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Rechtschutz

Der rechtsschutzversicherte Mandant

Die Deckungszusage einer Rechtsschutzversicherung entbindet den Anwalt nicht von ­seinen eigenen Prüfpflichten. Um einem Regress zu entgehen, sollte er hier in ­besonderem Maße seine Sorgfaltspflichten beachten.

Ist der Mandant rechtsschutzversichert, gerät der Anwalt schnell in Versuchung, eine Klage zu erheben, ohne zuvor umfassend die Erfolgsaussichten zu prüfen. Er ist hier oftmals irrig der Ansicht, eine Deckungszusage werde ohnehin nur erteilt, wenn die Klage aus Sicht der Versicherung erfolgversprechend ist. Weiterlesen

Opus Magnum zur Beraterhaftung

von Markus Hartung, Rechtsanwalt und Mediator sowie Direktor des Bucerius Center on the Legal Profession (CLP) an der Bucerius Law School in Hamburg.

Lücke in der Literatur zur Beraterhaftung

Zur Haftung von Beratern im Wirtschaftsrecht – also neben Anwälten auch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer – gab es bislang keine umfassende und einheitliche Darstellung, wohl aber vorzügliche Einzelwerke, gelegentlich auch ein Buch über die Haftung von Anwälten und Steuerberatern. Das war nicht nur eine theoretische Lücke. Vielmehr gab es ein Bedürfnis nach einer Gesamtdarstellung, denn die interprofessionelle Tätigkeit aller drei Berufsgruppen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Das meint nicht nur den Umstand, dass Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer gemeinsam in Sozietät verbunden sind, ansonsten aber ihre eigenen Mandate und Projekte bearbeiten. Im Gegenteil, inzwischen wird es gerade als USP empfunden, wenn in komplexen Beratungsprojekten verschiedene Berufsgruppen zusammenarbeiten. Das hat Auswirkungen auf die Haftung der Beteiligten.

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