verkauf und Akquise lernen! Im Rahmen der Moderation von Großgruppen sodann muss es nicht immer das nun weidlich bekannte Fish Bowl-Verfahren mit Innen- und Außenkreis sein, in die die Betreffenden einbezogen werden. Stattdessen schlägt Birgit Müller (auf Seite 113 f.) ein World Café mit Präsenz an wechselnden Stehtischen und beschreibbaren Tischdecken vor. Was Coachings – praktisch oft im Rahmen von Change-Prozessen – betrifft, kann schließlich nicht oft genug an die inneren Antreiber erinnert werden. Petra von der Weien weist dazu so knapp wie treffend (auf Seite 185) auf den Selbsttest im Rahmen der Transaktionsanalyse hin.

Generell sind die Nachweise in dem in der Printversion als Hardcover gestalteten Buch angenehm knapp gehalten, während der Verlag umgekehrt nicht vor zahlreichen aufwändigen Abbildungen zurückgeschreckt ist. Auch diese äußeren Umstände tragen dazu bei, dass sich die Anschaffung in jedem Fall lohnt.

Recker / Weien
Mediation, Moderation und Coaching
2019, 234 Seiten
Hardcover € 38,00
Tectum Verlag ISBN 978-3-8288-4363-9

Rechtsanwältin Dr. Anette Schunder-Hartung, Frankfurt am Main

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Ihr Weg zur digitalen Steuerkanzlei – kompakter Kurzratgeber erschienen

Mit der richtigen Strategie zu mehr Effizienz und Mandantenzufriedenheit

Will man seine Kanzlei zukunftsfähig und krisensicher gestalten, führt kaum ein Weg an der Digitalisierung vorbei. Die derzeitige Krise sorgt für zusätzlichen Handlungsdruck. Hier bietet der neue Fachinfo-Kurzratgeber „Ihr Weg zur digitalen Steuerkanzlei“ einen kompakten
und praxisnahen Leitfaden. Angefangen bei strategischen Überlegungen, die jedem Veränderungsprozess vorausgehen sollten, bis hin zur Umsetzung mit dem gesamten Kanzleiteam. Ziel des Ganzen: Effektiveres Arbeiten, erhöhte Arbeitsqualität sowie gesteigerte Mandantenzufriedenheit.

Themen der Fachinfo-Broschüre:

► Keine Buchung ohne KI: Wie künstliche Intelligenz die Buchhaltung verändert

► Die Digitalisierung in der Kanzlei strategisch angehen

► Der Weg zur digital(er)en Kanzlei

► Den Mandanten in den Fokus stellen: Customer Experience und Steuerberatung

► Checkliste zur Umsetzung der Digitalisierung

Eine interessante Lektüre wünscht mit besten Grüßen aus München
Ihr Kanzleiforum-Team

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