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Fachportal vergibt Legal Tech-Signet für Kanzleien

Legal Tech ist ein Begriff, den sich heutzutage bereits viele Rechtsanwaltskanzleien „auf die Fahne“ schreiben. Jetzt können Kanzleien, die in das Online-Verzeichnis des Fachportals
legal-tech-kanzleien.de aufgenommen werden, mit einem Signet nach außen sichtbar machen, dass ihre Digital-Kompetenz bestätigt wurde.

Warum ein Legal Tech-Signet?
Anwaltskanzleien erbringen durch den Einsatz von Legal Tech die Rechtsberatung für Unternehmensjuristen schneller, besser, kostengünstiger und letztlich passgenauer. Unternehmensjuristen, die diese Vorteile nutzen möchten, können aber oft nicht erkennen, ob eine Kanzlei Legal Tech nur als Marketing-Begriff nutzt oder tatsächlich einsetzt. Kanzleien wiederum, die Legal Tech „leben“ haben Schwierigkeiten, ihre Kompetenz glaubhaft zu vermitteln, wenn der Begriff inflationär in der Branche verwendet wird. Hier schafft das Legal Tech-Signet des Fachportals und Online-Verzeichnis legal-tech-kanzleien.de Abhilfe. Es gibt Unternehmensjuristen Sicherheit bei der Suche nach der richtigen Legal Tech-Kanzlei. Legal Tech-Kanzleien ermöglicht es wiederum, ihr Fachwissen mit einem Symbol nach außen zu kommunizieren.

Wer kann das Legal Tech-Signet nutzen?
Kanzleien, die in das Online-Verzeichnis von legal-tech-kanzleien.de nach einem von Markus Hartung entwickeltem Auswahlverfahren aufgenommen wurden, dürfen das Legal Tech-Signet führen. Das Legal Tech-Signet kann als Symbol in sämtlichen Bereichen der Außendarstellung – von PR bis hin zu Marketing – eingesetzt werden. Insbesondere die Kanzlei-Website, die E-Mail-Signatur, aber auch Mandanteninformationen bieten sich hier an.

Wie bewerbe ich mich für das Legal Tech-Signet?

Jede Kanzlei ist eingeladen, am Auswahlverfahren von legal-tech-kanzleien.de teilzunehmen und somit das Legal Tech-Signet zu erwerben. Hierzu füllen diese den Fragebogen aus, der als PDF-Datei auf legal-tech-kanzleien.de zum Download zur Verfügung steht und schicken ihn an info@ffi-verlag.de. Teilnehmende Kanzleien werden zeitnah über das Ergebnis informiert.

Über legal-tech-kanzleien.de: Legal-tech-kanzleien.de ist das erste Fachportal und Online-Verzeichnis für Unternehmensjuristinnen und -juristen. Es richtet sich an diejenigen, die wollen, dass ihr Unternehmen von der Digitalisierung der Rechtsberatung profitiert, jedoch nicht wissen, wo sie anfangen sollen. 

Das neue Legal Tech-Magazin: Der Ratgeber für Anwälte, die Chancen nutzen

Online-Magazin zur Umsetzung von Legal Tech in Rechtsanwaltskanzleien

63 Prozent der Anwältinnen und Anwälte sehen Legal Tech vor allem als Chance für Ihre eigene Kanzlei (Quelle: Legal Tech-Umfrage 2019). Doch wie gelingt die Umsetzung von Digitalisierungsprozessen in der Kanzlei ganz konkret? Was tut sich in der Legal Tech Branche? Welche Tools und Arbeitshilfen gibt es? Welche neuen Geschäftsmodelle sind sinnvoll und wie gelingt effektives, digitales Marketing? Diese Fragen sollen als Ergänzung zur Website legal-tech.de nun auch im dazugehörigen Legal Tech-Magazin, das in zwei Ausgaben pro Jahr erscheint, beantwortet werden.

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Die diesjährige Legal ®Evolution – Gedanken zum Umgang mit Legal Tech

Die Legal ®Evolution bietet jedes Jahr eine gute Gelegenheit zur Information über die am Markt befindlichen Legal Tech-Applikationen – und erwartungsgemäß werden es jedes Jahr mehr. Um nur einige zu nennen, konnte man sich auch dieses Jahr einen guten Überblick über die diversen Funktionalitäten von Applikationen zum Dokumentenmanagement, der Dokumentenautomation, zur Unterstützung von sog. Internal Investigations oder zum Knowledge-Management verschaffen. Höchst interessant fand ich jedoch die Informationen, die „zwischen den Zeilen“ ausgetauscht wurden und die nicht notwendiger Weise in direktem Zusammenhang mit den konkreten Spezifikationen der ausgestellten Applikationen stehen. Weiterlesen

Justitia

Bucerius CLP Herbsttagung 2019: Managed Legal Services

In diesem Jahr wird sich die Herbsttagung des Bucerius CLP mit dem Thema „Managed Legal Services“ befassen. Wirtschaftsberatende Kanzleien erweitern ihre Geschäftsmodelle „rund um den rechtlichen Kern“ mit neuen Dienstleistungen und standardisierten Services, um die wachsende Nachfrage von Inhouse-Abteilungen nach Lösungen für immer komplexer werdende Problemstellungen zu bedienen. Aber: Die Big4 und nicht-anwaltliche Dienstleister machen ihnen dabei massiv Konkurrenz. Wie fällt die Antwort der Kanzleien aus?

