Beiträge

„Coaching – das Einsteigerbuch“ – Rezension von Dr. Anette Schunder-Hartung

Lesen, unbedingt lesen – egal ob Sie tatsächlich neu in der Branche sind oder, wie die Rezensentin und der ihr nicht persönlich bekannte Autor, seit Jahren im Geschäft. Nun herrscht an Literatur über diesen doch recht schillernden Begriff zwar kein Mangel. Deren Nutzwert folgt aber so manchem Praxiscoaching direkt auf dem Fuße: Er ist gering, weil es keine für alle verbindlichen Standards gibt. Coaching ist kein geschützter Begriff. Umso wichtiger sind Praxisbücher wie die von Thomas Schulte, der von der ersten Seite an eine klare, umfassende Systematisierung anbietet. Weiterlesen

Kommentar zum Anwaltlichen Berufsrecht, von Gaier/Wolf/Göcken – Rezension von Markus Hartung

Unter den Kommentaren zum anwaltlichen Berufsrecht nimmt der Kommentar von Gaier, Wolf und Göcken ohne Frage eine besondere Position ein. Dass es der einzige Großkommentar im Berufsrecht ist, der nicht im Beck-Verlag erschienen ist, ist nur eine Randbemerkung. Sein Umfang stellt alles andere in den Schatten – 2659 Seiten im Bibeldünndruck, das ist ein deutlicher Abstand zum Kommentar von Henssler/Prütting. Sind solche Werke noch handhabbar? So gerade noch. Schön wäre das Vorhandensein in einer Datenbank, das käme heutigen Arbeitsmethoden nahe. Zur Zeit kann man neben dem Buch nur das PDF des Werks erwerben (bei einem anderen Verlag), zum selben Preis. Möchte man beides, fallen 378 EUR an.

BRAO und BORA gemeinsam kommentiert

Konzeptionell ist der Kommentar ebenfalls besonders – BRAO und BORA werden jeweils gemeinsam kommentiert, was für den erfahrenen Berufsrechtler sicher sinnvoll ist. Allerdings auch nicht immer praktisch, das scheint der Verlag auch so gesehen zu haben: Denn wenn man im Sachverzeichnis Kommentierungen zur BORA findet, dann werden auch die Seitenzahlen angegeben. Nicht jedem erschließt sich, dass man z.B. § 27 BORA mit § 59a BRAO zusammen kommentieren kann.

Kommentar und Sammelband

Der Kommentar ist nicht nur reiner Kommentar, sondern auch ein Sammelband. Denn er enthält zwei, eigentlich drei wichtige und lesenswerte Einzeldarstellungen, neben der Kommentierung: Eine geschlossene und vorzügliche Darstellung des anwaltlichen Haftungsrechts, und dann eine sehr eingehende Kommentierung von Art. 12 GG, die der Mitherausgeber Gaier, langjähriger Richter am BVerfG und im 1. Senat Berichterstatter u.a. für das Recht der Freien Berufe, geschrieben hat. Das wird der Bedeutung des Art. 12 GG für die Anwaltschaft gerecht, auch wenn dieser freiheitliche Grundrechtsansatz der traditionellen Betrachtung immer noch fremd ist.

Die Rolle des Anwalts

Der Mitherausgeber Wolf teilt diese Auffassung etwa nicht. Seine Kommentierung in der Einleitung und den einführenden Vorschriften von BRAO und korrespondierenden Regelungen der BORA wird man zunächst auch als Einzeldarstellung sehen müssen, denn es gibt keine andere Veröffentlichung, die sich so ausführlich z.B. mit dem Rechtsmarkt und der Funktion des Rechtsanwalts befasst. Gerade seine Ausführungen zur Funktion des Anwalts im Prozess der Rechtsfindung und zum Prozess der thetischen Rede sind lesenswert (§ 1 Rnrn. 17 ff.; im Sachverzeichnis ist die thetische Rede indes nicht zu finden, was verwundert. Man muss eben wissen, dass es bei der Rechtsfindung eine Rolle spielt, und unter diesem Begriff findet man es auch).

