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Rechtsschutzversicherung: Sorgenkind der Assekuranz oder der Anwaltschaft?

Wie das Handelsblatt in seiner Ausgabe vom 12.03.2018 berichtete, beschwerten sich laut Versicherungsombudsmann Günter Hirsch 2017 die meisten Verbraucher über Rechtsschutzversicherungen. In ihrem Tätigkeitsbericht für das Jahr 2017 führte die Schlichtungsstelle 4.539 Beschwerden zum Thema Rechtsschutzversicherung an.

Von Joachim Cornelius-Winkler, Fachanwalt für Versicherungsrecht und Autor des Buches Rechtsschutzversicherung wollen wir wissen, warum es bei diesen Policen besonders oft Probleme gibt. Weiterlesen

Versicherer wollen gestiegene Rechtsschutzkosten kompensieren

Die Kosten zur Durchsetzung eines Rechtsanspruchs wachsen rapide. Nach einer Analyse des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) von jährlich 1,4 Millionen Rechtsschutzfällen haben sich die durchschnittlichen Ausgaben für Anwälte und Gerichte von 2012 bis 2016 um 19% erhöht. Versicherer fordern eine Anpassung des Kostenrechts mit entsprechender Gebührenminderung in standardisierten Verfahren. Damit Recht auch künftig bezahlbar bleibt, schlagen die Versicherer unter anderem vor, bei bestimmten, für Anwälte weniger aufwändigen Verfahren eine Gebührenminderung ins Kostenrecht aufzunehmen. Diese könnte beispielsweise für künftige Folgeverfahren nach einer Musterfeststellungsklage zum Tragen kommen oder bei Anwälten, die Mandate in großer Stückzahl online akquirieren und standardisiert bearbeiten – wie es bei vielen der Klagen gegen Autohersteller der Fall sei. Einfach gesagt: Verfahren mit vielen Automatismen sollen Anwälten weniger Geld in die Kassen spülen. Lohnt sich dann noch  Legal Tech?

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Rechtschutz

Der rechtsschutzversicherte Mandant

Die Deckungszusage einer Rechtsschutzversicherung entbindet den Anwalt nicht von ­seinen eigenen Prüfpflichten. Um einem Regress zu entgehen, sollte er hier in ­besonderem Maße seine Sorgfaltspflichten beachten.

Ist der Mandant rechtsschutzversichert, gerät der Anwalt schnell in Versuchung, eine Klage zu erheben, ohne zuvor umfassend die Erfolgsaussichten zu prüfen. Er ist hier oftmals irrig der Ansicht, eine Deckungszusage werde ohnehin nur erteilt, wenn die Klage aus Sicht der Versicherung erfolgversprechend ist. Weiterlesen