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Legal Tech ersetzt nur, wofür man ohnehin keinen Anwalt braucht(e)

Im Buch „Legal Tech“ beschäftigt sich Markus Hartung unter anderem mit Thesen zur Zukunft der Anwaltschaft. Eine seiner fünf Thesen lautet: „Legal Technology ersetzt nur, wofür man ohnehin keinen Anwalt braucht(e)“. 

Diese These ist nicht so leicht verdaulich und weckt Widerspruch. Ist sie nicht schon dadurch widerlegt, dass es heute schon Software gibt, die das erledigt, wofür man früher (oder auch heute noch) Anwälte einsetzt?

Dass man aber spontan hadert, liegt in einer verqueren, geradezu raumgreifenden Definition der anwaltlichen Arbeit. Anwaltliche Arbeit ist das, was Anwälte tun, und Anwälte unterscheiden sich von Nicht-Anwälten durch Examina und Zulassung zur Anwaltschaft.

Aber diese rein regulatorische und statusbezogene Betrachtung hilft uns nicht weiter. Denn nicht alles, was Anwälte tun, ist auch genuine anwaltliche Arbeit. Weiterlesen