Aus diesen Überlegungen heraus versteht man, warum Wolf seit langem ein entschiedener Gegner von Liberalisierungsüberlegungen des Berufsrechts ist. Er ist z.B. der Auffassung, nur das Prinzip der Quersubventionierung schaffe den Zugang zum Recht, und das wiederum erlaube es, den Anwaltsberuf vor Konkurrenz zu schützen (§ 1 Rn. 62 ff.). Dass die Quersubventionierung heute nicht mehr als ein frommes Dogma ist (eigentlich wurde das schon vor 15 Jahren von Kilian nachgewiesen), ist ausgeblendet, und dass sich der Konkurrenzschutz mit Entscheidungen des BVerfG nur schwer in Übereinstimmung bringen lässt, sieht er, hält aber dagegen. Man wäre gerne bei Herausgebersitzungen dabei gewesen, um die Diskussionen zwischen Gaier und Wolf mitzuerleben, die gänzlich unterschiedliche Vorstellungen von der Rolle des Anwalts im Lichte von Art. 12 GG haben. Denn das BVerfG hat in den letzten Jahren immer vor dem Hintergrund des Art. 12 GG tiefe Kernbohrungen in das anwaltliche Gesellschaftsrecht vorgenommen, die dem Gesetzgeber gar keine andere Wahl lassen, das anwaltliche Gesellschaftsrecht, überhaupt den Anwaltsberuf in die Gegenwart zu holen. Wolf bestreitet die Bedeutung des Art. 12 GG für die verfassungsrechtliche Betrachtung des Anwalts als Organ der Rechtspflege (§ 1 Rn. 45). Mit der ihm kritisierten Reform des anwaltlichen Gesellschaftsrechts (einschließlich der Öffnung der GmbH & Co. KG für die Anwaltschaft, die aller Voraussicht nach Gesetz werden wird) wird es aber kein Bewenden haben, denn die Lexfox-Entscheidung des BGH zur Befugnis von Inkassounternehmern hat sich davon verabschiedet, das RDG als Schutz der Anwälte vor nichtanwaltlicher Konkurrenz zu sehen (Kleine-Cosack und Römermann haben das schon seit Jahren vertreten) – das sieht Wolf entschieden anders (§ 1 Rn. 63). Dass das alles auf die MasterPat- und Inkasso-Entscheidungen des BVerfG zurückgeht, akzeptiert er nicht.

Insoweit findet in diesem Kommentar viel mehr statt als die bloße Kommentierung. Für die Beiträge von Schultz zur Haftung, von Gaier zum Verfassungsrecht und von Wolf zur Funktion des Rechtsanwalts lohnt sich der Erwerb des Buchs allemal.

Die Bundesrechtsanwaltskammer

Der dritte Herausgeber Göcken hat die §§ 175 ff. BRAO kommentiert, die sich mit der BRAK befassen. Das ist vielleicht keine glückliche Entscheidung, denn man kann vom langjährigen Hauptgeschäftsführer der BRAK sicher nicht erwarten, sich mit den Regelungen und der Rolle der BRAK kritisch zu befassen. So findet sich zum desaströsen Verfahren bei der Bereitstellung des beA kein einziges Wort. Immerhin schimmert aber doch durch, dass er die in § 190 Abs. 1 BRAO vorgesehene Stimmengleichheit der Kammern nicht als ideal, letztlich aber als unschädlich ansieht. Dass es ein undemokratisches Relikt ist, das für die Glaubwürdigkeit von Beschlüssen der Hauptversammlung nicht hilfreich ist, liest man hier nicht. Wer kann eigentlich rechtfertigen, dass z.B. die zwei Anwaltskammern in Hessen – Kassel mit 1.738 und Frankfurt a.M. mit 19.408 Mitgliedern – jeweils eine Stimme in der Hauptversammlung haben? Und an der Spitze steht die Kammer der am BGH zugelassenen Anwälte, die 40 Mitglieder und natürlich auch eine Stimme hat. Man muss nicht erst die kraftvolle Kommentierung von Kleine-Cosack lesen, um zu realisieren, dass das Kammerwesen dringend der Remedur bedarf. Für die Selbstverwaltung kann man gewichtige Argumente ins Feld führen, aber das Festhalten an Regelungen wie § 190 Abs. 1 BRAO ist ein wesentliches Argument dagegen (abgesehen von den vielen Entscheidungen des BVerfG, mit denen berufspolitische Auffassungen der BRAK kassiert wurden).