Wir interviewen zu diesem Thema Prof. Dr. Klaus-Stefan Hohenstatt, Direktor des Bucerius Center on the Legal Profession.

Gibt es eine Perspektive für die „klassische“ Rechtsberatung oder wird sie immer weiter zurückgedrängt werden?

Es wird mit Sicherheit immer Segmente des Rechtsmarkts geben, in denen die „klassische“ Rechtsberatung weiter Bestand hat – vor allem dort, wo der Rechtsanwalt als „Feinmechaniker“ gefragt ist, um die individuell beste Lösung für einen mehr oder weniger komplexen Einzelfall zu erarbeiten. Das kann sowohl „Alltagsmandate“ als auch die Beratung in einer besonders innovativen Transaktionsstruktur betreffen. Rechtsberatung beinhaltet aber zu einem großen Anteil Vorgänge und Prozesse, die massenhaft vorkommen und ohne Weiteres standardisiert und effizienzgetrieben gemanaged werden können – auch wenn das viele Anwälte noch nicht wahrhaben möchten. In diesem Bereich wird immer weniger Platz sein für die „Anwaltsmanufaktur“. Legal-Tech-basierte managed legal services werden sich hier breit machen –als Bestandteil der Strategie von Anwaltskanzleien und als autonomes Angebot (relativ) neuer Markteilnehmer.

Wie verändert Managed Legal Services den Charakter und die Qualität rechtlicher Beratung?

Die Veränderungen werden einschneidend sein – vieles davon findet längst statt. Es ist schon seit Jahren Praxis, dass Unternehmen z.B. große Ausschnitte ihrer forensischen Mandate als Paket vergeben, insbesondere im Consumer-Bereich. Um diese Arbeit haben sich bisher zumeist klassische Anwaltskanzleien beworben. Jetzt konkurrieren sie mit neuen Wettbewerbern, die sich auf dieses Geschäft fokussieren und mit erheblichen Effizienzgewinnen werben können. Die Qualität der Beratung wird in dieser „neuen Welt“ vielleicht nicht dieselbe sein – in vielen Bereichen ist den Unternehmen aber letztlich Kosteneffizienz wichtiger als 110%ige Qualität. Auf den Feldern, auf die es den Mandanten strategisch wirklich ankommt, können sie ja weiterhin die anwaltlichen „Feinmechaniker“ beauftragen, von denen ich vorhin sprach.

Was bedeutet das für kleine und mittlere Kanzleien?

Die geschilderte Entwicklung betrifft alle Kanzleien – alle müssen ihre Strategie auf den Prüfstand stellen. Kleinere Einheiten können sich durch Spezialisierung und moderne Formen der Leistungserbringung ebenso fit machen für die „neue Welt“ wie große Sozietäten.

Haben Sie Empfehlungen für Kanzleien, wie Sie sich in Zukunft aufstellen sollen?

Alle Partner bzw. Kanzleimanager werden sich die Frage vorlegen, wie zukunftsfähig ihr Geschäftsmodell ist. In der Regel kennen Anwälte genau die Bereiche, in denen der klassische Beratungsansatz langfristig nicht tragen wird. Dort muss man sich fragen: Lässt sich das durch den Einsatz moderner Technologien lösen und/oder durch effizientere Arbeitsprozesse? Oder muss man sich demnächst von diesen Mandaten lösen? Und kann man neue Beratungsprodukte entwickeln, die nicht ohne Weiteres von „Effizienzanbietern“ übernommen werden können?

Und wie steuern die Rechtsabteilungen, die sich im „Legal Management“ derzeit selbst fit machen, diesen Prozess?

Die Rechtsabteilungen stehen vor genau denselben Herausforderungen. Sie spüren den Druck des Vorstands, die internen Strukturen effizienter und innovativer zu gestalten. Das gilt natürlich auch für die Mandatsvergabe. Die Rechtsabteilungen werden zunehmend darauf achten, dass ihre Rechtsberater Qualität und Effizienz optimal kombinieren. Das muss kein „Gegeneinander“ sein. Es gibt derzeit viele Ebenen, auf denen sich Mandanten und Kanzleien über Legal Tech und Legal Project Management austauschen und voneinander lernen. Lohnt sich aus Ihrer Sicht noch ein klassisches Jura Studium mit zwei Staatsexamen?

Absolut – jedenfalls so lange der Gesetzgeber am „Einheitsjuristen“ festhält. Legal Tech und Legal Process Management machen den Rechtsmarkt nicht weniger attraktiv – im Gegenteil. Die Dynamik der Entwicklung, die jetzt endlich auch den Rechtsmarkt erfasst hat, wirkt auf den juristischen Nachwuchs eher beflügelnd. Und an spannenden juristischen Herausforderungen wird es auch in Zukunft nicht mangeln – es kommen täglich neue hinzu!

 

 

 

Prof. Dr. Klaus-Stefan Hohenstatt, Direktor des Bucerius Center on the Legal Profession und Partner bei Freshfields Bruckhaus Deringer

 

 

 

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