Eine Vielzahl an Autoren

Die Kommentierung durch viele andere Autoren ist überwiegend eingehend und gründlich, wie man es von einem solchen Werk erwartet. Bei der Kommentierung des RDG konnte die maßgebliche Lexfox-Entscheidung noch nicht berücksichtigt werden, so dass die Ausführungen insbesondere zu § 3 RDG unvollständig sein müssen. Es gibt weitere Ausnahmen, wo man sich eine eingehendere Befassung gewünscht hätte, etwa bei der Kommentierung zu § 43a IV BRAO, § 3 BORA, bei den Regelungen zur Vergütung oder zur Beteiligung Dritter – in diesen Bereichen finden wichtige berufspolitische Diskussionen statt, zu denen sich der Kommentar kaum hörbar äußert. Das ist schade.

Fazit

Ein unverzichtbares Werk für denjenigen, der im Berufsrecht in die Tiefe gehen und sich auch mit Ausführungen abseits des Mainstreams befassen möchte. Lesenswert auch außerhalb der Anlässe, wo man sich als Berufsrechtler mit einzelnen Normen befassen muss und Erläuterungen sucht. Grenzwertiger Umfang und schwierige Handhabung – das ist gestrig und nicht verständlich, richtet sich aber nicht an die Herausgeber, sondern an den Verlag. Sehr wünschenswert wäre ein solcher Kommentar in einer Datenbank, denn sonst steht zu befürchten, dass man damit nur arbeitet, wenn man mal im Büro ist. Aber wann ist man das schon?

Gaier / Wolf / Göcken (Hrsg.)
Anwaltliches Berufsrecht
3. Auflage 2019, XXXVI, 2.659 Seiten
Hardcover € 189,00
Verlag Dr. Otto Schmidt ISBN 978-3-504-06762-5

Autor:

Markus Hartung

BRAO-Kommentar von Michael Kleine-Cosack – Rezension von Markus Hartung

Michael Kleine-Cosack ist ein Phänomen. Niemand hat im Berufsrecht mehr bewirkt als er: Ohne seine – im besten Sinne verstandene – Unbelehrbarkeit hätte es die Bastille-Entscheidungen des BVerfG im Juli 1987 nicht gegeben. Auch die Zweitberufsentscheidung geht auf ihn zurück, die Erfolgshonorarentscheidung und viele andere mehr – Kleine-Cosack hat sich immer dem berufsrechtlichen Mainstream verschlossen, insoweit war er unbelehrbar. Für die Anwaltschaft war das letztlich gut, denn dass das Berufsrecht heute viele liberale Tendenzen hat, hat die Anwaltschaft ihm zu verdanken.

Keine Angst vor klarer Meinung

Das ist aber nicht alles, denn: Diplomatie ist ihm fremd. In Diskussionen greift er bevorzugt zum Degen, mit dem Florett hält er sich nicht auf. Seine Veröffentlichungen im anwaltlichen Berufsrecht sind eindeutig und kraftvoll formuliert. Meistens erweisen sich seine Auffassungen als richtig – im Berufsrecht war niemand häufiger vor dem BVerfG erfolgreich als er. Er ist nicht ohne Respekt vor anderen Meinungen, hält es aber für Zeitverschwendung, sich ausführlich mit berufs- oder verfassungsrechtlichem Unsinn zu befassen, so jemanden erledigt er in einer Fußnote. Im Englischen entschuldigt man solche Leute mit „he doesn’t suffer fools happily“, und die in seinen Augen Legal Fools lässt er keine Sekunde im Unklaren darüber, was er von ihren Auffassungen hält.

Die BRAK

Befasst er sich mit der BRAK, dann geraten seine Ausführungen in die Nähe der Philippika: Die BRAK ist für ihn „ein kompetenzloser und politikunfähiger Debattierclub, der jeden Ansatz von Reformen wie auch einer grundrechtlichen Liberalisierung im Keim erstickt“ (Rn. 1 zu § 175 BRAO). Bei „kompetenzlos“ würde ihm vermutlich auch der Präsident der BRAK zustimmen, allerdings einen anderen Begriff wählen, aber Diplomatie ist nicht Kleine-Cosacks Sache, ich erwähnte es bereits. Die Begründung für dieses heftige Verdikt findet sich in den Rnrn. 14 ff. der Einleitung, wo er die verschiedenen Entscheidungen des BVerfG und des BGH zusammenstellt, die aus dem anwaltlichen Berufsrecht überhaupt das gemacht haben, was es heute ist. Dagegen kann man kaum etwas einwenden.

Ein Kommentar, ein Autor

Aber der Kommentar, inzwischen in 8. Auflage (die 1. Auflage erschien im Jahr 1993) empfiehlt sich nicht nur durch das Lesevergnügen der Auseinandersetzung mit den Standesorganisationen und einer von ihm als sklerotisch empfundenen Anwaltschaft. Kleine-Cosack öffnet an vielen Stellen den Blick auf berufsrechtliche Verkalkungen, aber manchmal eben vor der Zeit. Es ist der einzige Kommentar, der nur von einem Autoren geschrieben worden ist, was für eine konsistente Darstellung aller Themen sorgt; es gibt keine qualitativen Einbrüche, die man bei anderen Kommentaren doch findet. Der Kommentar ist das sprichwörtliche Werk aus einem Guss. Für Berufsrechtler ist der Kommentar ideal, weil er einen sehr guten ersten (und zweiten) Zugriff bietet und trotz seiner Kompaktheit sehr viele Rechtsprechungsnachweise liefert.

Die Kommentierung ist so eingehend und gründlich, dass der Kommentar gleichwertig neben den anderen berufsrechtlichen Kommentaren steht, die viel umfangreicher und von vielen Bearbeitern kommentiert werden. In diesem Werk ist es nicht leicht, einzelne Kommentierungen besonders hervorzuheben, aber besonders lesenswert sind die Einleitung sowie, als pars pro toto, die Kommentierungen der §§ 7, 14, 43a, 43b, 46 ff. Die Behandlung des Europarechts ist sehr eingehend und gerade für denjenigen, der das Unionsrecht nicht so gut kennt, sehr gut nachvollziehbar.

FAO und BORA

Im Anhang zu den BRAO-Kommentierungen behandelt er die FAO, die BORA und in einem vorzüglichen Teil das Berufsrecht für ausländische Rechtsanwälte in Deutschland. Die Kommentierung der BORA ist an einigen Stellen geprägt davon, dass Kleine-Cosack diesem Regelwerk nur geringe Bedeutung beimisst. Das Mission Statement der Anwaltschaft, nämlich § 1 BORA, quittiert er gallig – es sei eine „von einem für die deutsche Anwaltschaft typischen Pathos sowie freiheitsfeindlichem Idealismus getragene Bestimmung“, der „rechtlich (…) keine konkrete Funktion“ zukomme. Die mit viel Arbeit neugefasste Bestimmung des § 2 BORA hält er für weitgehend überflüssig. Sie verdanke ihre Existenz nur der „Unterbeschäftigung der Satzungsversammlung“. Vermutlich sind es diese Invektiven, die ihn in den Augen vieler Kollegen als nur schwer verdaulich erscheinen lassen, aber: bei der Kommentierung zu § 3 BORA ist die Kommentierung wieder auf der Höhe.

Den Kommentar gibt es auch in Beck Online – aber eigentlich gehört der Kommentar in die anwaltliche Handbibliothek. Im Berufsrecht ist man damit bestens versorgt.

Kleine-Cosack
Bundesrechtsanwaltsordnung: BRAO
8. Auflage 2020, XXVII, rund 980 Seiten
In Leinen € 149,00
C.H.BECK ISBN 978-3-406-72626-2

Autor: Markus Hartung

Dieser Beitrag könnte Sie auch interessieren:

Mediation, Moderation und Coaching: Rezension von Dr. Anette Schunder-Hartung

Konflikte nicht vernünftig zu bewältigen ist ein teurer Spaß. Im Unternehmen wirkt er sich im besten Fall motivationshemmend aus, in der Regel gehen die Folgekosten aber weit darüber hinaus: So sinkt nicht nur die Produktivität, sondern auch die Loyalität von Kolleg(innen), in die Sie womöglich teuer investiert haben und auf die sie nur unter erheblichen weiteren Mühen und Kosten verzichten wollen und können. Umso befremdlicher ist es, dass personenbezogene Konfliktlösungstechniken ausgerechnet in einer so hochpreisigen Branche wie der juristischen noch häufig ein Schattendasein führen. Die Autorin, nach einer Dissertation vor fast 30 Jahren (auch) über Mediationsformen heute in großem Umfang Moderatorin und Business Coach (IHK), kennt diesen Effekt aus eigener Anschauung.

Umso erfreulicher ist die Themenkombination eines neuen Buches aus der für ihre Wissenschaftswerke viel gerühmten Nomos-Gruppe: „Mediation, Moderation und Coaching: Erfolgreiche Methoden und Strategien aus der Praxis für die Praxis“, verspricht das von Ingo Recker und Petra von der Weien herausgegebene Werk – dessen Autor(inn)en bis auf das Einführungskapitel zum Mediationsgesetz bezeichnenderweise auch keine Juristen sind. Was die überwiegend in Norddeutschland tätigen Verfasser an gruppen- und einzelpersonennützigen Erkenntnissen und Hinweisen zusammengetragen haben, ist sehr unterschiedlich. Teilweise sind die Beiträge recht wissenschaftlich angelegt, teilweise sehr lebensnah verfasst, in einem Fall eher esoterisch angehaucht. In jedem Fall ist aber sowohl für Anfänger, die sich einlesen möchten, als auch für Konfliktlösungsprofis viel Anregendes dabei.

So ist beispielsweise der Hinweis von Thomas Reich (auf Seite 73) praktisch wertvoll, dass sich die Mediation auch dort als Methode einsetzen lässt, wo man nicht direkt als Mediator tätig wird: Sie ist ein allfälliges Werkzeug zur besseren Gestaltung der Zusammenarbeit. Und über die Herstellung von Win-Win-Situationen lässt sich indirekt vieles für Verkauf und Akquise lernen! Im Rahmen der Moderation von Großgruppen sodann muss es nicht immer das nun weidlich bekannte Fish Bowl-Verfahren mit Innen- und Außenkreis sein, in die die Betreffenden einbezogen werden. Stattdessen schlägt Birgit Müller (auf Seite 113 f.) ein World Café mit Präsenz an wechselnden Stehtischen und beschreibbaren Tischdecken vor. Was Coachings – praktisch oft im Rahmen von Change-Prozessen – betrifft, kann schließlich nicht oft genug an die inneren Antreiber erinnert werden. Petra von der Weien weist dazu so knapp wie treffend (auf Seite 185) auf den Selbsttest im Rahmen der Transaktionsanalyse hin.

Generell sind die Nachweise in dem in der Printversion als Hardcover gestalteten Buch angenehm knapp gehalten, während der Verlag umgekehrt nicht vor zahlreichen aufwändigen Abbildungen zurückgeschreckt ist. Auch diese äußeren Umstände tragen dazu bei, dass sich die Anschaffung in jedem Fall lohnt.

Recker / Weien
Mediation, Moderation und Coaching
2019, 234 Seiten
Hardcover € 38,00
Tectum Verlag ISBN 978-3-8288-4363-9

Rechtsanwältin Dr. Anette Schunder-Hartung, Frankfurt am Main

Hier finden Sie weitere Rezensionen:

Buchrezension: Starke Stimme – Stark im Job

Tag für Tag seit unserer Geburt funktioniert unsere Stimme, ohne dass wir uns groß darum kümmern müssen. Allerdings nutzen nur wenige Menschen das immense Potential ihrer Stimme, um sie als Werkzeug in (Konflikt)Gesprächen oder Vorträgen erfolgreich einzusetzen. Dabei sagt unsere Stimme in ihren Klangspuren und Modulationen viel über unsere Persönlichkeit, unsere Emotionen, Bedürfnisse aus.

Um sich gezielt auf Sprechsituationen im Job vorzubereiten, stellen die Autoren Wiltrud Föcking und Marco Parrino in ihrem Buch Starke Stimme, stark im Job das innovative 3+1-Konzept für mehr Überzeugungskraft vor. Sie bieten zahlreiche praktische Tipps und Übungen, zusätzlich im Internet abrufbare Materialien wie Videos, Audiobeispiele, lassen aber auch enorm viel theoretisches Hintergrundwissen in ihr Buch einfließen. Weiterlesen

Qualität

Psychologie für Juristen – Rezension von Dr. Anette Schunder-Hartung

Die Subsumtion ist die vornehmste Aufgabe des Juristen. Alles andere ist und bleibt „nice to have“. Wenn Sie das meinen, verschwendet Effer-Uhe/Mohnert bei Nomos erschienenes Paperback „Psychologie für Juristen“ Ihre Zeit. Sonst sollten Sie es kaufen und lesen – auch und gerade dann, wenn Sie nicht als Jugendrichterin oder Strafverteidiger ohnehin zu den Abnehmern einschlägiger Publikationen gehören.

Weiterlesen

Qualität

„Recht 2030“ – Rezension von Patrick Prior

Das neue Buch Recht 2030 hat sich alleine im Titel schon viel vorgenommen, soll doch der Rechtsmarkt über elf Jahre im Voraus skizziert werden. Der Untertitel „Legal Management in der digitalen Transformation“ macht allerdings klar, dass wir uns bereits tief in der digitalen Transformation, und teilweise auch in der Disruption, befinden.

Das umfangreiche Werk der beiden Herausgeber Dr. Anette Schunder-Hartung und Prof. Dr. Martin R. Schulz beinhaltet auf über 400 Seiten 31 sehr verschiedene Kapitel, die schon aus dem Inhaltsverzeichnis heraus Lust machen mehr über die Zukunft der juristischen Arbeit zu erfahren.

Weiterlesen

Qualität

SEHE ICH RECHT? – Rezension von Ilona Cosack

Philipp Heinisch ist Jurist. Im Nachwort erzählt er, dass er viel lieber, wie sein Vater, Maler geworden wäre. Er ordnete sich jedoch der Vernunft unter und wurde zunächst Anwalt. Zwanzig Jahre lang war er als Strafverteidiger tätig, bis im klar wurde, dass der Verfassungsschutz ihn ausspioniert. Das hat sein Leben verändert und er stellte sich das erste Mal die Frage: „Sehe ich R/recht?“.

Weiterlesen

„Stressmanagement für Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte“ – Rezension von Dr. Anette Schunder-Hartung

„ ‚Da kann ich nichts machen‘, ‚Das ist eben so‘, ‚Mein Beruf erfordert es einfach!‘ Schließen Sie sich nicht denen an, die sich auf solche Weise aus ihrer Selbstverantwortung herausreden“: Es ist ein kluges Essay, das Thomas Hohensee und Renate Georgy vorgelegt haben. Beide sind von Haus aus Anwälte, beider Arbeits- und Lebenserfahrung geht aber weit darüber hinaus – und in einem schmalen Band haben sie sie jetzt im Deutschen Anwalt Verlag zusammengefasst.

Weiterlesen

Auf dem Prüfstand: Networking und Akquise für Rechtsanwälte von Constanze Eich

Das Werk vermittelt dem Rechtsanwalt und Unternehmensjuristen, wie er systematisch netzwerken kann, sein eigenes Profil schärft, sinnvoll Akquise-, Recruiting- und Businessdevelopment betreibt und seine Akquisitionsstrategie auf die Zielgruppe anpasst. Erfahrene Berufsträger stellen in Kurzinterviews ihre Erfahrungen zum Themenkomplex zur Verfügung. Durch Grafiken, Übersichten und gezielte Praxistipps wird die Darstellung aufgelockert.

Soweit der Pressetext. Ob dieses Buch diese Erwartungen erfüllt? Lesen Sie die Rezension unseres Beiratsmitglieds Dr. Jochen Brandhoff, Rechtsanwalt und Partner bei www.bop.legal

Sie wollen sich ein eigenes Bild machen? Hier stellen wir Ihnen eine Leseprobe zur Verfügung

Was halten Sie davon? Wir freuen uns über Ihre Anmerkungen!

Mit den besten Grüßen aus München grüßt Sie

RA Katharina Nitsch und das Kanzleiforum Team